wie verhalten sich die ärzte wenn jemand unheilbar krank ist?werden trotzdem therapien

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14 Antworten

Sie verhalten sich ihrem Eid entsprechend.

Dieser ist entgegen der landläufigen Meinung nicht darauf ausgerichtet, Menschen gesund zu machen, im hyppokratischen Eid verpflichtet man sich "nur" alles dafür zu tun, dass ein Mensch nicht stirbt, zur Not auch mit unnötigen Therapie, oder Medikamentenversuchen.

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Kommentar von stahlhart
17.12.2011, 11:11

Ja du hast recht,das habe ich selber erlebt mit meinem totkranken papa,es war ganz schlimm.ich musste mich immer schützend vor meinem papa stellen.er wollte nicht mehr therapiert werden,er wollte nur noch schmerzen gelindert haben,das konnten die ärzte nicht akzeptieren obwohl eine patientenverfügung da war.da muss unbedingt ein umdenken erfolgen.ich habe schon gedacht ob ich nicht eine selbsthilfegruppe gründe,für verwandte die hilfe brauchen .Woher weisst du das?hast du das auch so erlebt?Gruss

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Naja - wie bringt man einem Menschen bei, dass seine Lebensspanne zu Ende geht. Einem guten Freund von mir, der mittlerweile an einem Gehirntumor verstorben ist, haben sie die Prognose relativ schnell mitgeteilt, zwar mit vorsichtigen Worten, Letztenendlich blieb der Schock, "Sie werden höchstwahrscheinlich kein Jahr mehr zu Leben haben". Sie haben zwar dann doch eine Therapie versucht, die nichts brachte, danach nur palliative Maßnahmen um Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Hart war es für ihn trotzdem.

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Das kommt darauf an was für eine Krankheit es ist. Es gibt ja auch unheilbare Krankheiten die ohne eine Therapie viel früher tötlich sind. Natürlich wird dem Patienten gesagt wie es aussieht. Aber was soll der Arzt denn sagen:"sie haben die krankheit xy und werden in x Tagen/Jahren/Monaten sterben? Natürlich sagt der das nicht direkt sondern vorsichtig.

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Aerzte wissen, dass es Patienten gibt, die ganz klar hoeren wollen "du hast noch 3 Monate" und solche, die ein solche Nachricht total zerstoeren wuerde. sie versuchen sorgfaeltig abzuwaegen, welche art solcher aussage fuer den entsprechenden Patienten am hilfreichsten ist. Manche wollen wissen, genu wie lange sie noch haben, denn sie moechten alles regeln, und vielleicht noch das eine oder andere unternehmen, ohne das sie ihr lebennicht abschliessen wollen oder koennen, und andere moechten hoffnung behalten. Ich denke, Aerzte entwickeln da einen spuersinn fuer das, was sie sagen. und es kommt ja auch vor, dass jemand zu hoeren bekommt "in drei Monaten war's das dann" und er lebt noch Jahre danach,alles schon vorgekommen. Ich persoenlich denke, solche zeitrahmen sollten Aerzte nicht ohne direkte Frage ("wie lange habe ich noch, Doktor, ehrliche Antwort") geben.

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Kommentar von PeterTheodor
16.12.2011, 13:10

Das ist eine gute Antwort. Aber der Arzt kann ihn nicht gehen lassen wenn der Patient schon den Eindruck hat, der redet um den Brei herum. Da muss nachgefragt werden auch wenn die Frage "wie viel Zeit bleibt noch" nicht beantwortet werden kann oder will. Aber mehr Abklärung muss sein.

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Die sagen dem Patienten die aktuelle Situation und meistens auch den Angehörigen. Dann wird bis zum Lebensende versucht die Schmerzen zu lindern. War zumindestens bei meiner Mutter so.

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Auch wenn jemand unheilbar krank ist, kann man trotzdem versuchen mit verschiedenen Therapien die verbleibende Lebensqualität möglichst hoch zu halten.

Wie einzelne Ärzte und Patienten sowie Angehörige mit der Diagnose "unheilbar krank" umgehen, kann recht unterschiedlich sein. Das sind alles Menschen. Und Menschen gehen mit soetwas recht unterschiedlich um. Auf jeden Fall kann ein Arzt diese Diagnose nicht einfach verschweigen. Er muss sie dem Patienten mitteilen, oder zumindest nahestehenden Angehörigen, wenn er meint, dass der Patient die Nachricht nicht verkraften würde.

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ich kann dir den Film Halt auf freier Strecke empfehlen. Ärzte dürfen die Patienten nicht anlügen. Sie sagen einem aber auch nie direkt :"Du hast jetzt nur noch 6 Monate zu leben". Sondern erklären einem ausführlich wie es steht , sie machen keine Zukunftsprognosen, weil eine Statistik nichts über den individuellen Krankheitsverlauf sagt. Letzendlich muss man sich vieles selbst zusammenreimen.

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sicher müssen Ärzte alles versuchen um den Patienten zu helfen, aber wenn jemand unheilbar krank ist und das auch vom Arzt gesagt bekommt , werden irgendwann keine Therapien mehr gemacht, sondern nur was gegen die Schmerzen gegeben, um ihm das Leben noch einigermaßen lebenswert zu gestallten...

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kommt auf die seelische Verfassung des Patienten an denke ich und wenn das nicht so gut ist wird auch nicht immer die Wahrheit gesagt um den weiteren Therapieverlauf nicht zu gefährden.

Wie aussichtslos manche Erkrankungen auch sind man verkauft immer Hoffnung, denn diese stirbt bekanntlich auch zuletzt.

Oder eben nach diesem Motto: " Der Glaube versetzt auch bekanntlich Berge."

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Da Ärtzte auch nur Menschen sind, ist es für sie auch sehr schwer, dem Kranken die Wahrheit zu sagen. Oder hättest du Lust, daß dir der Arzt die Diagnose einfach so vor den Latz knallt? Mir ist das passiert und das war sicher nicht witzig, weil ich nicht wußte, ob ich wirklich diese unheilbare Krankheit habe oder nicht.

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Versuch Dir doch einmal Vorzustellen, es hat jemand Unheilbaren Krebs und Jetzt kommt ein Arzt und sagt, sie sterben, da liegt Meier, Müller und Lehmann die haben es auch nicht geschafft. Wird dem Todkranken durch so eine "Wahrheitsmäßige" Aussage, nicht die letzte Hoffnung genommen?

Wenn der Arzt aber nun sagt, da läuft Schmid, Neumann und Rumpelstilzchen, die haben den Krebs besiegt, bleibt da der Strohalm nicht erhalten?

Wenn es passiert, geschieht es so und so, weg ist weg. Aber vielleicht hat man dem Kranken noch dadurch zwei-drei Monate Geschenkt, weiß man es? Eines steht für mich fest, wenn der Mensch Tag und Nacht an sein baldiges Ende denken muss, wäre das in jedem Fall, einer eventuellen Heilung NICHT förderlich.

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Kommentar von Astroprofiler
20.12.2011, 03:20

Aber vielleicht hat man dem Kranken noch dadurch zwei-drei Monate Geschenkt, weiß man es?

Dem Kranken, oder vielmehr den Hinterbliebenen?????

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So und so! Es gibt Ärzte, die knallen den Patienten auf tacktloseste Art und Weise die Wahrheit vor den Bug ( habe genug Suizide danach erlebt im Klinikum!), andere widerum sagen nur andeutungsweise die Wahrheit! Wenn der Patient aber nachfragt und es wissen will, dann steht ihm auch das Wissen über die eigene Diagnose zu! Grüße!

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"stahlhart" ich kann Dir in so einem Fall nur empfehlen Deinem Namen gerecht zu werden und mit Nachdruck nachzufragen. Nachhaken bis der Doc Dir sagt was Du wissen willst. Wenn es nicht anders geht, gehe zu einem zweiten Arzt und hole Dir ein 2. Gutachten. Auch da energisch auftreten. Allerdings sollte das Auftreten so aussehen, dass Die Ärzte auch den Eindruck haben, Du verarbeitest auch das was Dir gesagt wird. Stahlhart, nicht locker lassen. Du hast ein Recht auf eine klare unverfälschte Antwort. Alles Gute wünsche ich Dir.

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die sagen das schon schonungslos - und machen therapien

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