Wie verbindlich ist das Testament?

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3 Antworten

Die so genannte Patientenverfügung ist bzgl. Wohnungsauflösung und Kontoverfügungen vielmehr eine Handlungsvollmacht. Die wäre - selbst durch eine Vollmacht über den Tod hinaus - durch die eingesetzten Erben im Erbfall der Vollmachtgeberin widerrufbar und damit außer Kraft :-(

Damit wäre deine Mutter weder zu der Haushaltsauflösung, gar Verwertung der Nachlassgegenstände noch Entnahmen oder Verfügungen des Kontos oder Beerdigungsaufrag berechtigt.

Vielmehr ging die Rechtsnachfolge insgesamt mit Erbfall (Sterbedatum) auf die eingesetzten Erben über.

Ich rate da dringend, jedwedes Handeln zu unterlassen und sich vorher mit den Erben zu verständigen :-O

Über jede Verfügung des Kontos schuldet sie den Erben Rechenschaft. Sie wäre gut beraten, jede Bar-Abhebungen und Ausgabe mit Nachweis der Mittelverwendung für die Kontoinhaberin erbringen zu können und unklare Überweisungen plausibel erklären zu können.

Andernfalls bestünde ein Rückforderungsanspruch der Erben aus Rechtsgrund ungerechtfertigter Bereicherung :-(

Kontoverfügungen nach dem Tod wären in diesem Fall sogar als Unterschlagung strafbar.

Besteht irgendein Anspruch meiner Mutter bzgl. der Mitberücksichtigung im Testament?

Nein. Ein Erb- oder Pflichtteilsrecht hätte sie ohne testamentarische Begünstigung nicht.

G imager761

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Ihre Mutter ist nicht erbberechtigt, wenn es keine zeitlich spätere letztwillige Verfügung der Verstorbenen zu Gunsten Ihrer Mutter gibt. In der Patientenverfügung ist darüber wohl kaum eteas enthalten. Hat Ihre Mutter von der Verstorbenen keine Vorsorgevollmacht oder eine normale Generalvollmacht bekommen, die ihr Zugriff auf das Vermögen der Verstorbenen ermöglcht ? Wenn das der Fall wäre, könnte sie etwa verauslagte Kosten und wohl auch eine Vergütung für ihre Arbeit zugunsten der Verstorbenen vom Konto abheben, müsste sich dafür freilich gegenüber den Erben verantworten d.h. ihre Ansprüche beweisen. Die Erben könnten die Vollmacht aber jederzeit widerrufen.

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Das Testament ist bindend, egal was in der Patientenverfügung steht. Danach ist deine Mutter nicht erbberechtigt. Das Konto wird nach dem Tod sowieso gesperrt und sie kann die Unterlagen nur noch dem Notar vorlegen, damit sie das Geld dafür bekommt.

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