Wie verhält es sich mit dem Verletztengeld bei zwei Krankschreibungen an einem Tag

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1 Antwort

Hoi.

Ja, dass kann schon richtig sein(z.B. Sturz infolge eines Herzinfarktes, Schwindelanfall wegen Bluthochdruck).

Man braucht mehr Informationen, z.B. was genau die Unfallfolgen beim Arbeitsunfall sind, was genau beim Unfall passiert ist und warum es zwei AU-Bescheinigungen gibt.

Ciao Loki

lmu2010 25.04.2012, 17:28

Habe am 27.04. beim heruntersteigen von der Leiter mir das rechte Knie verdreht. War eigentlich nicht schlimm, nur ein kurzes Stechen und danach immer leichte Schmerzen. Hatte am 29.04. einen Termin in der Orthopädie, zwecks Auswertung eines MRT (Schmerzen im linken Oberschenkel, schon längere Zeit). Habe dies mit dem Knie gleich mit gesagt, da es sich aber um einen AU handelte durfte mir die Orthopädie nicht helfen und hat mich in die Chirurgie verwiesen, im gleichen Krankenhaus. In der Orthopädie erhielt ich einen Krankenschein wegen der Schmerzen im linke Oberschenkel, was sich als Entzündung der Hüfte herausstellte. Ca. 1 Std. später war ich dann in der Chirurgie dran, wegen meinem rechten Knie. Es wurde erst nur eine Röntgenaufnahme erstellt, auf der nichts zu sehen war. Somit wurde ich da auch krank geschrieben, später stellte sich dann über ein MRT heraus, dass der Meniskus eingerissen war. Da die erste Krankheit ca. 3 Monate dauerte und die mit dem Meniskus 8 Wochen(durch verspätete richtige Diagnose) stellte sich die BG quer dies als AU anzuerkennen. Erst durch ein Gutachten musste die BG dies als AU anerkennen. Jetzt versucht man mit allen Mitteln beim Verletztengeld zu tricksen. Ich weiss nun nicht ob ich da eine Chance habe oder nicht? Ciao lmu2010

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Lokicorax 26.04.2012, 10:28
@lmu2010

Hoi.

Die BG muß prüfen, ob die AU durch den Meniskusschaden oder durch die Hüftentzündung andauert.

Die BG begründet ihre Verweigerung wohl damit, dass die Hüftsache den AU Zeitraum der Meniskussache "überdeckt/-lagert". Da also die Krankheit länger dauert als der unfallbedingte Zeitraum darf die BG Vereltztengeld nur für 8 Wochen zahlen. Den restlichen Zeitraum muß die Krankenkasse das (geringere) Krankengeld zahlen.

Umgekehrt würdest du das ja auch nicht wollen: schlimmer Trümmerbruch des Knöchels mit drei Monaten AU. Während dieser Zeit bekommst du eine Lungenentzündung, vier Wochen. Es wäre dann doch quatsch, wenn für die vier Wochen die BG nicht mehr zahlen müßte, oder?

Oder sagt die BG, dass der Meniskusschaden nicht durch das heruntersteigen der Leiter passiert sein kann und spricht von "Gelegenheitsursache" ?

Ciao Loki

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lmu2010 28.04.2012, 20:01
@Lokicorax

Die BG begründet ihre Verweigerung damit, dass die AU (Gelber Schein) nur auf die Hüftsache ausgestellt wurde. Auf die Kniesache wurde kein gelber Schein ausgefüllt, da ich vorher auf die Hüftsache diesen erhalten hatte. Laut Aussage des behandelnden Arztes wird da immer nur ein Schein ausgefüllt. Wenn ich keinen Schein wegen der Hüfte gehabt hätte, hätte ich wegen dem Knie einen erhalten. Auf der Unfallmeldung für die BG wurde aber durch den Arzt in einem Kästchen auch AU angekreuzt. (Besteht AU? war da die Frage, da hat der Arzt ja angekreuzt). Mit dem Heruntersteigen das wurde durch das spätere Gutachten ja geklärt und das will die BG auch anerkennen. Jetzt will die BG das dies als AU anerkannt wird, aber eben kein Verletztengeld zahlen. Da ich aber auch einen Fahrtkostenerstattungsantrag gestellt habe befürchte ich, dass wenn ich mich darauf einlasse dieser auch nicht anerkannt wird. Oder wird dieser völlig unabhängig entschieden?

Ciao lmu2010

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Lokicorax 30.04.2012, 08:13
@lmu2010

Hoi.

Nein, der Fahrkostenantrag wird ja für einen konkreten Arztbesuch gestellt und hat mit dem Verletztengeld nix zu tun.

Ich denke, wenn du den Arzt um eine Stellungnahme bittest, ab wann durch den Arbeitunsfall eine AU bestanden hätte(also unabhängig von der Hüftgeschichte) und dass dann schon ab dem 27.04. gewesen wäre - muß die BG zumindest die acht Wochen zahlen.

Viel Glück.

Ciao Loki

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