Wie verändert sich der Geschmack vom Fruchtwasser und von Muttermilch?

3 Antworten

Milch ist ein Blutfiltrat, manche Stoffe (auch Medikamente) passieren die Blut-Milch-Schranke, manche nicht, viele ätherische Öle tun es und bestimmen den Geschmack.

Das Baby und damit auch das Fruchtwasser wird durch den Mutterkuchen, die Plazenta, ernährt. Der hat eine ähnliche Schranke zum Blut wie die Milchdrüse, die ist bei verschiedenen Tierarten unterschiedlich ausgebildet und lässt ebenfalls manche Stoffe passieren (z.B. Drogen!) andere (viele Krankheitserreger) nicht.

Wie genau sollte das möglich sein? Wie das Fruchtwasser entsteht und was die Plazentaschranke ist, weiß ich. aber das erklärt leider nichts.

0
@ApfelTea

wie soll was möglich sein? der `gezielte Transport von Stoffen durch Membranen?

0

Betreffend Muttermilch ...

Kuhmilch schmeckt ja auch je nach Futter (Gras, Kräuter, Heu, Maisilage etc) total unterschiedlich

  • ich hole oft Rohmilch an einem Milchautomaten - da der Bauer für diesen immer die gleichen Kühe melkt (denn die Milch könne auch je nach Kuh leicht unterschiedlich schmecken), merkt man jeweils wenn sie anderes Futter erhalten (Frisch im Sommer, Getrocknet im Winter und Abstufungen dazwischen)
  • ein Bauer erzählte mir es gebe ein spezifisches (Alpen)Kraut, welches Kühe gewöhnlich mieden, allerdings habe es eine seiner Kühe geliebt, so dass ihre Milch dann sehr extrem schmeckte und wohl leicht verfärbt war (konnte nicht zum Käsen verwendet werden), erinnere mich leider nicht mehr an den Namen

Ernährung kann ja auch den Geschmack von Sperma beeinflussen https://www.woman.at/a/tipps-sperma-geschmack

Für das Fruchtwasser könnte entsprechend ähnliches gelten.

Ja.. nur erklärt das leider immer noch nicht, wie das zustande kommt.

0
@ApfelTea

denke es gibt eine biochemische Antwort - statt Duftmoleküle in der Luft irgendwelche Geschmacksmoleküle in Flüssigkeit ... oder so ähnlich 😉

0

Hm.. 🤔 Ich wüsste gern, was genau dahinter steckt. Bei Muttermilch müsste es ja mehr als nur Geschmack sein, wenn angeblich die Ernährung der Mutter so starken Einfluss aufs Kind hat (Wunder Po oder Blähungen)

0
@ApfelTea

Den Geschmack erklären tatsächlich (zu 90%) Duft-Moleküle

Aromatische Substanzen verströmen Moleküle, kleinste Partikel, die in die Nasenhöhle gelangen: entweder von vorne durch die Nase oder von hinten über die Mundhöhle. ... Was wir als Aroma beim Essen schmecken, ist zu 90 Prozent das, was wir riechen.

https://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/grundlagen/geschmack-vom-molekuel-zum-gefuehl-3084316.html

Und auch für Blähungen sind entsprechende Moleküle verantwortlich

Der menschliche Dünndarm ist nicht in der Lage, Moleküle wie Rhamnose oder Stachyose zu verwerten und macht ihre Zersetzung im Dickdarm durch spezielle Bakterien unter Bildung von Verdauungsgasen notwendig. Nahrungsmittel, die diese Moleküle enthalten und als förderlich für Blähungen gelten, sind beispielsweise Hülsenfrüchte, Zwiebeln oder Sauerkraut.

https://www.eurapon.de/themen/magen-darm-erkrankungen/unangenehm-und-peinlich-blaehungen

0

Das ist tatsächlich eine gute Frage und ich habe schon was dabei gelernt, auch wenn ich bisher dachte daß die geschmackliche Prägung über die Nährstoffe selbst quasi in das ungeborene Kind hineinwächst. Letztlich kann ich Dir aber nicht weiterhelfen.

Es gibt sicher noch einiges was die Biologie noch nicht verstanden hat. Letztlich kann ich es nur an mir selbst nachvollziehen, denn meine Mutter hat sich in der Schwangerschaft mit Fischbrötchen täglich ernährt. Und diese Neigung ist in meiner frühesten Kindheit sofort zu Tage getreten, insofern besonders da die meisten Kinder jeden Fisch ablehnen. Außer vielleicht Fischstäbchen.

Woher ich das weiß:Beruf – Seit 30 Jahren in der Lebensmittelbranche unterwegs ...

Ja so ähnliche Geschichten hört man halt öfter. Echt spannendes Thema.. aber scheinbar weiß das tatsächlich noch keiner so genau. Auch meine Hebamme konnte mir das nicht erklären. Sie meinte, es wäre halt eben so :) warum, weiß keiner

0
@ApfelTea

Als Kind und auch noch als Jugendliche konnte ich den Geschmack meiner Mutter beim besten Willen in den meisten Fällen nicht nachvollziehen und man konnte mich beim besten Willen auch nicht davon überzeugen zumindest einmal zu probieren. Mir hat das Riechen da schon gereicht.

Nun, bei genauer Überlegung aufgrund dieser Frage, kann ich nach einem halben Jahrhundert feststellen, dass sich mein Geschmack sehr gewandelt hat und ich zu einem großen Anteil die kulinarischen Vorlieben meiner Mutter teile.

1

Was möchtest Du wissen?