Wie verbreitet ist heute eigentlich Überqualifizierung in der Arbeitswelt?

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4 Antworten

Ja, immer mehr Leute machen Abitur und Strömen in die Universitäten. 

Jedoch gibt's dadurch auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr Jobs für die entsprechend Qualifizierten, das Niveu schraubt sich immer weiter höher. Für Berufe wo früher der Realschulabschluss reichte, benötigt man heute Abitur. Was man früher mit einer abgeschlossenen Ausbildung konnte, wird heute ein Bachelor erwartet.

Ein Hauptschulabschluss ist überhaupt nichts mehr wert, auch wenn er früher Standard war.

Wir haben eine Bildugsinflation mit der Folge, das eine grundlegende Qualifikation nicht mehr ausreichend. Man muss im Prinzip überqualifiziert sein, um einen Job zu bekommen.

So passiert es, dass man trotz Qualifikation keinen entsprechenden Job findet.

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Je nach Tätigkeitsfeld, ist auch die Anzahl der Arbeitnehmer höher. Manche Bereiche sind sehr beliebt, weshalb es mehr Arbeiter als Arbeitsplätze gibt. Bei anderen Berufen Genau andersrum. Genaue Zahlen kenne ich nicht, lassen sich aber bestimmt leicht googeln.

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Das ist wohl eines der Übel der ungeliebten Arbeitsmarktfeform, dass hochqualifizierte Menschen auch in Beschäftigungen arbeiten müssen, wenn sie keine Sanktionen durch die Arbeitsagentur oder das Jobcenter erhalten möchten.

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Kommentar von LouPing
17.07.2017, 08:47

Hey agenthharibo

Das die Mitarbeiter der JC ständig vorgeführt werden stößt mir sauer auf. 

Die Leute befolgen ausschließlich Anweisungen "von oben" und müssen das umsetzen was von der BR beschlossen wird. 

Es handelt sich weder um persönliche Racheaktionen noch um Desinteresse,die Angestellten der Ämter machen lediglich ihren Job. 

Die Dauernörgler sollten allen Mut zusammennehmen und sich mit den wirklichen Verantwortlichen auseinandersetzen. Leider sind die meisten dazu viel zu träge.  

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Kommentar von HoskevonBerg
17.07.2017, 10:04

Naja, da machst du es dir zu einfach. Vielleicht sollte man sich auch die Frage stellen, ob es so sinnvoll war ein Recht auf einen Studienplatz einzuräumen und somit nicht wenige irgendwie einen schwummrigen Abschluss zusammenschustern.

Viele der "Überqualifizierten" haben nicht selten am Bedarf vorbeistudiert und einfach einen Abschluss der auf dem Markt nicht so gefragt ist.

Natürlich kann man sich bis Mitte 30 mit Germanistik und Philosophie durch die Uni´s schlagen, aber ob derjenige dann erste Wahl auf dem normalen Arbeitsmarkt ist, möchte ich bezweifeln. 

Wir haben -wie in vielen hochentwickelten Industrieländern- uns selbst ein Luxusproblem geschaffen. Wie sagten gerne die Eltern und Großeltern "Unsere Kinder/ Enkel sollen es besser haben." 

Der sicher gutgemeinte Rat mutierte zu "Nur wer studiert ist was wert". Jeder will entwickeln, leiten oder beraten, aber kaum einer möchte die anstehende Arbeit wirklich erledigen 

Solide Handwerksberufe wurden immer mehr vernachlässigt, das Handwerk an sich als etwas einfach struktuiert betrachtet und nur als Hilfstätigkeit gesehen. 

Ein versierter Handwerksmeister ist im eigenen Land kaum was wert, wird eher belächelt. Dabei ist diese traditionelle Ausbildungsstruktur (Praxis und Theorie) die Basis, damit überhaupt etwas geschaffen werden kann.

Richtig ist, wir haben im Handwerk einen massiven Fachkräftemangel, aber das wird nicht wahrgenommen, da man bei der Aussage ""Fachkräftemangel" vornehmlich an Studierte denkt. Was man auch nicht übersehen darf, viele Leute mit einem Studiumsabschluß glauben zwar das sie auch alles können was ein Handwerker kann, aber oft denken sie es halt auch nur.

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