Wie verhalten sich eure Hunde bei einer Wildsichtung?

15 Antworten

Unser ( jetziger ) Hund, Chow Chow, 7 Jahre, braucht Wild nicht einmal sichten. Es reicht, dass er es riecht. Bei Wildschweinen ist er extrem vorsichtig, und warnt uns sogar ( wenn wir im Harz unterwegs sind ), Rehe z.B. aber, die kürzlich vorbei gekommen sind ( das kann sogar ich als Mensch riechen ), verwandeln in ein ein "Monster" = dann wäre er WEG, wäre er nicht angeleint !

Katzen, die er sieht = LOS ! Es sei denn, sie sind hinter einem Zaun. Dann beachtet er sie kaum ( er ist ja nicht doof ) ;-)

Andere Hunde von mir waren ganz anders. Die gingen bei "Wildsichtung" bei Fuß, oder in einer Reihe hinter mir ( war ein ganzes Rudel aus Shih Tzus, Lhasa Apsos und zwei Maltesermixe ). Meine Doggen früher haben auch nur aufgeschaut, neugierig, blieben aber an meiner Seite. Meine Spitze ( Wolfspitz und mehrere Zwerge ) interessierte Wild nicht die Bohne. Mein Tosa "sah" Wild gar nicht...

Nur eine Hündin hatte ich ( Mischling aus Spitz, Schnauzer und Dt. Drahthaar ), die war sogar so schnell, dass sie mal ein Kaninchen erwischte. Das Kaninchen schrie aber so entsetzlich ( wusste ich gar nicht, dass die das können ), dass sie es verdutzt wieder losließ ;-)

Kommt also auf den Hund an. Unseren Chow Chow Rüden können wir jedenfalls im Wald nicht mehr ( seit er ca. 3 ist ) ohne Leine laufen lassen. Auch, wenn manche meinen, die Rasse sei eher "träge", ER jedenfalls ist SO schnell, dass wir keine Chance mehr hätten, ihn irgendwie aufzuhalten. Das ist nur ein mal passiert ( vor vielen Jahren ), da ist er plötzlich los, quer durch ein Moor... Und ihn hat wahrscheinlich nur die Tatsache aufgehalten, dass er selbst kaum voran kam in dem Morast.... Seit dem: 8-Meter Leine = sicher ist sicher !

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich hatte eine gut erzogene Hündin, die ich jederzeit abrufen konnte - außer, die Dogge meiner Freundin war dabei. Diese war ebenfalls gut erzogen und jederzeit abrufbar - zusammen waren die beiden aber völlig taub, sobald Wild in die Nähe kam. Beim ersten Mal waren wir sehr erschrocken und hatten Angst um die Rehe, denen sie nachliefen. Doch mussten wir feststellen, dass sie ihnen tatsächlich nur hinterherliefen, obwohl sie sie hätten durchaus erwischen können. Sie überholten das Rudel in weitem Bogen, stellten sich den Rehen in den Weg und als das Rudel anhielt, drehten sich die Hunde um und kamen zurück, als sei nichts geschehen. Seit dieser Zeit leinten wir die beiden Dummköpfe dann aber immer rechtzeitig an, wenn Wild in Sicht kam :D

Ja mein Golden lässt Wild in Ruhe kommt es ihm trotzdem mal in den Sinn einem rennenden Reh zu folgen reicht ein Pfiff dreht er auf dem Absatz um und kommt zu mir.

Dann spielen wir ausgiebig miteinander.

Mein letzter Golden hat mir immer mal wieder aus dem Nest gefallene Eichhörnchen etc. gebracht und ist davon ausgegangen, dass ich dann schon weiss was zu tun ist.

Ist schon erstaunlich wie viele hilflose Lebewesen herumliegen an denen man ohne Hund unbemerkt vorbei gehen würde.

Einmal hat sich mitten im klatschnassen November früh am Morgen ein Babykätzchen gebracht bzw. es suchte am Gartentor Unterschlupf und jammerte.

Unser Golden brachte es ins Wohnzimmer und führte es direkt zu meinem Mann im oberen Stockwerk ins Badezimmer, dann brachte er es zu mir in die Küche, parkte es vor seiner Futterschüssel und frassen gemeinsam bis die Kleine satt war. Dann gingen sie zusammen ins Hundebett, die Süsse wurde geputzt, dann wurde ausgiebig gekuschelt und geschlafen.

Das war so ein herrliches Schauspiel.

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