Wie unterscheidet sich eine Menschenrechtsverletzung von einer Straftat?

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3 Antworten

Eine Straftat ist eine verbotene Tat, deren Ausführung nach dem Strafgesetzbuch mit einer Strafe geahndet wird. Somit ist eine Geschwindigkeitsüberschreitung keine Straftat, denn darüber steht nichts im Strafgesetzbuch. Sie wird nach der Straßenverkehrsordnung mit einem Bußgeld belegt und ist somit eine Ordnungswidrigkeit. Somit hätten wir den Begriff der Straftat (für Nichtjuristen wohlgemerkt) schon einmal in trockenen Tüchern.

Eine Menschenrechtsverletzung ist ein Eingriff in die "Grundrechte eines Menschen". Über diese Grundrechte sollte eigentlich international Einigkeit bestehen, aber noch ist das Wunschdenken. Nur wenige Verletzungen der Menschenrechte werden tatsächlich Straftaten sein. So hat ein jeder Mensch das Recht zu Leben. Wird ihm dieses Leben gewaltsam genommen, könnte unter Umständen ein Mord (Straftatbestand) vorliegen. Dann hat man eine ganz bestimmte Menschenrechtsverletzung sowie ihre Bestrafung in nationales Strafrecht eingebunden. Für den größten Teil der Menschenrechtsverletzungen gilt das jedoch nicht.

Die Menschenrechte werden als "Naturrechte" verstanden, also als Rechte, welche einem Menschen von Natur aus zu eigen sind. In dieser Hinsicht ist die deutsche Verfassung zu verstehen. Daraus ergibt sich für eine Gesellschaft die Pflicht, die Menschenrechte zu schützen. Dennoch sind Menschenrechte mehr ein philosophisches Konzept als nationale oder internationale Rechtssprechung.

Schau dazu einmal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrechte

Als Menschenrechte werden subjektive Rechte bezeichnet, die jedem Menschen gleichermaßen zustehen.

In einem engeren Sinne wird der Begriff „Menschenrechte“ auch als Gegenbegriff zu „Bürgerrechte“ verstanden:

Er steht dann für Grundrechte, die unabhängig von der Staatsangehörigkeit allen Menschen zustehen.

Menschrechte in der BRD sind z. Teil im Grundgesetz veankert.

Als Straftat bezeichnet das deutsche Strafrecht ein Verhalten, das durch ein Strafgesetz mit Strafe bedroht ist.

Eine Straftat ist mithin eine rechtswidrige und schuldhafte Handlung oder Unterlassung, die den Tatbestand eines Gesetzes erfüllt, das zur Ahndung eine Strafe vorsieht.

Menschenrechtsverletzungen werden in der Regel von staatlichen Organen durchgeführt, die das dann eben selber nicht als Straftat sehen.

Straftaten verletzten vom Staat selber aufgeführte Regeln.

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