Wie verarbeitet ihr Trauer?

Das Ergebnis basiert auf 16 Abstimmungen

an die Person denken, Trauer ausleben (weinen o.ä.) 50%
etwas völlig Anderes. 25%
mit anderen Leuten darüber reden. 18%
nichts besonderes, es wurde einfach besser. 6%
Alkohol, Drogen, egal, Hauptsache vergessen. 0%

14 Antworten

Es gibt den Begriff der Trauerarbeit. Das setzt sich aus Trauer und Arbeit zusammen und zeigt das Trauern Arbeit bedeutet. Trauern beinhaltet eine riesen Portion an Gefühlen. Da ist die Wut, die Wut auf den Gestorbenen- warum hat er mich allein gelassen, aber auch die Wut auf sich selber- warum konnte ich nichts tun um diesen Tod zu verhindern. Da sind die Schuldzuweisungen. An die Ärzte- die haben gefuscht, nicht alles getan um zu helfen, an den Gestorbenen und auch wieder an sich selber. hab ich mein Möglichstes getan? gerade bei Suizid steht man hilflos davor. Wenn du dich der Trauer nicht stellst und immer wieder mit Alkohol den erforderlichen Weg der Arbeit ertränkst wirst du den Tod deines Freundes nicht überwinden. Ich kann dir nur empfehlen eine Trauergruppe aufzusuchen, die können dir beistehen, dir bei der Verarbeitung helfen. Es gibt kein Vergessen, egal was du anstellst, aber du kannst lernen damit umzugehen und irgendwann auch wider mit einem Lächeln an die Zeit mit deinem Freund zurückdenken. Wünsche dir viel Kraft und bitte such dir Hilfe.

an die Person denken, Trauer ausleben (weinen o.ä.)

In solch einer Situatione höre ich viel Musik oder mache selbst Musik. Kann schon mal vorkommen das ich dann stundenlang mit meiner Gitarre da sitz und meine Trauer in einen Song umwandle oder einfach ziellos etwas spiele was mir halt grad so in den Sinn kommt. Das hilft mir eigentlich am besten. Mit anderen darüber zu reden kann ich einfach nicht, denn ich bin sowieso der Typ der lieber alles vedrängen möchte. Einfach alles vergessen.

mit anderen Leuten darüber reden.

Ich habe mir auf einer Kommode ein Bild hingestellt und zünde jeden Abend eine Kerze für Sie an neben dem Bild an. Ich spreche in dem Moment mit ihr und erzähle ihr Dinge, die sie interessiert hätten. Dann sage ich ihr wie ich mich fühle und das ich sie lieb habe. Das mache ich jeden Abend. Es tut weh aber ich setze mich damit auseinander und ich weiß, wenn ich mich verschliessen würde, hätte sie das nicht gewollt.

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