Wie verändern sich die Muskeln?

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1 Antwort

Die langsamen, langen Dauerläufe hinsichtlich Marathon trainieren v.a. die aerobe Ausdauer. Das heißt, die gesamte Zufuhr des Sauerstoffes von der Lunge bis in die Muskelfasern wird verbessert:

Ein größeres Blutvolumen, dass durch mehr rote Blutzellen mehr Sauerstoff transportierne kann, ein größeres Herzschlagvolumen, das bei gleicher Schlagfrequenz also mehr Blut befördern kann, feiner verzweigte Blutgefäße in den Muskeln, sodass die Gefäßoberfläche steigt und der Sauerstoff schneller in die Muskeln kann und in den Muskeln eine größere Menge an Enzymen und anderen Substanzen, die für die Verarbeitung des Sauerstoffs sorgen. Vor allem betreffen die ganz langen Dauerläufe aber muskuläre Anpassungen

Je höher der Sauerstoffbedarf, desto höher die Herzfrequenz. Wenn man schneller läuft, erhöht sich die Herzfrequenz, um den Bedarf zu decken. In dem Bereich, hat man dieselben aeroben Effekte, wie oben genannt, nun liegt der Schwerpunkt aber nicht auf den Anpassungen der Muskeln, sondern des Herzens.

Läuft man nach Erreichen der maximalen HF noch schneller, kann dieser Zusatzbedarf nur noch durch anaerobe Energiebereitstellung, also Kohlenhydratspaltung ohne Sauerstoff, erfolgen, wobei Laktat entsteht und die Muskeln übersäuern. Das spürt man dann bei besonders intensiven Belastungen als Brennen im Muskel. Wenn du so schnell läufst, wird die anaerobe Ausdauer trainiert, also die Fähigkeit, entstandenes Laktat schnell wieder abzubauen, aber auch, das anfallende Laktat besser zu tolerieren. Das sind vorwiegend biochemische Anpassungen im Muskel.

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