Wie viel € ist ein komplett fertige Businessplan ca Wert (inkl. Finanzplan, komplett ausformuliert) und kann man einen Businessplan verkaufen?

4 Antworten

Ein Bussinesplan ist eine für ein bestimmtes Projekt (Bussines) ausgearbeiteter Plan, der nur für diese Gesamtsituation (Ort, Größe, Art, Angebot, Finanzsituation, persönliche und fachliche Situation des Unternehhmers) paßt. Wenn sich eine Größenordnung verändert, ist der Plan nutzlos, weil er nichtmehr stimmig ist.

Hallo Nadine,

auf deine Frage gibt es keine "richtige" antwort. Zunächst einmal sind dabei mehrere Faktoren zu beachten.

Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, für was du einen Businessplan brauchst. Für die Bank, für das Jobcenter für das Arbeitsamt, für Dich selbst?

Zudem muss mal kalkulieren wie viel Zeit (also Geld) man für die Erstellung einen Businessplans benötigt. Das Schreiben einen Businessplans für einen Hausmeisterdienst ist mit der Erstellung eines Konzeptes für ein Hotel nicht zu vergleichen und somit entstehen andere Kosten.

Hinzu kommt wie viel ist Dir ein Businessplan Wert, wenn du mit ihm z.B. 500.000 Euro von der Bank bekommst?

Und natürlich kann man Businesspläne verkaufen! Warum auch nicht.

Da gibt es sogar Leute, die von so einer Arbeit im Prinzip leben. Allerdings haben Businesspläne von anderen unter dem Strich ein echtes Problem: Sie sind kaum anwendbar.

Weil alle Menschen anders sind und andere Erfahrungen, Kenntnisse und Ausbildungen haben. Aber auch die Mentalität und Interessen nicht gleich sind.

Wer seine Familie versorgen will, der hat andere Ziele im Businessplan formuliert, als jemand der auf kurzfristige Umsätze geht.

Solltest Du selber mal einen Businessplan aufgestellt haben, dann sollte Dir klar sein, dass das eigene Risikoverhalten enorme Auswirkungen hat. Aber auch beim Marketing. Kontaktfreudige Menschen werden sich auf den direkten Kundenkontakt stürzen. Planen vielleicht sogar Haustürgeschäfte. Die werden nicht erst viel Geld in Marketingaktionen stecken, die dann auch "ewig" im Laufen gehalten werden müssen und dem geschäftlichen Verlauf an zu passen sind.

Auch ein Internetshop ist etwas anderes als ein Einzelhandelsgeschäft in der Randlage einer Kleinstadt.

Der Wert eines Businessplanes ergibt sich aus verschiedenen Richtungen:

Erstmal sind verschiedene Risiken beseitigt.
Er ist eben gerade auf die persönlichen Gegebenheiten der Unternehmerperson gemünzt.
Er ist auf einen ganz bestimmten Standort bzw. bestimmte wirtschaftliche Rahmenbedingungen entwickelt.
Bei aller Sorgfalt passieren Fehler. Daher sollte der Plan B immer schon dabei stehen.
Der Businessplan darf überhaupt nicht blumig sein. Sondern die geplanten Betriebsausgaben haben im Bereich der Einnahmen bestimmte Folgen oder auch nicht. Diese Erwartungen, dieses Verhältnis hat zum Ausdruck zu kommen. (Anmerk.: Verwende ich für die Eigenverwaltung Computer-Programm A und nicht B, dann hat das Gründe. Doch beeinflusst den Umsatz nicht. Doch welche Kosten ergeben sich. Warum entscheide ich für A und gegen B?)

Ein Businessplan sollte auch zu bestimmten unternehmerischen Erkenntnissen führen. Ob überhaupt die Kostenstruktur sinnvoll ist? Ob die angestrebte Größe die Ziele verwirklicht? Die Meisten wissen, dass sie Betrag X im Monat zum Leben brauchen. Vergessen das aber bei der Aufstellung des Businessplans und meinen, sie könnten mit Durchhaltewillen in die richtige Betriebsgröße kommen. Oder durch eine Veränderung in der Geschäftsidee, die dann ebenfalls nichts bringen.

Die Businesspläne meiner Kunden sind fast unbezahlbar. Weil da Sachverstand und alle persönlichen Erwartungen/Ziele/das Ego in der Kombination und ausreichender Tiefe die Geschäftsidee analysieren.

Ein guter wertvoller Plan sagt auch: Lasse die Finger weg. Mit der Aufstellung dieses Plans hat man richtig Geld gespart.

Es gibt unterschiedliche Gründe warum Menschen vorgefertigte Pläne kaufen. Die Preise gehen von wenigen Euro bis in stattliche Zahlen. Die Gründe für den Erwerb sind unterschiedlich. Der Wert der Investition auch. Immerhin kann ein angehender Internetshop-Betreiber davor bewahrt werden, dass er gegen Fernabsatzgesetz, Müllverordnung oder TMG verstößt. Drei Risiken die richtig teuer sind.

Ob der allgemeine Plan so gut, ihm zu vermitteln wie man überhaupt Traffic auf die Seite bekommt und aus den Klicks dann auch Verkäufe generiert? Habe ich noch nicht gesehen, nicht mal im allgemeinen. Und das würde im Ansatz des BP nur verlangen, wie die Leute von der Shop-Adresse erfahren sollen. Wie oft sie darauf hingewiesen werden. Wie viele den Hinweis so oft bekommen müssen, um einen Besucher auf der Seite zu haben. Und wie viele Besucher dann einen Käufer ergeben. Und was so ein durchschnittlicher Käufer an Umsatz/Ertrag hinterlässt. Wie viele Käufer jeden Monat gebraucht werden und um den Kreis zu schließen: Welcher Werbeeinsatz ist dafür erforderlich? Welche Kosten sind kalkuliert und wie ist das mit dem Arbeitseinsatz und wie sind rechtliche Probleme auf dem Gebiet gelöst?

Ein Businessplan von einem Praktiker sieht anders aus, als der vom Theoretiker. Führt sogar dazu, dass bei gleichen Voraussetzungen der eine nichts mit dem Plan des anderen anfangen kann.

Geschäftsideen kann man verkaufen und findet auch einen Markt dafür. Nur warum die Leute kaufen ist schleierhaft. Die Frage nach dem Wert ist nicht zu beantworten. Es gibt so schlechte, da sollte man Geld mitgeben, sozusagen als Schadenersatz und wenn jemand mit dem Businessplan seine Ziele erreicht, dann ist der Plan unbezahlbar.

Ganz wichtig auch: Wir haben jedes Jahr etwa 200.000 Gewerbeanmeldungen und auch Abmeldungen. Die Schätzungen gehen auseinander, wie lange Unternehmen am Markt bleiben. Nach meiner Auffassung überleben 20% die Gründungszeit von fünf Jahren. Überleben heißt allerdings auch, dass da die "Durchhalter" drin sind. Also kein echter Erfolg. Vor wenigen Jahren wurde in Studien immer behauptet, dass liege am zu geringen Gründungskapital. Unfug! Die 80% gehen nicht wegen der Anschubfinanzierung kaputt. Die gehen gar nicht in die Knie. Die kommen gar nicht erst hoch, weil die Vorplanungen von so geringer Sachkenntnis geprägt sind, dass es nicht funktionieren kann.

@nadine .....

... gullup hat vieles auf den Punkt gebracht.

Ein Businessplan hat für den originären Ersteller vielleicht einen (Überlebens)wert. Ihn zu verkaufen ist quatsch, denn er wird an persönlichen und individuellen Vorgaben und Rahmenbedingungen festgemacht. Er beschreibt eine augenblickliche Idee, Situation und Umstände.

Damit wird auch ausgedrückt, dass dieser eine bestimmte Funktion z.B. Finanzierung, Eigenkontrolle, Risikoeinschätzung oder die Basis eines Planung & Controllingssystems (PCS) einnimmt. Du kannst es drehen und wenden wie Du willst. Ein derartiger Plan steht und fällt mit der Identifikation des Erstellers und seiner Gabe, diesen zu interpretieren und zu präsentieren.

Ich warne vor dem Irrglauben, sich Businesspläne erstellen zulassen - das ist Geldmacherei - oder gar ins Netz zu gehen, sie zu kopieren und dann als eigene Idee beispielsweise in einem Bankgespräch vermarkten zu wollen. Das geht meist schief.

Der Handel mit Businessplänen ist in meinen Augen "Nonsens", - er kann allerhöchstens eine Orientierungshilfe darstellen, die Struktur, die Vollständigkeit und die Didaktik des eigenen Konzeptes zu überprüfen. Das ja, .... aber nie inhaltlich mit Zahlen.

Wünsche Gutes Gelingen

MfG Jürgen Arnold
(www)uvis.de

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