Wie verhält sich jemand der das Leben schätzt?

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8 Antworten

Wenn jemand sein Leben wirklich liebt & dankbar ist, merke ich persönlich das sehr schnell an dem "Charisma", das er ausstrahlt, mit dem er sein Umfeld empfängt.. einfach seine menschliche Art, wie er sich gibt. Auch anhand von Worten, Gesten und der Weise, wie er mit anderen spricht, kann man das sehr gut merken. So jemand wirkt meist sehr herzlich, überzeugt, authentisch & strahlt aus, dass er mit sich im Reinen steht, dass er wirklich super super zufrieden und dankbar ist. 

Oft hängt eine echte "Liebe zum Leben" damit zusammen, dass man schwere Schicksalsschläge erlebt hat bzw. weiß, dass es nicht nur Gesundheit, Reichtum, Frohsinn und Beliebtheit gibt. 

Ich lehne mich sogar insofern aus dem Fenster dass ich die Meinung vertrete, nur wer wirklich schonmal ganz weit unten stand, weiß wie wertvoll dieses Leben und unser Lebensstandart in einem friedlichen Europa mit relativ hohem sozialen Niveau überhaupt ist. Ist man erstmal ganz unten, prägt einen das sehr stark & trägt zur menschlichen Reife bei.

Ich kenne einen, der eine sehr schwere Krankheit überstand und sich seitdem jeden Tag vorhält, dass es nicht selbstverständlich ist, aufstehen zu dürfen und noch am Leben zu sein. Er ist auch im Alltag der absolut dankbarste und zufriedenste Mensch, den ich kenne.

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Ein Mensch, der das Leben schätzt würde meiner Meinung nach:

- Dafür sorgen, daß es ihm/ihr gut geht.

- Er/Sie würde die Menschen in seiner Umgebung bei ihrem Bemühen unterstützen, dafür zu sorgen daß es ihnen gut geht.

- Er/Sie hätte Interesse an dieser Welt und damit eine Freude daran zu lernen und neue Erfahrungen zu machen.

- Er/Sie würde die Sinne offen für die vielen schönen Ereignisse des Lebens haben.

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Man fängt meistens durch eine schlimme Erfahrung an, das Leben zu schätzen. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, nicht auf Grund des Alters sondern in jungen Jahren, durch einen Unfall oder so. Oder wenn man an die Armut in Afrika denkt. Bei solchen Themen fangen die meisten erst an zu realisieren, dass man in Deutschland im Luxus lebt. Es fängt damit an, dass es keinen Wassermangel gibt, was in Afrika sehr wertvoll ist. Oder was die gestorbene Person alles noch nicht erlebt hat, weil sie zu früh gestorben ist. Da beginnt man, das Leben zu hinterfragen und es zu schätzen.

Ich selber schätze das Leben anders als die meisten hier. Für mich bedeutet Reichtum nichts. Und ich habe auch kein Verständnis für Leute, die 3 teure Autos, 2 Luxusvillen und eine Yacht haben. Ich würde das nie haben wollen, nicht mal geschenkt!! Stattdessen bewunder ich die Leute, die an der Armutsgrenze leben, meist selbst im "Ghetto" aufgewachsen sind. Diese Leute wissen, was "Leben" heißt, diese schätzen das Leben viel mehr, als irgendwelche stinkreichen Spießer, die sich für den Größten halten! Was wissen diese Leute vom Leben? Kaum etwas... Aber das ist alles Ansichtssache und ich will hiermit auch niemanden auf den Schlips treten! Es ist meine Meinung, die ich mir durch Erfahrung gebildet habe,  und dazu stehe ich 

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Kommentar von DBKai
17.08.2016, 19:35

Sehe ich auch so...

Es gibt Leute, die übertrieben viel haben... viel mehr als man braucht...

Es gibt eine Mittelschicht...

Und es gibt Leute, die eigentlich zu wenig haben um wirklich "Leben" zu können... die eher überleben...

Man sollte genug Geld haben um sich eine günstige Wohnung (hierfür sollte es möglichst Angebote geben), ausreichend Essen usw. leisten zu können - und es sollte auch genug bleiben, damit man sich immer mal wieder auch etwas gönnen kann, wenn man sich das Geld gut einteilt... Ein Mensch soll genug haben um anfangen zu können zu leben... 

Für eine leistungsgerechte Entlohnung bin ich aber schon... wer viel leistet und konsequent an sich arbeitet - soll mehr verdienen, als jemand der nicht viel leistet und nicht an sich arbeitet...  

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Das kann man nicht verallgemeinern. Jeder nimmt das Leben anders wahr. Das liegt an den Erfahrungen des Menschen. Das muss nicht sein, dass die Frau das Leben nun anders betrachtet, vielleicht lebt sie einfach weiter, als wäre das nie passiert. Das hängt von der Einstellungen und den Erfahrungen ab. Jeder Mensch ist unterschiedlich, weil jeder Mensch unter anderen Umständen lebt und andere Sachen und Situationen erlebt hat. Der Mensch wird das, was das Leben aus ihm macht.

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Kommentar von DBKai
17.08.2016, 19:31

Der Mensch wird das, was das Leben aus ihm macht.

Die Umstände beeinflussen den Menschen und der Mensch kann daraus lernen... doch in vielen Situationen kann er sich entscheiden, ob er aufgibt oder weiter für das kämpft, woran er glaubt... 

Wenn es mir an Möglichkeiten fehlt, dann kann ich viele Dinge nicht machen... und in der Hinsicht werde ich zu dem, was das Leben aus mir macht... aber durch meine Entscheidungen kann ich immer noch vieles zum Guten oder zum Schlechten beeinflussen... 

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Wer das Leben schätzt, der geht pfleglich damit um, vor allem auch mit dem Leben anderer Menschen oder dem von Tieren. Wer das Leben nicht schätzt, der betrachtet mindestens das Leben, das nicht sein eigenes Ich ist, als eine Beute, die man in Kontostände umwandeln kann.

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Kommentar von DBKai
17.08.2016, 19:28

Nette Erklärung... gutes Beispiel.

Hast du auch einen Verdacht, wie es sein kann, dass sich die eine Person nun so verhält - während die andere Person offenbar gegenteilig zu leben pflegt?

Und welcher Weg ist der bessere? Wer lebt glücklicher? 

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Ich glaube, viele Leute denken gar nicht daran, dass es morgen schon vorbei sein kann, weil es wie normal ist zu leben, es ist quasi Alltag.

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Kommentar von DBKai
17.08.2016, 19:26

Ich rechne auch nicht jeden Tag damit, dass ich morgen sterben werde, weil ich mich hier in Österreich doch eher sicher fühle, was das betrifft...

Es ist hier nicht Alltag, dass man auf der Straße von jemandem mit einem Messer erstochen wird oder so was... 

Sogar für Obdachlose gibt es hier eine Suppenküche... wir sind relativ gut abgesichert... Es könnte noch besser sein - aber es ist schon mehr, als es in ärmeren Ländern der Fall ist. 

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Solche Aussagen haben nur einen kurzzeitigen Wert, weil uns der Zwang des Lebens schnell wieder einholt. Ist leider so. LG M.


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Kommentar von DBKai
17.08.2016, 19:24

Und doch ist es möglich Freude am Leben zu haben... zumindest wenn die Existenz mal gesichert ist... wenn der Job gut ist, dann ist auch das keine Qual und kann sogar eine Freude sein... 

Es kommt immer ganz auf die Situation an, in der man sich befindet.

Ich denke nicht, dass sie einen kurzzeitigen Wert haben... Denn wenn man geübt und stark ist - die Umstände einigermaßen passen - dann kann man mehr leisten als nötig ist und dadurch immer mal wieder etwas zur Seite legen... dadurch hat man dann eine höhere Lebensqualität und das macht dann das Leben insgesamt angenehmer... 

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Also ich mag Leute nicht, die das Leben schätzen und dieses Immage mit Worten und Taten vor sich hertragen, um sich damit zu schmücken oder einer vermeintlichen Hölle zu entgehen.

Ich mag Leute, die das sind was Leben ist. Und die verhalten sich von ganz von selber und ohne so viel Gerede und Philosophie vernünftig.


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Kommentar von DBKai
17.08.2016, 19:43

Warum magst du diese Leute nicht? Aufgrund von solchen Leuten bist du wahrscheinlich noch nicht umgebracht worden... denn wenn es keine Gutmenschen geben würde, würde es wohl auch keine Schlecht menschen lange geben, da diese sich andernfalls schnell gegenseitig die Köpfe einschlagen würden....

Wie man das Leben wahrnimmt, hängt auch stark davon ab, worauf man seine Aufmerksamkeit richtet... Auf die Dinge, auf die man ohnehin keinen Einfluss hat (was ja überhaupt nichts bringt und wodurch die schlechten Dinge in der Welt ja nicht weniger werden) oder ob man seinen Blick auf das richtet, was sich bereits verbessert hat und was gut ist und darauf, was man selber tun kann, damit es weiterhin besser und nicht schlechter wird... 

Was ist an Gerede und Philosophie schlecht, solange man es anderen nicht aufzwingt? Sondern sich in der Freizeit freiwillig unterhält? Verständlich finde ich es aber, wenn man sich gegen Menschen, die ein Gespräch verweigern einem aber Unrecht tun (sich böse verhalten), wehren möchte... 

Vernünftig findest du so etwas? Was ist daran vernünftig? Vernünftig im positivem oder im negativem Sinne?

Vernünftig ist es doch eher, wenn man das tut, was nun einmal getan werden sollte, damit es gut weitergehen kann... ?

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