Wie verhalen beim ersten Treffen mit demezkranken?

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3 Antworten

Beachte alle dir bekannten Höflichkeitsregeln, auch wenn der Erkrankte vielleicht unfreundlich, unhöflich oder gar beleidigend ist. Mehr brauchst du nicht machen. Demenzkranke sind leicht kränkbar, darum freundlich distanziert bleiben. Bleib auch respektvoll, wenn der Alte sich daneben benimmt (kein Besteck benutzt oder pupst).

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Versuch möglich normal mit ihm umzugehen. Wichtig ist ihn nicht zu verbessernund sich nicht über ihn lustig zu machen. Wenn er zum Beispiel sagt, morgen fahr ich nach Amerika, dann unterhalte dich so mit ihm, als ob es stimmt. Und wenn er Sachen ein paarmal fragt, sei geduldig.

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Ich arbeite seit 5 Jahren mit demenzerkrankten Menschen zusammen. Bei einem Treffen ist validieren bzw. in die die Welt des Bezroffenen einsteigen völlig richtig. Ich betreue seit 3 Jahren eine ältere Dame die Demenz hatte. Damals: - völlige Orientierungslosigkeit - Abwesenheit - Verwirrtheit - Angespanntheit - Kurzzeitgedächnis sehr eingeschränkt Heute: Haben diese Punkte rapide abgenommen und eine Besserung ist in Aussicht, mit 86 Jahren. Depressionen, Schicksalsschläge, Burnouts, Unfälle mit langem Krankenhausaufenthalt - alle Geschehnisse die einem Psychisch zusetzen, machen einen Kognitiv sensibel. Wenn sich dann Unsicherheit, wie oft durch Angst vor Demenz ausbreitet, schwindet die Selbstständigkeit und Selbstsicherheit. Verstärkt wird die Demenz wenn das Umfeld meint überall helfen zu müssen damit der gemeinte ja nicht angespannt oder irgendwie gereizt sein wird. Beginnt das Umfeld dann auch noch dem Verwirrten in jeder Hinsicht zuzustimmen, lernt er quasi unnormal zu sein, denn in dem Zustand ist man ausgeliefert. Nicht mehr selbst denken führt dann schlussendlich zur sogenannten Apoptose (Zelltod) bei dem Gehirnzellen vom Körper selbst aktiv zerstört werden, weil sie nicht benutzt werden und sonst sehr viel Energie verbrauchen. Ich brenne für dieses Thema und auch wenn das größtenteils nicht die Antwort auf deine Frage war, wollte ich das gerne erwähnen. Die Gesellschaft muss endlich kapieren, dass man kennt man die Ursachen und Behandlungsmöochkeiten ,gegen Demenz viel tun kann.

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