Wie verändern sich Menschen mit progredienter (chronischer) Multipler Sklerose?

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6 Antworten

vielleicht ist es nicht die erkrankung, bzw die diagnose, per se. damit muss man ja auch erstmal klar kommen. und das ist seine art, das zu tun. das verhalten muss also nicht zwingend etwas mit dem verlauf der MS zu tun haben.

jedoch ist das klinische bild einer MS, insofern es denn wirklich eine ist, sehr variabel. je nachdem, wo gerade ein entzündungsherd entsteht, kann im prinzip alles mögliche betroffen sein. und dabei natürlich auch ein areal, welches für dieses oder jenes verhalten eine steuer-funktion besitzt.

ps: ich hatte da mal was von diese äpfelsäuregeschichte gehört, welche irgendwas mit dendritischen zellen zu tun hat. soll wohl als therapie ganz gut laufen. nur nebenbei, und voll neben deiner frage.

jede krankheit, auch die leichteste!, verändert menschen, leichte natürlich weniger und nur für kurze zeit. chronische krankheieten tun dies natürlich noch mehr. und MS ist die fieseste chronische erkankung, die ich kenne: zuvorderst stehen die auch äußerlich gut sichtbaren negativen veränderungen (genaueres ist individuell verschieden, meist aber senso-motorische störungen). weniger direkt sichtbar sind auch charakterliche veränderungen. standardinfod bei der dmsg

Ich habe Patienten mit MS in der Klinik relativ häufig als sehr fordernd erlebt. Freundlich waren die meisten aber trotzdem. Ich würde aber sagen, sie haben oft eine spezielle Art an sich..wann das anfängt, oder wie es im Privaten Umfeld ist weiß ich aber nicht

Fordernd - ja - das ist mein Mann allerdings auch. Was mir auch auffällt ist, dass er sich immer und immer angegriffen fühlt, auch wenn es nicht so gemeint ist.

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@LeserinLektorin

naja, das könnte auch psychisch bedingt sein. MS ist ja echt ne schei**krankheit. ich denke ich persönlich würde da auch psychisch mit zu kämpfen haben.

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Charakterlich habe ich mich durch die MS gar nicht verändert. Zumindestens hat mir das bisher noch keiner gesagt.

Sicher dass das an der MS liegt?

Zum Thema gedächtnis: das kenne ich leider auch nur zu gut. Mein Gedächtnis ist auch nicht mehr das wahre. Ihr solltet evtl. mal den Neuro aufsuchen und mit ihm die Symptome besprechen. Er wird euch da sicherlich weiterhelfen können.

Welches Medikament nimmt denn dein Mann?

Vitamin D mangelt Menschen mit Autoimmunerkrankungen, ja gilt sogar als Auslöser für Autoimmunerkankungen. Vitamin D Mangel macht depressiv und schlägt auf die Schilddrüse. Autoimmunerkankungen sind häufig vergesellschaftet. Als MS-Kranker sollte man immer auch seine Schilddrüse mit im Blick haben..Hahsimoto ist die häufigste Autoimmunerkrankung..und die könnte für eijenteil der Symptoem mit sschuld sein bei deinem Mann.

Vitamin D muss in deutlich höherer Dosis bei einem MS-kranken angewandt werden als in Deutschland gemeinhin empfohlen wird...ich würde 4000 I:E. pro Tag empfehlen...zumindest in der dunklen Jahreszeit...im Sommer wenn irgend möglcih raus ins Licht, in die Sonne. Viel Wasser trinken, bewegen im Rahmen der Möglichkeiten....neue Möglichkeiten suchen...schwimmen? Joga?

ms ist nicht heilbar, was man machen kann ist den jetztigen stand "einzufrieren", also keine weitere verschlechterung.

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