Wie verhalteich mich bei einem Gicht-anfall?

3 Antworten

...habe ich nun zum ersten Male durchgemacht...grausam....kalte wickel mit magerquark und tabletten, Diclo50 linderten schmerz...gelenk war sehr stark gerötet und angeschwollen..

hoffe nun bald wieder normal gehe´n zu können.

Behandlung des akuten Gichtanfalls

Grundsätzlich gilt bei der Behandlung des akuten Gichtanfalls das Prinzip, mit der medikamentösen Therapie rasch und in anfangs hoher Dosierung zu beginnen. In der Regel helfen cortisonfreie Entzündungshemmer. In einigen Fällen kommt man besser mit dem klassischen Mittel der Gichtbehandlung zurecht, dem Colchicin. Nur selten benötigt man Cortison.

Die klassische Therapie der Gicht ist die Gabe von Colchicin. Es wirkt weitgehend spezifisch auf die akute Entzündung bei Gicht und führt in der großen Mehrzahl der Fälle (60 bis 95%) rasch innerhalb von vier bis acht Stunden zu einer deutlichen Besserung und zu einem völligen Abklingen der Symptome in 24 bis 48 Stunden.

In den ersten vier Stunden des Gichtanfalls erfolgen stündliche orale Dosen von 1 mg, später von 0,5 mg pro Stunde oder 1 mg alle 2 Stunden. Diese Therapie erfolgt in der Anfangsphase solange, bis die Symptome verschwinden, Nebenwirkun­gen wie Schwindel, Erbrechen oder Diarrhoe auftreten oder die tägliche Maximal­dosis von 12 bis 16 Tabletten (6 bis 8 mg) erreicht wurde. Bei den meisten Patienten treten die ersten Nebenwirkungen vor dem Abklingen der Arthritis auf, die sich dann aber in der Regel bald zurückbildet. In den nächsten 2 bis 3 Tagen wird die Colchicingabe in ausschleichender Dosierung fortgesetzt. Bei unzureichendem Ansprechen oder dem erneuten Auftreten von Symptomen ("Rezidiven") darf die hohe Anfangsdosis innerhalb von 3 Tagen nicht wiederholt werden! Halbiert werden muß die Dosis bei Patienten mit Nierenfunktionseinschränkung und Lebererkrankungen. Bei hochgradigen Einschränkungen der Nieren- oder Leberfunktion sollte nach Möglichkeit auf Colchicin verzichtet werden.

Das rasche therapeutische Ansprechen auf Colchicin ist typisch für die Gicht und kann als Diagnosekriterium herangezogen werden ("Colchicintest"). Der Behandlungserfolg tritt dabei umso eher ein, je früher mit der Therapie begonnen wird.

Wegen der fast obligaten und unangenehmen Nebenwirkungen des Colchicins ist dieses Medikament jedoch weitgehend zugunsten der cortisonfreien Entzündungshemmer verlassen worden. Sie wirken üblicherweise genauso gut bei einer erheblich besseren Verträglichkeit.

Die Therapie beginnt ebenfalls mit einer hohen Anfangsdosis (z.B. 100 mg Indometacin oder vergleichbare Substanzen), die nach 4 bis 6 Stunden wiederholt wird. Bei Bedarf wird eine dritte Dosis von 100 mg nach weiteren 6 bis 8 Stunden verabreicht. Anschließend reichen in der Regel Erhaltungsdosen von 3 mal 50 mg bis 2 mal 25 mg Indometacin pro Tag, die noch etwa über eine Woche fortgesetzt werden.

Als Alternative stehen mit den COX-2-Hemmern auch besser verträgliche Präparate zur Verfügung, z.B. Rofecoxib (z.B. Vioxx ist aber im September 2004 vom Markt genomen worden.).

Bei schweren Anfällen können Colchicin und cortisonfreie Entzündungshemmer kombiniert werden.

Cortison ist in der Regel nicht erforderlich. Eine Cortisonspritze direkt ins Gelenk ("intraartikuläre Injektion") kann aber in hartnäckigen Fällen nützlich sein und den Anfall beenden. Eine Cortisontherapie mit Tabletten ist nur bei ganz schweren Gichtanfällen notwendig. Die empfohlene Dosis beträgt 30 bis 50 mg Prednisolonäquivalente (z.B. Decortin) über zwei Tage. Anschließend kann sofort auf cortisonfreie Entzündungshemmer übergegangen werden.

Die medikamentöse Therapie wird durch Allgemeinmaßnahmen und physikalische Maßnahmen unterstützt. Diese umfassen die Ruhigstellung des betroffenen Gelenks, gegebenenfalls Bettruhe, dabei Entlastung des Auflagedruckes der Bettdecke durch einen Bogen oder vergleichbare Hilfsmittel (zu Hause z.B. Bau eines "Tunnels" mithilfe von Stuhlkissen oder Polsterauflagen von Gartenmöbeln). Diätetisch empfiehlt sich eine leichte, vorzugsweise fleischfreie ("lactovegetabile") Kost. Außerdem sollte der Gichtkranke zur Steigerung der Harnsäureausscheidung über die Nieren im Anfall reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen. Das entzündete Gelenk wird gekühlt, um die Schmerzen zu lindern und auch die medikamentöse Behandlung der Entzündung zu unterstützen.

Quelle:http://www.rheuma-online.de/a-z/g/gicht.html

Nur spezielles Medikament (Colchizin) hilft ausreichend, alles andere so la la.

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