Wie vermittelt ich meinem überforderten Inneren Kind, dass es im Alltag Dinge gibt, die gemacht werden müssen?

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5 Antworten

Bei Kindern - auch bei inneren Kindern - braucht es manchmal eine klare Ansage seitens des Erwachsenen!
Mit ständigem Wischi-waschi ("Jan-Oliver, du brauchst das nicht machen, wenn du das nicht machen willst. Mami/Papi lässt sich gerne von dir stören, wenn du dich endlich dazu durchgerungen hast, vielleicht doch etwas aufzuräumen, ein bisschen nur ... aber nur wenn du magst") ist nur wenig zu erreichen und letztlich keinem so recht gedient.
Also mach klare Angebote und Abmachungen: "Erst wird aufgeräumt! Wenigstens eine halbe Stunde! Dann gehen wir auch raus zum Spielen, äh, Joggen... " (:-))

So wie jedem anderen Kind auch.

Das Leben muss geregelt werden und laufen, damit es allen innen gut geht, und dann wird für jeden Zeit eingeplant wo gemacht wird was demjenigen Spaß macht, also Joggen und danach vllt ein Bad mit viel Schaum oder wärmer Kakao etc.

Ebenso wenig wie einem erwachsenen wird man einem (inneren oder äußeren) Kind einreden können, dass es jetzt Spaß am aufräumen haben muss.

Seltsame Idee.

Aber Man kann natürlich das spielerisch gestalten und zb nach jeder Ecke aufräumen ein Bonbon, sich einen Stern vergeben und sich für die Sterne kleine Belohnungen gönnen zb Seifenblasen oä... welche dann wieder Spaß machen.

Was ich schreibe ist nur ein Angebot zur eigenen Prüfung. Prüfe kritisch, ob und was davon auf dich zutrifft.
Es fühlt sich für mich an als wenn dein innerer Erwachsener zu deinem inneren Kind sagt: "Du musst dich jetzt aber freuen." Kennst du so etwas aus deiner Kindheit, dass deine wahren Gefühle nicht akzeptiert wurden?
Dein inneres Kind ist wie es ist, ob es dem Erwachsenen in dir passt oder nicht. Therapeutisch heilsam ist es, einen liebevollen inneren Erwachsenen zu entwickeln, der das innere Kind bedingungslos liebt, so wie es ist. Das ist einfacher gesagt (geschrieben) als getan. Es bedarf sicherlich einiges an Übung und der Unterstützung durch verständnisvolle Freunde. Aber Übung führt langfristig zum Erfolg.
Zum Joggen kann ich aus eigener Erfahrung etwas schreiben. Du könntest vielleicht wollen, dass ihr beide, - der Erwachsene und das innere Kind, also der Verstand und das Gefühl -, abends nach einem Arbeitstag eine halbe Stunde joggen solltet. Dein inneres Kind möchte vielleicht lieber ein warmes Bad nehmen. Dann wäre es schlau, sich in die Badewanne zu legen, damit dein inneres Kind daran Freude hat. Aber bist du schon einmal früh morgens gejoggt? So etwa um 6 Uhr im Sommer wenn die Sonne scheint, aber noch tief steht; im Park wenn noch wenig Leute unterwegs sind, aber schon viele Vögel zwitschern? Die Luft ist so herrlich klar, es ist eine Atmosphäre, die sich wie neu und unverbraucht anfühlt. Mein inneres Kind liebt das sehr. Mein innerer Erwachsener musste es aber erst von dem inneren Kind lernen, denn er war es gewohnt, erst einmal zu frühstücken bevor man raus geht.
Zum Thema "Heilung des inneren Kindes" gibt es viele Bücher. Diese beiden kenne ich: Im Einklang mit dem inneren Kind, von Arthur Samuels und Elisabeth Lukan; Versöhnung mit dem inneren Kind, von Thich Nhat Hanh.
Aber frage das doch einmal deinen Therapeuten falls du in Therapie bist.

Ich bin schon seit einigen Jahren in Behandlung. Am Dienstag haben wir mit der Traumatherapie begonnen. Ich habe mir nach der Stunde einen Erziehungsratgeber gekauft.

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setz deinem kleinen nen Deal vor die Nase. erst die Arbeit dann das Vergnügen nach dem Prinzip. natürlich macht nich alles Spaß und du kannst nich dich dazu zwingen dass dir etwas Gefallen schenkt. Aber du kannst ne Balance in dein Leben bringen zwischen MAG ICH und MAG ICH NICHT. dich belohnen / bestrafen. 

Hausarrest, bis die Arbeit erledigt ist.

Das innere Kind ist kein Kind, sonder eher ein innerer Schweinehund. Und Hunde verstehen nur klare, kurze Ansagen: "Hunde, wollt ihr ewig leben?"

Bitte schaue nach den Themen, die vom Fragesteller eingestellt wurden. Dann erkennt man, dass hier eine Traumatisierung vorliegt. Bitte mehr Empathie beim Antworten!
Nun wäre es nett, sich für die unempathische Antwort zu entschuldigen.

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