Wie verhalten sich Hunde, wenn andere Tiere aus dem Familienverband sterben?

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14 Antworten

Ich denke das hängt vom Bindungsgrad ab und eben auch von den jeweiligen Tieren. 

Mein damaliger Golden Retriever hat unsere Katzendame gesucht, in jedem Raum und da er sie nicht finden konnte, kam er zu mir. 

Vorhergehend hat auch er sie ignoriert, wobei er sonst oft Kontakt zu ihr gesucht hat und die beiden auch spielten auf Hunde-Katzen-Art eben und nach dem TA-Besuch der dann die endgültige Aussage machte das wir das WE abwarten und dann nochmal schauen ob es wirklich das ist was er vermutet, hat er auch keinerlei Spielaufforderungen oder Kontakt zu ihr gesucht.

Ich denke Tiere merken das und da sie nichts daran ändern können ziehen sie sich zurück.  

Vielleicht ist das Verhalten der Katzentochter vorher so eine Art von "Kämpf doch" gewesen?! 

Genau denke ich, kann das wohl nur jemand beurteilen der dazu die Tiere in freier Wildbahn beobachtet hat. 

So wie ich mal ich glaube in einem Buch von Eli Radinger gelesen habe über Wölfe, werden auch dort Wölfe die na todgeweiht sind auch alleine gelassen, nicht zurückgelassen sondern eben alleine gelassen. 

Es tut mir unendlich leid für Dich und Deine Katzendame, ich wünsche Dir extrem viel Kraft und drückende Grüße von mir für Dich. 

Heute Nacht hat sich meine alte Katzendame auf die Reise gemacht...

Meinen Hund fand ich heute morgen neben ihr liegend vor, er hat die Totenwache gehalten und verließ sie erst, als ich dazu kam...

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Hallo Beutelkind, 

Ich denke, dass dein Hund und ggf. auch deine Zweitkatze es spüren, dass es wohl zu Ende geht. 

Bedenke, manche Hunde reagieren auf Markerhormone (siehe Diabetes- oder Epilepsiehunde) und viell. ist es eben seine Art, sich so zu verabschieden. dein Hund, ja ich würde sagen alle Hunde sehen und spüren wesentlich schneller, als der Mensch das je könnte. 

Und dann ist's auch so, dass deine Tiere nicht erst seit gestern zusammen sind. Es ist ein Rudel, da kennt jeder jeden in und auswendig. Von daher "unterstelle" ich einfach mal, dass deine Tiere mehr über den Patienten wissen und entsprechen ihrem Temperament darauf reagieren und damit umgehen. 

Ist nicht schön, entspricht aber leider der Natur. Von Hunden weiß man, dass sie Schmerzen, Leiden oder körperliche Gebrechen so gut es zu vertuschen versuchen, um nicht aus dem Rudel ausgeschlossen zu werden. Das wiederum ist beim Einzelgänger Katze hinfällig. sie verkriecht sich und wie oft sind Katzen zum ableben schon abgehauen und nicht mehr heimgekehrt? 

Unser alter Hund zog sich ebenfalls zurück, der tatsächlich ein freundschaftliches Verhältnis zur ehem. Hofkatze hatte (außer es ging um Futter ;-)), beide haben in einem Körbchen geschlafen und der Hund genoss es, wenn die Katze am alten Kreuz zu treteln anfing. Dafür wurde die Katze regelmäßig sauber gemacht, als sie älter wurde und selbst nicht mehr so konnte. 

egal, wie es ausgeht, ich halte dir die Daumen. 

Hallo,

das klingt nicht schön bei dir. Fühl dich gedrückt :-(

Meine Katzen hat es nicht besonders interessiert als es mit unserem alten Herrn zu Ende ging, mein Großer war recht "bedröppelt" und hat viel in der Nähe vom Alten gelegen. Als meine Großmutter verstorben ist haben sich die KAtzen versteckt und mein Hund ist zum ersten (und einzigen Mal) in ihr Pflegebett gekrabbelt und hat sich ganz dicht an sie ran gelegt. Ob er gemerkt hat, dass sie stirbt oder ob er gemerkt hat, dass die ganze Familie sehr unglücklich ist vermag ich nicht zu sagen.

Auch wenn der Halter trauert verhalten sich Hunde und Katzen arg unterschiedlich. Unser Familienopi hat sich immer verdrückt wenn es jemandem schlecht ging und war sehr zurückgezogen, mein Großer kommt an sucht Körperkontakt und klebt regelrecht an einem.

Wünsche dir und deinen Vierbeinern viel Kraft!

Liebe Grüße

Isildur und die beiden Monster

Das tut mir zunächst mal sehr leid für dich - ich denke, ich kann deine Gefühle gut nachempfinden...

Tiere sind viel weiser als Menschen, noch reiner und ursprünglicher in ihrem Wissen und ihrem Bewusstsein - sie erahnen viel mehr, als wir das tun, weil sie intensiver leben als wir...

Tiere spüren intuitiv oder auch instinktiv, wenn sich ein Weggefährte auf den Weg macht - sie gehen jedoch unterschiedlich damit um, auch mit der Trauer "danach"...

Auch Tiere haben unterschiedliche Charaktere und Wesenszüge - da gibt es ebenso wie bei uns Menschen kleine Hasenfüße oder Angsthasen, forsche Kämpfernaturen, Zauderer, Forscher und Entdecker, übermütige und quirlige Naturen sowie sanfte Schmuser mit einer Engelsgeduld und unendlicher Güte in den weisen Augen...

Wichtig finde ich, nachdem ein Tier über die Regenbogenbrücke gegangen ist, auch den zurückgebliebenen Tieren die Möglichkeit des Abschiednehmens zu lassen - möglichst über mehrere Stunden...

So können sie akzeptieren und begreifen, dass ihr Gefährte gegangen ist und suchen nicht tagelang an allen möglichen Orten nach ihm...

Beim Trauern können Bachblüten sehr segensreich wirken - bei Mensch und Tier... Übrigens können sie auch dem sterbenden Tier den Übergang sehr erleichtern...

Ich möchte dir zum Schluss ein wunderbares und tröstliches Buch ans Herz legen:

"Auch die Tiere haben Seelen - über die Unsterblichkeit unserer Haustiere" von Monica DÀmbrosio und Stefano Apuzzo. Es zeigt in unvergleichlicher Weise, wohin unsere Lieblinge gehen, dass sie nie aus unserem Leben sind und dass sie auf uns warten - auch wir, die wir zurückbleiben, bleiben auf immer mit ihnen verbunden...

Ebenso wird anhand vieler wahrer Geschichten gezeigt, wie die Tier-Gefährten mit ihrer Trauer umgehen.

Ich wünsche deiner Katze ein friedliches und sanftes Hinübergehen in deiner Liebe und Fürsorge - wenn ihre Zeit gekommen ist - und dir und deinen beiden andern Tieren viel Trost und Kraft... Alles Gute für euch.

Als unser Rüde plötzlich verstarb, konnte man unserer Hündin ihre Trauer direkt ansehen. Das dauerte gut 1/2 Jahr, bevor sie wieder ihre alte Lebensfreude gefunden hatte.

meine Terrierhündin zum Beispiel hat meinen verstorbenen Aussie meist ignoriert, sie hatte so gut wie kein Interesse an ihm. So dachte ich beim Einschläfern bei uns Zuhause, das sie ihn nach seinem Tod ebenfalls ignorieren würde. Aber weit gefehlt, kaum war mein Tierarzt weg, legte sie sich ganz dicht an seinen Kopf und blieb dort eine Zeitlang liegen. Aber großartig vermisst hat sie ihn dann nicht . 

2 Huskys aus meinem Auslaufservice, eine Hündin und ein Rüde waren ein unzertrennliches Paar seit 13 Jahren, der Rüde unheimlich fixiert auf seine Kleine. Als sie eingeschläfert wurde und ich zufällig kurz nach dem Tod dort eintraf, war der Rüde völlig verstört. Er hat sich total geweigert, auch nur in Sichtnähe zu der Hündin zu gehen. Er war sichtlich "erleichtert", das ich ihn nahm und erst einmal eine lange Tour mit ihm gemacht habe. Aber in der nachfolgenden Zeit hat er extrem gelitten. Mir trieb es jedes mal wenn ich ihn ausführen musste die Tränen in die Augen, wie er  optisch und psychisch verfiel. Richtig leidende und fast schon tote Augen, das Fell viel aus , gefressen hat er so gut wie gar nicht und auch Kontakt zu seinen Besitzern verweigerte er. Nach ca einem Monat aber hat er sich ganz langsam wieder auf das Leben eingelassen. so eine Trauer bei einem Hund habe ich jedenfalls noch nie gesehen. 

So einen Rüden habe ich auch mal kennengelernt. Allerdings war das eine Scheidungsweise, Herrchen und Frauchen trennten sich und der Rüde kam zu einem neuen Halter, der bereits eine Hündin hatte. Der besagte Rüde brauchte fast ein Jahr, bis er zu seiner alten Lebendigkeit zurückfinden konnte.

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Hallo Beutelkind,

liest sich leider nicht schön. Hunde reagieren in dem sie unruhig werden, angespannt reagieren und sogar heulen, wenn ein Rudelmitglied verstirbt. Sie bleiben und umsorgen ihre Mitglieder bis zum bitteren Ende. Jedoch nehmen sie Abstand, wenn es nicht mehr geht. Sie bleiben in einem gewissen Abstand, bis zum letzten. Dann kommt das heulende Jaulen.

So haben sich unsere immer voneinander verabschiedet.

Alles gute für euch und denk an die schöne Zeit die ihr miteinander verbracht habt. 

Tut mir aufrichtig leid für euch. Gruß Uwe

Danke Dir uwe4830!

Der Meinige bleibt nach wie vor auf Abstand...
Inzwischen hat er auch noch Dünnpfiff bekommen...^^

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Hallo Beutelkind,

ich kenne zwar sowas nicht,da ich immer nur einen Hund halte, möchte Dir aber trotzdem sagen, dass es mir sehr leid für Euch tut und Euch viel Kraft wünschen.

Liebe Grüße Susanne 

Lieben Dank SusanneV!!

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Hallo liebes Beutelkind,

ich kann dir leider nicht sagen, wie sich Hunde verhalten, da ich nur mit Katzen und Pferden zu tun habe..

Aber Anfang des Jahres, als die Entscheidung zum Einschläfern meines Pferdchens gefallen war, hat sich mein Katerchen auch verändert. Er hat sich stundenlang mit zum Hottie gesetzt und es beobachtet, aber immer Abstand gehalten, obwohl er sonst immer das Schnütchen angestupst hat oder ne Runde auf dem Rücken geschmust hat....

Die Beiden haben sogar manchmal zusammen Mittagsschläfchen gehalten und sobald eine Runde spaziergehen angesagt war, war mein Katerchen auch dabei, eigentlich unzertrennlich die Beiden...

Erst als mein Schneckchen friedlich eingeschlafen war, ist er wieder zu ihr gegangen und hat sich direkt neben ihre Kopf gesetzt, sich an sie geschmiegt und den ganzen Abend neben ihr verbracht, so als ob sicher gehen wollte, dass sie gut im Himmel ankommt.

Ich glaube, dass Tiere viel mehr spüren oder erahnen können als wir Menschen und auch die Trauer unterschiedlich verarbeiten.

Ich wünsche dir und deinen Fellnasen alles Gute!

Fühl dich ganz doll gedrückt!

Lg kruemel


Ach kruemel84...! Danke Dir!!

Gestern habe ich schon so eine ähnlich traurig-schöne Antwort zu einem Pferdetod von Schmiddybiddy erhalten...!

...Es ist so scheißeschwer!
Wie ist es Dir gelungen, diese Entscheidung zu fällen?
Ich habe so viele Antworten in meiner anderen Frage zu dem Thema bekommen, so viele schreiben "das Tier wird es Dir sagen"!

Aber die alte Dame sendet widersrüchliche Signale...^^

Heute sagte der Tierarzt auch: "Zuwarten. Die Katze wird es ihnen sagen! Sie werden es dann wissen!"

Und ich weiß es nicht...^^

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@Beutelkind

Du wirst es erkennen, wenn es soweit ist, sie wird es dir leise zuflüstern....

Ich habe mir auch schon lange vorher den Kopf darüber zerbrochen, da wir ziemlich viele Tiefs zusammen durchgemacht haben und sie auch nicht mehr die Jüngste war, das macht einen fertig :-(

Im vorletzten Frühjahr hatten wir so ein Tief, wo mein Tierarzt das Thema schon mal angesprochen hatten, aber meine Kleine hat gekämpft, wo ich schon fast aufgegeben hatte und sie hat sich aufgerappelt.

Und jetzt im Frühjahr nach einem schweren Rückfall hat sie sich verändert, sie war noch anhänglicher, verschmuster als sonst...

Ich kann es nicht beschreiben, mir fehlen dafür die Worte, es ist schon schwer genug darüber zu schreiben, ich hab schon wieder Tränen in Augen :-(

Mein Tierarzt und eine sehr gute Freundin haben mir gesagt, ich soll SIE fragen und sie wird mir die Entscheidung abnehmen...

Das mag ziemlich bescheuert klingen, aber sie hat mir die Entscheidung wirklich abgenommen. Ich hab sie gefragt und nicht nur einmal, die Antwort war immer dieselbe :-(

Es ist verdammt schwer, nach so langer Zeit einen Wegbegleiter gehen zulassen, aber ich weiss, dass ich sie irgendwann wiedertreffen werde...

Frag deine Katzedame und sie wird gewiss antworten, du wirst es erkennen!

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Ich habe es bei tieren noch nicht miterlebt aber bei einem Menschen, da wollte der Hund einfach nicht mehr hin. Sie ist nach gutem Zureden noch hingegangen und hat sich kraulen lassen aber dabei hat sie sich nicht so recht wohlgefühlt. Tatsächlich ist Oma in der Nacht verstorben - aber sie hatte sich so gefreut das der Hund doch nochmal zu ihr gekommen ist, sie wollte sich doch verabschieden :(

Hallo... erstmal > KOPF HOCH ;) & geniesse die (evtl.) letzten Tage...

Mein Kater (16 J. alt, als Baby mit der Flasche aufgezogen) ging vor etwa 2 Wochen über die Regenbogenbrücke :(

Daher weiß ich genau, wie du dich eben fühlst... 

Unsere Hündin, die sonst immer nach ihm gekuckt hat und ihn zum Spielen aufforderte, meist jedoch vom alten Herrn abgewiesen wurde.... hielt sich auch in seinen letzten beiden Tagen im Hintergrund und kam nur selten nach uns schauen.... 

Als das Katerchen dann aber von uns gegangen war, hat sie ihn immer wieder angestupst und wollte ihn wohl wecken.... sie hat absolut geschnallt was mit ihm war... oder eben nicht mehr war...


nochmal KOPF HOCH... wird ne harte Zeit, aber ihr werdet euch irgendwann wiedersehen !

Ich hänge mal´n Bild an... schöner Text bez. Regenbogenbrücke.... 

Regenbogenbruecke - (Tiere, Hund, Katze)

Also erstmal ist es schon komisch, dass noch in den 90er Jahren ernsthaft im Fernsehen diskutiert wurde, ob Tiere überhaupt Gefühle haben...!

Ich habe mal eine Sendung gesehen, wo Wölfe ihr rangniedrigstes Tier verloren haben. Sie hatten kein gutes Verhältnis zu dem Tier und haben es oft fies behandelt, auch wenn es überhaupt nichts gemacht hat.

Als nun das Tier starb, haben die Wölfe drei Tage nichts gefressen und mehrere Nächte durch geheult. Dann haben sie ihre normale Routine wieder auf genommen. Fand ich damals sehr beeindruckend. 

Ja und auch Elefanten sind ja bekannt dafür, wie sie mit sterbenden Mitgliedern der Herde umgehen und auch dafür, wie sie um verstorbene Gefährten trauern...

Wer mir erzählen will, Tiere hätten weder Gefühle noch eine Seele, der ruft in einen echolosen Eimer - der hat keine Ahnung ! ;)

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Das kann sein, er trauert und zieht sich zurück. Bestimmt sind die beiden zusammen aufgewachsen. Nun spürt er, dass sie stirbt und zieht sich zum trauern zurück. Zwar sind Hunde Rudel Tiere aber auch da ziehen sie sich vom Rudel zurück, wenn sie merken dass die Zeit gekommen ist zu gehen.

Zusammen aufgewachsen sind sie nicht, der Hund kam vor sechs Jahren dazu.

Danke für Deine Antwort. Dann ist es jetzt wohl tatsächlich Zeit für meine alte Dame...

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@Beutelkind

nutze die restliche Zeit bis zum Unvermeidbaren mit deiner Kleinen und alles Gute für euch 2 und 4 Beiner. 

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@Beutelkind

Ja ich dachte mir schon dass die Katze zuerst da war. Aber der Hund kam als Welpe dazu? Und ist sozusagen mit der Katze groß geworden?

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@Timo22

Ja, der wurde als Welpe von der alten Dame mit Tatzenschlag auf die Nase begrüßt...

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@Beutelkind

Dann ist es verständlich, wenn jetzt ein Rudel/ Familienmitglied stirbt, dass er trauert. 

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@Timo22

Mein Beileid, ich habe selbst 2 Hunde und weiß wie sehr es einem am Herz liegt, wenn es einem Tier schlecht geht. Viel Kraft für euch

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Liebes Beutelkind,

sterbende Tiere verlassen die Gemeinschaft bzw. die Gemeinschaft wendet sich von ihnen ab.

Ich weiß von einer befreundeten Husky-Züchterin, dass ein sterbender Hund im Rudel sich selbst zurückzieht von den anderen und diese ihn nicht gerade fein behandeln. 

Bei den Indianern verließ ein Sterbender die Gemeinschaft, und begab sich in die Wildnis, um in die ewigen Jagdgründe einzugehen/zu sterben - alleine.

Ich möchte dir von Herzen mein Mitgefühl ausdrücken - es ist immer ganz schlimm, wenn ein geliebtes Wesen gehen muss. Aber eines Tages hinter dem Regenbogen sehen wir sie alle wieder ... und das finde ich sehr tröstlich - ich drücke dich virtuell ganz mitfühlend - Spassbremse


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