Wie verändern sich dir Organe bei magerspüchtigen?

2 Antworten

Wenn der Körper nicht mehr genügend Nährstoffe bekommt und alle Fettreserven aufgebraucht sind, beginnt der Körper sich aus den Organen die benötigte Energie zum überleben zu ziehen. Mit anderen Worten, der Körper beginnt, die eigenen Organe zu verdauuen und verzehrt sie bzw. frisst sich selber auf. Was dann zwangsläufig über kurz oder lang tödlich ist. Wenn die Organe einmal angegriffen sind, ist es fast schon zu spät, denn dabei handelt es sich i.d.R um irreperable Schäden!

Im Gegensatz zur Bulimie haben an Anorexia nervosa Erkrankte immer Untergewicht (Body-Mass-Index unter 17,5), wodurch u. a. hormonelle Störungen entstehen.

Die Kranken sind sehr kälteempfindlich und ihre Körpertemperatur kann erniedrigt sein, weil der Körper den Stoffwechsel herunterfährt und das wärmedämmende subkutane Körperfett fehlt. Weitere Symptome sind Schwindelgefühle und Ohnmachtsanfälle. Weiters kann es zu trockener Haut und zum Wachsen von Lanugohaaren an Rücken, Armen und Gesicht kommen.

Bei Frauen bleibt die Periode aus (Amenorrhoe), es sei denn, sie nehmen Antibabypillen ein: diese führen dem Körper weibliche Geschlechtshormone zu, die wegen der Essstörung nicht selbst hergestellt werden können.

Beginnt die Krankheit vor der Pubertät, endet das Größenwachstum vorzeitig und die Geschlechtsreife tritt nicht oder nur verzögert (Pubertas tarda )ein: Bei Mädchen entwickelt sich die weibliche Brust dann nicht, bei Jungen bleibt die Entwicklung der Hoden und des Penis aus.

Die Magersucht ist eine schwere, unter Umständen tödliche Erkrankung. Das extreme Untergewicht verursacht körperliche Folgen:

Herz: verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutdruck, Veränderungen bei der Erregung der Herzmuskels (besonders: verlängertes QT-Intervall) und Herzrhythmusstörungen, woraus ein plötzlicher Herztod folgen kann.

Blut: Störungen der Elektrolyte (besonders gefährlich: Hypokaliämie mit Herzrhythmusstörungen), Unterzuckerung, Blutarmut, Leukozytopenie und Thrombozytopenie.

Hormone: niedrige Konzentrationen von Geschlechtshormonen (LH, FSH, Östrogen), dadurch: Amenorrhoe, Unfruchtbarkeit, evtl. ausbleiben des Brustwachstums bei Frauen. Verlust von Libido und Potenz bei Männern. Niedrige Konzentration von Schilddrüsenhormonen. Leicht erhöhte Konzentration von Glukokortikoiden.

Knochen: Osteoporose mit erhöhtem Risiko einer Fraktur

(falls häufiges Erbrechen) Zähne: Erosionen durch Magensäure, Karies.

Organe: Darmträgheit und chronische Verstopfung, Magenkrämpfe, Übelkeit, Nierenversagen, Blasenschwäche (Inkontinenz).

Bis zu 15 % der Erkrankten sterben[5] — entweder durch Komplikationen wie Herzstillstand oder Infektionen, oder aber durch Selbstmord. Ein Teil der überlebenden Patienten leidet zeitlebens an Langzeitfolgen wie Osteoporose oder Niereninsuffizienz.

http://de.wikipedia.org/wiki/Anorexia_nervosa

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