Wie versteuere ich Spekulationsgewinne

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7 Antworten

Ich kenne den Service von Maxblue nicht, gehört anscheinend zur Deutschen Bank AG. Wenn du solche fragen richtig beantwortet haben willst, weil es höchst wichtig für dich ist und um deine Freiheit geht, da du dich vor Gericht im Fall der Steuerhinterziehung nicht auf das gutefrage.net Forum berufen kannst, würde ich solche Fragen in Broker bzw. Trader Foren stellen. Denn ich bin nicht immer zur Stelle ;) Bis jetzt wurde hier sehr viel durcheinander gewürfelt. Zu aller erst heißt es Kapitalertragsteuer, welches eine Erhebungsform der Einkommensteuer ist und wird von den Kapitalerträgen abgezogen sobald der Freibetrag von 801 € überschritten wird. Doch was du meinst ist die Abgeltungsteuer, eingeführt zum 01.01.09, welches eine Erhebungsform der Einkommensteuer ist, die sich auf Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne bezieht. Ich muss jedes Jahr eine Steuererklärung schreiben da mein Broker kein Kreditinstitut ist! Denn jedes in Deutschland tätige Kreditinstitut ist verpflichtet, den Steuerabzug vorzunehmen und die Steuer an die Finanzverwaltung abzuführen. was am Ende des Geschäftsjahres passiert und bestimmt nicht bei jedem Trade...! Geht auch gar nicht, weil sich die Steuer auf den Mehrwert den man macht bezieht : 25 % zuzügl. 5,5 % Solidaritätszuschlag (ggf. zuzügl. Kirchensteuer); Optionsmöglichkeit zur Einkommensteuerveranlagung. Bei Zinsen kein Steuerabzug bei Steuerausländern (im Ausland wohnhaft) Was auch heißt wenn du keine Gewinne Machst zahlst du keine Steuern!

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Kommentar von srami
08.07.2011, 09:10

Antwort ist leider nicht abschließend richtig!

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Es gibt einen persönlichen Sparerpauschbetrag seit 01.01.2009 in Höhe von 750 EUR plus 51 EUR Werbungskostenpauschale = 801 EUR.

Diese 801 EUR teilt man auf seine Konten bei den Kreditinstituten auf. Im Maximalfall hat man nur ein Konto und ein Depot. Dann stellt man den Freistellungsauftrag komplett über 801 EUR für das Depot aus und reicht es bei der Bank ein.

Bei jedem Verkauf einer Aktie / Zertifikates / Fonds wird durch die Bank ermittelt, ob der Kauf vor oder nach dem 01.01.2009 getätigt wurde. Alle Käufe vor dem 01.01.09 (mit Ausnahme der Zertifikate) bleiben abgeltungssteuerfrei. Bei den Käufen danach wird 25 % Abgeltungssteuer plus 5,5 % Soli plus ggf. Kirchensteuer fällig.

Auf dem PDF, dass du nach der Transaktion bekommst, ist dann aufgelistet, in wie weit dein eingereichter Freistellungsauftrag ausgeschöpt ist und / oder ob es noch zu verrechnende verluste aus Aktiengeschäften in diesem Jahr gibt (du müsstest also zuvor Aktien mit Verlust verkauft haben).

Jegliche Abgeltungssteuer wird sofort nach dem Verkauf der Aktien / Zertifikate / Fonds fällig. Nicht nur einmal im Jahr. Hast du bei einer Transaktion Gewinne und bist damit über dem Freistellungsauftrag, dann steht dir dieser fällige Betrag ab sofort nicht mehr als zu investierendes Geld zur Verfügung.

Am Ende des Kalenderjahres musst du deine Steuererklärung machen. In dieser gibst du dann noch einmal alle Gewinne und Verluste an. Da jede natürliche Person eine Steueridentifikationsnummer hat, ist es für das Finanzamt ein leichtes, deine in Depots erzielten Gewinne innerhalb oder über dem eingereichten Freistellungsauftrag abzugleichen.

Hast du in dem betreffenden Kalenderjahr Abgeltungssteuern auf Transaktionsgewinne bezahlt - also deinen Freistellungsauftrag mehr als ausgeschöpt und gleichzeitig auf dein reguläres Einkommen weniger als 25 % Einkommenssteuer bezahlt, dann bekommst du eine Gutschrift: Das Finanzamt nimmt dann deinen berechnete Einkommensteuer-Prozentsatz und berechnet die Abgeltungssteuer neu. Du bekommst die Differenz aus 25 % - eigener EKSt-Satz ausgezahlt. Der Soli wird dann natürlich auch auf basis der neuen Summe berechnet.

Du tust also gut daran alles (Depot) bei der Steuererklärung anzugeben.

Jegliche anderen Formulierung hier in diesem Thread sind falsch und nicht verlässlich!

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In Zeiten der Abgeltungssteuer macht das die Bank für Dich. Sie weiß zu welchem Kurs zu gekauft hast und zu welchem Kurs zu verkaufst. Und behält die Abgeltungssteuer ein sobald Dein Freibetrag überschritten wird. Und ob was neues kaufst oder nicht ist egal. Du musst auch nichts dem Finanzamt melden. Abgeltung ist Abgeltung.

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Wieso soll Dein Konto nicht gedeckt sein? Bei einem Verkauf mit Gewinn teilt Deine Bank Deinen Gewinn auf: die anteilige Steuer überweist Sie an das FA und den Rest bucht sie auf Dein Konto.

Früher hat die Bank den kompletten Verkaufserlös auf Dein Konto gebucht und Du warst selbst für die Steuer/Steuererklärung verantwortlich.

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Diese Steuer nennt man Kapital-Ertragssteuer. Was DU verscheigst kann als Steuerhinterziehnung geahndet werden. Speziell auf diese Steuerart sind FA´s besonders scharf.

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Kommentar von maxbreak
08.07.2011, 16:20

Wie soll er die Steuer hinterziehen, wenn die Bank die Steuer schon an das Finanzamt überwiesen hat, ohne das die anteilige Steuer jemals auf seinem Konto gelandet ist???

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das macht Deine Bank für Dich.. vollautomatisch

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Kommentar von jockl
07.07.2011, 11:20

und wenn die Bank davon garnichts weiss ???? Es gibt viele Spekulationsmöglichkeiten, völlig an einer Bank vorbei.

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Kommentar von Ephiarsis
07.07.2011, 11:28

In welcher Periode wird das denn abgebucht? Also einmal am Ende des Jahres? Oder direkt bei jedem Verkauf?

Weil soweit ich weiß können Spekulationsverluste dieser Steuer auch wieder angerechnet werden....

Ich möchte halt nur nicht, dass sobald die Bank das Geld ans Finanzamt abführt mein Konto nicht gedeckt ist etc.

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wenn du registriert bist kannst du dich wohl nicht drücken

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