Wie veröffentliche ein professionelles Fotobuch?

3 Antworten

Hi bin auf diese Fotobuch frage gestossen und wollte mal wissen was daraus geworden ist. Bin jetzt in der gleichen Situation Liebe Grüsse Claudia

Zunächst müsste geklärt werden, ob das Fotobuch vermarktet werden soll oder eher als persönliche Bestätigung dienen soll. Im ersten Fall kann nur ein Verlag behilflich sein, denn die Kosten für die Herstellung eines guten Produkts für eine Privatperson unerreichbare Höhen erreichen. Angenommen, es sollen 30 Seiten in Farbe gedruckt werden: Das original Bildmaterial soll für den Offsetdruck vorbereitet und optimiert werden (4Farben Druck für normale Qualität, wie Zeitschrift, Splitting der einzelnen Farben für höhere Qualität), Layout des Buches, Texte, usw., in Schwarz/Weiß ist der Unterschied nicht sehr groß. Herstellung der Matrizen, Druckoptimierung in bezug auf Farbe, Zentrierung der einzelnen Farben usw.; um es kurz zu machen, kann man von Preproduktionskosten die locker geschätzte 10.000€- oder mehr erreichen können. Das ganze lohnt sich mit einer Auflage ab 10.000 Exemplare. Davon sollte mindestens die Hälfte verkauft werden. Ein Verlag würde diese Investition nur dann tätigen, wenn Aussicht auf einem Gewinn besteht. Die Chancen stehen m.M.n. nicht sehr gut, weil die Unternehmung hohe Investition erfordert und riskant ist. Man kaan ja Probieren: Verlage, die sich auf Fotobücher spezialisiert haben suchen, das Projekt vorstellen, Bilder zeigen, Detail wie Tantiemen etc. besprechen. Dazu fängt man mit einer einfachen Kontaktaufnahme. Ich sehe in Ihrem Fall eher zwei andere brauchbare Lösungen: Die erste wäre eine etwas preiswertere Realisierung in Eigenarbeit, hierzu können Sie eine Software wie CorelDraw o.ä. verwenden (es gibt auch Freeware die das kann, z.B. Open Office Draw). Der Druck in Offset ist für Private einfach zu teuer: Man kann auf Farblaser Druck in kleine Auflage ode sogar Druck bei Bedarf. In diesem Fall lohnt sich die Anschaffung eines Farb-laserdrucker. Die Qualität entspricht der Qualität des Druckers. Die zweite Lösung wäre der Druck durch einen Fotolabor, wie Fotobuch, Cewe usw. Der Preis eines einzelnen Exemplars ist allerdings sehr hoch, der Verkauf wäre schwierig. Vorsicht: es gibt sogenannte Verlage, die Auflage unter Beteiligung des Autors an den Kosten: Oft betragen diese beträchliche Summen, ob es zum Druck kommt bleibt offen. Für jeden ist das Ziel der eigene Gewinn. In unserem digitalen Zeitalter, wäre es vielleicht die Produktion einer Multimedia-Ausgabe, auch in Eigenproduktion: Es lassen sich tolle Sachen realisieren. Bei größerer Auflage kann der Datenträger mit vertretbaren Kosten "gepresst" werden; wennn Sie die Ausgabe selber realisieren möchten, können Sie bei Bedarf ein Exemplar brennen. Das ist zudem Umweltschonend und handlicher. Ich würde dann das ganze über meine Homepage anbieten.

Danke für die Antwort. Ja, ich möchte mein Buch über einen Verlag vermarkten - falls das nicht klappt, kann ich das Buch immer noch in Eigenproduktion herausbringen. Meine Frage bezog sich vor allem darauf, wie ich in Kontakt und Verhandlung mit Verlagen komme - wenn ich Sie recht verstehe, empfehlen Sie mir, Verlage direkt zu kontaktieren, und mir keinen Literaturagenten zu suchen.

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Ich verdiene zwar mit Fotografie seit vielen Jahren Geld, aber ich weiss nicht, was ein Fotobuch ist und ich besitze viele Bücher über Fotografie, Jahrbücher, Bücher von u. über Fotografen - aber keines würde ich 'Fotobuch' nennen!

Wenn ich ein Buch mit meinen Bildern herausgeben wollte, würde ich das machen, was viele andere auch machen: zuerst mal eine Kassette oder Mappe mit DIN A4 Bildern, besser noch 30/40 Bildern anfertigen - genau das machen auch bildende Künstler, wenn sie Galeristen suchen ...

Dann würde ich VOR der Buchmesse (14.-18. Oktober 2009) mir aus dem Internet bei der 'buchmesse' die Verlage heraussuchen, die sich f. mein Thema interessieren könnten und von denen ich weiss, dass sie ähnliche Themen schon verlegt haben - dann auf der Messe mein Projekt anbieten, fertig. Dafür ist die Messe nämlich da.

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