Wie versucht Bismarck den Kulturkampf zu rechtfertigen?

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3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Konflikt war zwischen Bismarck und der katholischen Kirche ausgebrochen. Ausgelöst wurde er durch den „Syllabus Errorum“ („Verzeichnis der Irrtümer“), eine päpstliche Enzyklika von 1864, die Reihe von Thesen, darunter die Trennung von Staat und Kirche und die staatliche Leitung des gesamten öffentlichen Schulwesens, verurteilte, und das Unfehlbarkeitsdogma von 1870 (Papst ist unfehlbar, wenn er kraft seins Lehramtes Entscheidungen über Glaubens- bzw. Sittenfragen verkündet und alle Katholiken sind daran gebunden). Katholiken, die dieses Dogma nicht annahmen (Altkatholiken) wurden von der katholischen Kirche die Lehrbefugnis zum Religionsunterricht entzogen. Weil Lehrer/Professoren auch Staatsbeamte waren, konnte dies als Eingreifen in staatliche Belange verstanden werden (Begründung: Staatsbeamte seien an Weisungen des Staats gebunden). Bismarck rechtfertigte den „Kulturkampf“ mit der Verteidigung staatlicher Interessen, die durch die katholische Kirche gefährdet seien. Ihm gehe es um die Erhaltung des Staates. Die Einflussnahme der katholischen Kirche unterwandere die Autorität und Souveränität des Staates. Ziel des Papstes (Pius IX.) sei die Unterwerfung der weltlichen Gewalt unter die geistliche. Außerdem begründete er die Maßnahmen als Abwehr reichsfeindlicher Gesinnung. Er warf dem politischen Katholizismus Bekämpfung der nationalen Einheit vor. Die Katholiken, besonders die Ultramontanen (lateinisch „ultra montes“ = „jenseits der Berge“, als Südlich der Alpen, wo der Vatikan liegt) sah er als Befehlsempfänger des Papstes. Bismarck unterstellte sogar die Neigung, sich mit den ebenfalls als „Reichsfeinde“ abgestempelten Sozialisten zu verbünden. Der Kanzelparagraph wurde als Verhinderung von Missbrauch (Verkündigung oder Erörterung staatlicher Angelegenheiten in Kirchen oder anderen zu religiösen Versammlungen bestimmten Orten in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise) begründet.

Von Bismarck gibt es in seiner Autobiographie "Gedanken und Erinnerungen" nur eher knappe Äußerungen. In wissenschaftlichen Biographien steht mehr.

Dafür brauchte es keine Rechtfertigung. Obwohl die Säkularisierung (Anfang 1803 mit Besetzung der linksrheinischen Gebiete durch die Franzen und den Abtausch der rechtsrheinischen Gebiete) weit fortgeschritten war, meinte sich die Kirche weiterhin (oder wieder) politisch und staatlich einmischen zu müssen. zB. Eheschliessung, Schulunterricht etc.

Bismarck hat eine sehr interessante Biographie geschrieben; wenn Du die liest, wirst Du vieles erfahren und u.a. lernen, dass man die Begriffe Konflikt und Staat groß schreibt.

Was versteht man unter diesem Zitat von Bismarck?

"Mein Gedanke war die arbeitenden Klassen zu gewinnen, oder soll ich sagen zu bestechen, den Staat als soziale Einrichtung anzusehen, die ihretwegen besteht und für ihr Wohl sorgen möchte" von Otto von Bismarck

Bitte hilft mir ich komme nicht weiter.Danke im Vorraus

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