Wie verhindert man das ständige Unterzuckern in der Nacht bei Diabetes?

10 Antworten

Ich finde es bedauerlich, das Du Dich um die Unterzuckerungen Deines Onkels kümmern musst. Hat er keinen Diabetologen? Dann wird es aber Zeit. Falls der ihm nicht weiterhelfen kann/will, würde ich mir einen neuen suchen.

Wie hier schon vorgeschlagen wurde, würde ein Freestyle Libre oder ein CGM hilfreich sein. Beide zeichnen den Blutzuckerverlauf auf und haben Trendanzeigen, wobei für einen Typ 1 das CGM die bessere Lösung ist, da es auch Alarm gibt, wenn der Blutzuckerspiegel zu stark sinkt oder ansteigt.

http://www.freestylelibre.de/

https://www.nintamed.eu/p/products/dexcomg5?gclid=CjwKEAjw6szOBRCF2sPTjfrJuXASJADDOLEFUAJplr2ZnmIUyOyXA-vdWNGbePWAoejgNQ5Wth7ZJRoCd5vw_wcB

Grundsätzlich könnte es z.B. sein, das seine Basaldosis für die Nacht zu hoch ist. Letzendlich lässt sich sowas aber nicht pauschal begründen. Dazu müsste man die persönliche Situation und alle Faktoren genau kennen und genau dafür sind Diabetologen zuständig.

Alternativ wäre ein Aufenthalt in einer speziellen Diabetesklinik, in der er richtig eingestellt wird, auch eine weitere Möglichkeit. Krankenkassen übernehmen die Kosten, wenn der Diabetologe es für nötig erachtet und den Aufenthalt verschreibt.

http://www.diabetes-klinik-mergentheim.de/

Das Problem ist, dass mein Onkel seinen Diabetes kaum ernst nimmt und trotz Überzucker weiter Burger, Pizza und Süßigkeiten isst. Ich versuche ihm zu helfen und wie ich schon erwähnt habe, ist er kein Fan von Diabetologen. Deswegen fühle ich mich irgendwie verpflichtet ihm zu helfen, weil er sonst keine Hilfe annimmt. Nun muss ich mich nun auch um sein Tagebuch kümmern und muss zudem in die Apotheke um Insulin zu holen.

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@1924eagle123

Hat Dein Onkel einen PC/Notebook? Oder nutzt er ein Smartphone/Tablet? Es gibt ein/e Tagebuch Programm/App, die auch untereinander synchronisieren können.

Ich nutze die auch, weil das händische notieren auch nicht so meint Ding ist, was aber eher am meiner schlecht leserlichen Handschrift liegt.

Ausserdem kann die Software via USB fast alle Blutzuckermessgeräte auslesen, so das man sich, wenn man möchte, auch das eintippen spart.

Hier kannst Du sie Dir anschauen bzw, runterladen: 

http://sidiary.de/diabetes-typ-1-10.asp?activeBanner=2

und hier gibts die App: 

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.sidiary.app

Wenn er Diabetologen ablehnt, wundert es mich nicht, das er dauernd in den Unterzucker gerät. Da fehlt einfache die richtige Einstellung des KE Faktors und der Basalrate.

Er darf übrigens all das essen, was Du da aufzählst, nur muss er dafür auch korrekt spritzen. Wenn er das nicht tut, wird in ein paar Jahren schlimme Folgen haben.

Das dumme am zu hohen Blutzucker ist, das er nicht weh tut. Das Ergebnis eines solchen Verhaltens ist nach ein paar Jahren Dialyse, Nierenversagen, Amputation, Rollstuhl, Erblindung, Herzinfarkt und Schlaganfall. 

Das sind die heftigen Dinge, wenn er nach den ersten Anzeichen einlenkt, bleibt es vielleicht nur bei Nierenschwäche, Polyneuropathie, Verschlechterung des Augenlichts und erektile Dysfunktion.

Das würde ich ihm mal vor Augen führen. Wenn sein Lebensziel erblindet im Rollstuhl zu sitzen ist, kann er natürlich so weiter machen.

http://diabetischer-fuss.behandeln.de/diabetische-neuropathie.html?gclid=CjwKCAjw6szOBRAFEiwAwzixBVOrUdHNcIRTNFc6QNrLWucZ-UwJjrsAIG8vqA0sdkJLRjF7Cr0EOxoChc8QAvD\_BwE

https://www.lilly-diabetes.de/Patient/folgeerkrankungen.aspx?gclid=CjwKCAjw6szOBRAFEiwAwzixBaiRX8WW8xVCqSC0Rei5Y\_ZzqgLrU\_VS9kNTXd1eX3PmFw1f03bFdRoCDoEQAvD\_BwE

Surft er gern im Internet? Das hier ist das beste deutschsprachige Typ 1 Forum im Netz: www.insulinclub.de

Wenn man schreiben möchte, muss man sich natürlich anmelden, aber lesen geht auch ohne Anmeldung. 

Ich würde ihm dringend zur Änderung seines Verhaltens raten, wenn er nicht als Wrack enden möchte. 

Ich kann mich auch gern mal mit ihm direkt unterhalten, wenn er dazu bereit ist.  

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Er sollte sich nochmal bei einem Diabetologen vorstellen, wahrscheinlich muss die Therapie angepasst/optimiert werden. Ich habe schon gelesen, das er nicht gerne zum Diabetologen geht, das ist aber die einzige Möglichkeit, ohne wird es nicht besser sondern nur schlimmer. 

Insulin anpassen!
Basal evtl.

Gegebenfalls, spätstück nichr mitberechnen.

Dein Opa soll sich bitte nochmal bei seinen Diabetologen vorstellen. Der kann ihm das einstellen. Wichtig ist eine korrekte Tagebuch Führung!!
Am besten, du hilfst ihn, sein Tagebuch zu führen, falls er es nicht macht. Denn das ist wichtig, damit der Arzt ihn einstellen kann.
Und, ein Termin beim Diabetologen machen!

Danke, er geht zwar wie unten beschrieben eher ungerne zum Diabetologen und führt auch kein Tagebuch, weil er der Ansicht ist, er müsse das nicht führen. Aber ich werde es für ihn machen, dann muss er sich deshalb keine Gedanken machen!

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Ja, das Tagebuch ist gaaaanz wichtig! Das braucht der Diabetologo um nachzuvollziehen, was er gegessen und dafür gespritzt hat. Motivier ihn das er da hin geht, dann kann er auch wieder besser schlafen. Kann auch mal lebensgefährlich werden...! Und wie gesagt, nicht das Tagebuch vergessen. Das muss sorgfältig sein :) Liebe Grüße!

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