Wie verändert sich der Körper, als Mädchen, bei Testosteron?

4 Antworten

Wie schon gesagt ist Testosteron kein Wachstumshormon! Erwarten, dass man noch ordentlich wächst kann man nicht. Selten kitzelt das Testosteron noch mal 1, 2 oder 3cm raus, aber das ist meiner Erfahrung nach auch selten. Ich bin seit der Hormonbehandlung vielleicht einen Zentimeter gewachsen.

Ich entnehme den Tags mal, dass es um die Hormontherapie von Frau zu Mann geht.

Was sich wann und wie stark verändert lässt sich nichts pauschal sagen und ist stark individuell. Worauf man sich einstellen könnte wären zb:

  • Vermehrter Haarwuchs
  • Beginn des Bartwuchs
  • Körperfettumverteilung
  • Zunahme der Muskelmasse
  • Stimmbruch
  • Verändertes Hautbild
  • Ausbleiben der Regel
  • Allgemein „Vermännlichung“

Das mit der Aggressivität und Gewaltbereitschaft ist übrigens mehr so ein Mythos. Ja, es ist nun mal eine weitere Pubertät und das kennt jeder: man ist schnell genervt, gereizt und hat gerne mal ein paar irrationale Gefühle. Wenn du aber sowieso ein friedlicher Mensch bist, dann wirst du auch nicht zum Schläger, um es jetzt mal verspritzt darzustellen. Durch die Behandlung wird man nicht zu einem anderen Menschen

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich bin selbst FtM transgender.

Man wächst nicht schneller - im Gegenteil : Testosteron wird bei jungen Männern genutzt um ungewollt starkes Wachstum zu bremsen.

Testosteron ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon (Androgen). Es wird hauptsächlich im Hoden gebildet.

Bei Frauen produzieren die Eierstöcke und die Nebennierenrinde auch geringe Mengen an Testosteron. Allerdings ohne adäquate Auswirkungen (Muskelmasse, Wachstum usw ) Produktion und Ausschüttung des Testosterons werden durch ein Hormon des Gehirns, das luteinisierenden Hormon genannt , gesteuert. 

Info :

Anabole Steroide sind synthetische Varianten des männlichen Sexualhormons Testosteron. Dazu:

 Jeder normale (gesunde) Mensch besitzt 656 (Skelett)-Muskeln, wobei diese beim Mann ca. 40 %, bei der Frau ungefähr 23 % der Gesamtkörpermasse ausmachen, die Muskulösität hängt insgesamt aber besonders von der Lebensweise ab, dazu gehört auch Sport.

Das der Mann mehr Muskeln hat als die Frau liegt am Testosteron, ein typisch männliches Hormon.

Nehmen Männer Anabolika, so haben sie nur eine größere Menge des eh vorhandenen Hormons. Tun Frauen das gleiche, so vervielfacht sich die im Körper vorhandene Restmenge an Testosteron, sie haben dann irre Steigerungsraten. Folgen : Beim Mann im günstigen Fall reversibel ( umkehrbar), das Testosteron pendelt sich wieder im Normalzustand ein.

Bei Frauen sind die Folgen fatal. es gibt bleibende Veränderungen, als Frau gesehen eigentlich krankhaft. Dazu gehören eine tiefere Stimme, verstärkte Behaarung, männliche Bewegungsmuster und im schlimmsten Fall bleibende Veränderungen an den Geschlechtsorganen.

Schönen Abend

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

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