Wie verhielten sich die alten Römer?

3 Antworten

Allgemein kann man sagen, dass die Römer mit besiegten Völkern relativ liberal umgingen. Sofern sie die römischer Oberhoheit akzeptierten, Steuern bezahlten und den Staatskult mit vollzogen, durften sie ihre Kultur, Religion etc. weiterhin ausüben. Gleichzeitig waren die Römer meister darin, das Wissen besiegter Völker zu integrieren und für sich nutzbar zu machen - und die meisten von ihnen profitierten von der römischen Kultur und Zivilisation (Straßenbau, Wasserversorgung, römisches Recht etc.). Allerdings war der Umgang der Römer mit der Bevölkerung auch stark von den eingesetzten Statthaltern und anderen Amtsträgern abhängig. Besonders in der republikanischen Zeit, in der man einen teueren Wahlkampf führen musste, war es absolut üblich, sich diese Ausgaben später in den Provinzen wieder "reinzuholen" - meist zulasten der dortigen Einwohnerschaft.

Das Verhältnis zwischen Rom und den Stämmen im Norden gestaltet sich wie folgt: Die Mehrheit der keltischen Stämme (in deren Kultur es eine deutlich größere Wertschätzung für Dinge wie Handwerk und Kunst gab) wandten sich sehr schnell der römischen Kultur - so sehr, dass die keltische Kultur beinahe komplett verschwand. Die Germanen hingegen, die mehrheitlich eine viel archaischere Kultur pflegten, standen der römischen vielerorts eher ablehnend gegenüber - auch wenn es hier - besonders in den Randgebieten an Rhein und Limes starken Austausch und Überschneidungen gab.

Der Vermischung "germanischer" und römischer Kultur fällt eher in die Spätantike bzw. das frühe Mittelalter: Bis zum Beginn der Völkerwanderung (ca. 400 n.Chr.), als die Grenzen Roms zunehmend stärker bedrängt wurden, wurden zunehmend mehr Germanen in das römische Heer aufgenommen (sie waren auch als Leibwachen der späteren Kaiser beliebt) oder als foederati nahe der Grenzen angesiedelt, wo sie als Gegenleistung für das Siedlungsland die Grenzen Roms verteidigen sollten (z.B. die Franken in Belgica). Nach dem Zusammenbruch (West)Roms beerbten es die Reiche germanischer Völkerwanderungsstämme: Die Franken in Gallien, die Ostgoten in Italien, die Westgoten und Sueben in Spanien und die Vandalen in Nordafrika. Dort vermischten sich die Germanen mit den einheimischen Bevölkerung und gingen schließlich in ihnen auf. Zu Beginn des Mittelalters - erst mit dem Frankreich der Karolinger, später dem Heiligen Römischen Reich deutschter Nation beriefen sich die germanischstämmigen westeuropäischen Reiche immer darauf, Nachfolger des römischen Reiches und dessen, wofür es stand, zu sein - man könnte also von einer späten Annahme der römischen Kultur sprechen.

Abschließend: Ja, die Römer haben sich den besiegten Völkern gegenüber mehrheitlich sehr human verhalten und ihnen einen Großteiler ihrer Religion und Kultur überlassen, wenn sie sich ansonsten fügten. Der Verschmelzung römischer mit "germanischer" Kultur war jedoch ein Prozess, der Jahrhunderte lang gedauert hat und eine Basis für die "abendländische" Kultur darstellt (wenn es sowas überhaupt gibt).

Um es etwas genauer zu formulieren, die Römer hatten sich ein multikulturelles Imperium erobert und waren bemüht, es zusammenzuhalten. Ihre Strategie war, den fremden Völkern in ihrem Herrschaftsbereich zu vermitteln, dass sie nicht "Unterworfene", sondern "Bürger des Imperiums" waren. Man wollte sie in die römische Kultur integrieren. Darum wurden römische Legionäre und Siedler auch ermuntert, einheimische Frauen zu heiraten.

Wollten die einheimischen des heutigen Deutschlands des denn auch?

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@SleipnirFan3

Teils teils, es waren zwar immer noch Besatzer und es gab Konflikte und Aufstände, aber die römische Kultur war fortschrittlich und hat viele interessante Güter und Technologien mitgebracht. Das heutige deutsche Staatsgebiet hat soweit ich weiß auch nie komplett zum antiken römischen Reich gehört.

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Manche haben das vielleicht getan. Die meisten Römer haben sie aber als (Sex)-Sklavinnen gehalten.

In Rom hatte eine Heirat viel mit Machtpolitik zu tun und eine Bajuwarin, die keine Beziehungen zu höchsten Kreisen in Rom hatte, war der Karriere nicht sehr förderlich.

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