Wie vereinbare ich meine Zukunftspläne mit denen meines Freundes?

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6 Antworten

Du kannst nur versuchen, da einen Kompromiss zu finden.

Schwierig wäre es, wenn dein Freund in der Landwirtschaft tätig wäre. Ansonsten könntest du, so du tatsächlich Design studierst, dich selbst Selbstständig machen, oder sehen, ob du mit deinem Wissen die Selbstständigkeit deines Freundes unterstützen kannst.

Sonst, sage ich dir aus der Erfahrung von Bekannten, würde es nicht gut gehen, deine Träume so ganz aufzugeben. Irgendwann würde dich das einholen und im schlimmsten Fall würdest du es ihm irgendwann vorwerfen.

Er kann es auch nicht von dir verlangen. Geh (erstmal) deinen Weg und finde deine Erfüllung. Wenn die Liebe tatsächlich groß genug ist, wird sie (werdet ihr) einen Weg finden, der allerdings nicht nur einseitig sein darf und kann.!.

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Es hilft nichts: Einer von Euch muss nachgeben.

Er würde unglücklich sein, wenn er da weg müsste. Du würdest unglücklich sein, wenn Du nicht studieren würdest und in Deinem Ort bleiben müsstest.

Einen Rat kann Dir da niemand geben. Du musst selbst wissen, wie Du Dich letztlich entscheidest.

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Ich fürchte, du wirst kaum etwas von dem hören wollen, was jetzt kommt...

Fällt dir auf, dass alles nur schwarz und weiß, 1 und 0 ist? Es gibt nur die ganz großen Träume, die vollständige Verwirklichung, nur bleiben, nur gehen, deine Vorstellung, seine Vorstellung. Ein Versuchen oder Bemühen ist hier nicht zu erkennen.

Ein Kompromiss ist etwas, bei dem beide zurückstecken. Im Moment siehst du nur zwei Wege: Er gibt alles auf oder du gibst alles auf, da wird kein Mittelweg gesucht.

Zuallererst solltest du mal deine Träume einem Realitäsabgleich unterziehen. Was willst du denn hinterher überhaupt mit deinen Traumfächern machen? Du träumst davon, soviel mehr Geld als deine Eltern einzufahren, willst das aber mit Fächern erreichen, die völlig überlaufen und/ oder schlecht bezahlt sind. Das heißt nicht, dass du das nicht studieren sollst oder darfst, aber die Wahrscheinlichkeit, dass daraus der große Wurf wird, ist erstmal nicht sehr groß.

Eine Wochenendbeziehung, bei der er sich daheim etwas aufbaut, während du woanders studierst, schließt du offenbar aus. Da frage ich mich, wo denn die große Liebe ist, wenn es gar kein Versuchen, kein Kämpfen gibt.

Ich bin nicht die erste, die es sagt: Die Wahrscheinlichkeit, dass diese erste große Liebe noch zu Schulzeiten ein Leben lang hält, ist überschaubar. Weil sich in den nächsten Jahren bei euch beiden unglaublich viel tun wird. Weil ihr jetzt schon ganz unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft habt. Du hast den Kopf in den Wolken, er möchte etwas aus dem machen, das da ist.

Natürlich darfst du in deinem Alter träumen und große Pläne haben, du kannst auch versuchen, sie zu verwirklichen. Auch dein Freund hat Zukunftspläne. Von ihm zu verlangen, sie aufzugeben, wäre genauso wenig ein Kompromiss wie deine Pläne zu begraben.

Nüchtern betrachtet sind die Ziele deines Freundes erfolgversprechender. Vielleicht ist das alles nicht spektakulär, es verspricht aber auch keine großen Dramen.

Wenn einer von euch für den anderen alles hinschmeißt, wird das früher oder später zum Vorwurf in der Beziehung, mindestens einer von euch hat dann irgendwann keines von beiden mehr. Weder Beziehung noch verwirklichte Träume.

Der einzige Weg, zumindest eine kleine Chance auf alles zu haben, ist - falls keiner von euch von sich aus, ohne Verlustangst, ohne Zwang, seine Zukunftspläne ändert - der Versuch. Laß ihn sein Leben aufbauen, geh studieren, bemüht euch um eure Beziehung. Wenn sie daran scheitert, ist es nicht die erste Beziehung, bei der es eben nicht gereicht hat. Und sicher auch nicht die letzte. Das klingt herzlos, ist es aber nicht. Emotionen hast du selbst genug, das ist ja das Problem.

Wenn eure Kleinstadt nicht völlig am A... der Welt ist, sollte in überschaubarer Entfernung eine Uni sein, auf der du eines der gewünschten Fächer studieren kannst. Bis dahin hast du deinen Führerschein oder vielleicht gibt es eine Bahnlinie. Je nachdem, wie weit die Uni weg ist, kannst du pendeln oder dort hinziehen und am Wochenende heimfahren. Oder er kommt dich besuchen.
Ihr werdet euch beide verändern. Das ist völlig normal. Du wirst in einer anderen Welt leben als er. Um diese Veränderungen als Paar zu überstehen, müsst ihr beide starke Nerven haben.

Aber nachdem alles nach ferner Zukunftsmusik klingt, schaut doch einfach erstmal, ob ihr soweit kommt.

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Auch wenn sich das mit 18 - ich schätze, so alt bist du ungefähr - sehr hart anhört: Was mit 17/18/19 die große Liebe ist, ist es sehr oft zehn Jahre später nicht mehr. Man möchte da nicht dran denken, aber die wenigsten Beziehungen, die in diesem Alter angefangen haben, halten ein Leben lang - schon deswegen, weil man sich in den Zwanzigern normalerweise unglaublich verändert und weiterentwickelt. Und wenn du schon jetzt anfängst, deine beruflichen Träume aufzugeben, dann ist es auch egal, ob es die große Liebe ist: So etwas trägt man seinem Partner später nach und beschädigt damit die Beziehung, ob man es will oder nicht.

Geh studieren, zieh in eine größere Stadt, wenn du das möchtest. Wenn eure Beziehung wirklich stark ist, hält sie das aus - wenn nicht, dann ist es gut, dass du dafür nicht deine Lebensträume aufgegeben hast. Probiere dich aus, schau dir ein anderes Umfeld an, nur dann kannst du am Ende wirklich wissen, was du selbst willst. Vielleicht zieht es dich ja dann am Ende auch zurück in die Kleinstadt - oder die Einstellung deines Freundes ändert sich. Das kann man nie sagen. Wenn du fertig mit Studieren bist, kannst du immer noch weitersehen. Glaub mir, du wirst dann in vielen Dingen ein anderer Mensch sein und viel besser wissen, was dich vielleicht auf lange Sicht glücklicher macht.

Und dein Freund muss ja nun nicht sofort den Hof seines Vaters übernehmen. Wie wäre es, wenn er dann mal für eine Weile bei dir in der Stadt wohnt, ein Praktikum macht, sich auch mal ein bisschen umsieht? Es gibt so viele Möglichkeiten, für die Zeit eurer Ausbildung ein paar Kompromisse zu schließen.

Es ist klar, dass man für eine Beziehung auch Kompromisse eingehen eingehen muss. Aber ein Kompromiss ist nicht, dass du alles, was du dir vorgestellt hast, hintenanstellen musst, schon gar nicht in dieser Lebensphase. Etwas zu lernen oder zu arbeiten, was einem Spaß macht, ist unendlich wichtig, damit man im Leben zufrieden ist und deswegen solltest du  das nicht für eine Beziehung opfern, von der du noch gar nicht wissen kannst, ob sie wirklich für immer hält.

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An deiner Stelle würde ich wahrscheinlich in eine andere Stadt studieren gehen, auch wenn ich meinen Freund dann nicht so oft sehen würde. Wenn du dann mit dem Studium fertig bist vermisst du wahrscheinlich dein Zuhause und so kannst du dann zu deinem Freund ziehen, ohne dringend in eine andere Stadt zu ziehen wollen, weil du ja schon die Zeit deines Studiums in einer anderen Stadt gewohnt hast.
Und wenn das nichts für dich ist möchte ich dir trotzdem auf den Weg geben, dass man seine Träume nie aufgeben und für sie kämpfen soll.
Hoffe konnte dir weiter helfen.

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Ich danke euch für die Antworten, aber sie behandeln nicht gajz das eigengliche Problem das kan glaub ich in der Frage auch nicht so ganz raus).

Ich habe absolut keine Zweifel, dass eine Fernbeziehung funktionieren könnte, ich würde mich darauf einlassen. Nur mein Freund eben nicht. Er ist wie gesagt sehr anhänglich und hat schreckliche Angst, mich vielleicht nur nich 1/2 mal im Monat zu sehen. Und ER meint, er könne nicht übers Wochenende weg, nicht ich. Das Problem ist, wie ich ihm das beibringe ohne dass er panisch wird und denkt, ich wolle die Beziehung beenden (denn das würde er, glaubt mir, so ist er)

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