Wie verarbeite ich den Tod meines furchtbaren Vaters?

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11 Antworten

Hallo!

Du hast wirklich eine harte Geschichte, es tut mir sehr Leid für dich, dass du so sehr unter deinem Vater hast leiden müssen.

Ich glaube, dass deine schwierige Situation tatsächlich durch den Tod deines Vaters hervorgerufen wird. Dadurch, dass er nun gestorben ist, kommen natürlich sämtliche Erinnerungen an ihn auf dich zurück. Du denkst immer wieder darüber nach, was für ein Mensch er war, und ob es nicht doch irgendetwas an ihm gab, das positiv auf dich wirkt. Es deprimiert dich, einfach keine positiven Aspekte an ihm zu finden. Du bist frustriert, weil du so eine schwere Kindheit hattest, so ein schweres Leben, und es macht die Sache nicht gerade besser, dass jemand sterben musste, damit sich deine Situation verbessert.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die ständigen Gedanken an deinen Vater immer wieder in dir Selbstmitleid über dein schweres Schicksal hervorrufen. Vielleicht fühlst du dich auch schwer gestraft, und kannst einfach nicht verstehen, warum du derjenige bist, dem dieses Schicksal widerfahren musste.

All das verhindert dir selbst, von deinem Vater loszulassen. Ich denke, das ist das Wichtigste. Du musst dir klarmachen, dass du zwar ein schweres Schicksal hast, aber du trotzdem stark genug bist, von der Vergangenheit loszulassen und endlich dein Wunsch-Leben anzutreten.

Du bist ja bereits in Behandlung, du hast Ärzte und Psychologen um dich. Sie werden dir alle helfen können. Sprich mit ihnen darüber, dass dich der Tod deines Vaters so sehr belastet. Wenn meine Vermutung stimmt, dann teile ihnen auch mit, was ich mir dazu denke.

Ich weiß, dass es dir an Stärke, Mut und Tapferkeit nicht fehlen wird. Du hast diese schwere Zeit tapfer überstanden, du bist nicht geworden wie dein Vater, du hast stets über ihm und seinen Tätigkeiten gestanden und dir war bewusst, dass es falsch war, was er getan hat. Allein die Erfahrung, dass du die vermutlich schwerste Zeit deines Lebens hinter dir hast, kann dich zufrieden auf eine bessere Zukunft blicken lassen. 

Ich glaube fest an dich, du wirst es schaffen. Das Schwerste hast du bereits hinter dir. Ich wünsche dir viel Glück und Freude, und eine wunderschöne Zukunft, der du lächelnd entgegen blicken kannst!

Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte! :)

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ich würde versuchen mein leben wirklich auszuleben. bedeutet neue Sportarten ausprobieren, auf viele Veranstaltungen/ freie Konzerte gehen (gibt ja auch viel kostenloses in Deutschland), viel an die frische Luft, mehr Kontakt zu meinen Brüdern und Mutter und mit Freunden, kleine Ausflüge übers Wochenende machen, mir Ziele setzen für die Zukunft, mir 10 Minuten am Tag nehmen um meine Emotionen mit trauriger Musik/ Filmszenen raus zu lassen, weniger Fernsehen oder PC dafür mehr Leben und mehr Sex, Massagen, Kuscheln etc. - kurz mehr positive Energie in meinem Leben und Träume wahr werden lassen.

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Danke an Euch alle, soviel Feedback habe ich garnicht erwartet! :)

Also ich lebe tatsächlich mittlerweile ganz gut, bin seit 6 Jahren in meiner ersten festen ernsthaften glücklichen Beziehung, mein Leben ist im Grunde voller Liebe, lediglich meine Emotionen spielen gerade verrückt. Seit dem Tod meines Vaters ist meine Energie weg und mir ist wieder schwindelig und ich habe Panikattacken. Aber Ihr habt Recht, den Tod des Vaters kann man nicht so einfach weg stecken, dass muss man sacken lassen und verarbeiten.

Mein Vater war zwar ein widerlicher Mensch, aber er war immerhin mein Vater..... das setzt ziemlich viele Emotionen frei und reisst alte Wunden auf. Ich werde meine Therapeutin am Montag direkt anrufen um Termine bitten und mir Unterstützung holen, das ist wohl das sinnvollste.

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Naja, es dauert trotzdem bis man den Tod des Vaters verarbeiten kann. Gib dir die Zeit. Hole dir eventuell auch psychologische Hilfe, dann geht es rascher.

Ich nehme mal an, dass jetzt halt alles wieder hochkommt was du so erlebt hast.

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Überlege genau, wieso man sich an dich in einer besseren Weise erinnern wird, als an ihn

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Nun, das wovor Du Dich gefürchtet hast, ist nunmehr nicht mehr da .

Wie lang willst Du Dich da noch fürchten und vor allem wie lange willst Du Dich dahinter verstecken ?

41 Jahre, das Leben buchstäblich halb vorbei .Fange endlich an zu leben, ohne wenn und aber . Ich vermute Du bist eh in psychologischer Behandlung .

So hart es klingt und so leid es mir (eigentlich) tut fange an zu leben, und zwar jetzt - wenn nicht jetzt wann dann

Manchmal hilft EFT (emotional freedom technics - googeln.) 

Es ist Dein Leben - höre auf Dich selbst zu bemitleiden 

ES IST VORBEI !

Alles Gute !

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REDE darüber mit der Familie zb reden hilft sehr

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Hol dir bitte professionelle Hilfe. Sprich mit einem Psychologen über dein Problem. Wir werden dir hier nicht helfen können.

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Trotzdem tut mir leid für dich das du seien Vater verloren hast. 

Ich habe bisher nur Menschen verloren die ich über alles geliebt habe aber ich glaube hier geht es überwiegend  gar nicht um deinen Verlust. Jeder trauert anders dabei kann ich dir nicht helfen. 

Du schreibst deine Krankheit dauert schon 10 Jahr. Du schreibst auch das du dich schon lange von ihm lösgelöst hattest. 

Jetzt ist dein Vater nicht mehr da und es geht dir dennoch nicht anders. 

Besteht die Möglichkeit das deine Krankheit da ist und auch da bleibt egal ob deinen Vater ignorierst oder nicht. 

Lass dir helfen. Find heraus was du aufarbeiten musst. Kennst du deine Baustellen überhaupt ? Jetzt kannst du fast sicher sein an andere Stelle zu suchen. 

Viel Glück. 

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zuerst einmal solltest du aufhören deinen Vater als das personifizierte Böse zu sehen. Fast nichts ist erbärmlicher als jemand der nicht verzeihen kann; mal abgesehen davon ist genau das der Grund für dein Leiden: solange du ihm nicht vergibst, wird er niemals aus deinem Leben verschwinden. Du bist im Moment verzweifelt weil du zu keinem Abschluss mit deinem Vater gekommen bist.

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So oft du es auch hören wirst Zeit heilt alle Wunden

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