Wie unterscheidet man heutzutage Geschlechterdifferenzen und Diskriminierung?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es handelt sich dabei um subjektives Empfinden, ist also schwer in richtig und falsch einzuteilen, aber kann die Motivation hinterfragen, so habe ich es des öfteren erlebt, dass schlichtweg behauptet wird der Umgang wäre sexistisch, um sich Vorteile zu verschaffen. Und wenn man das erkennt sollte man es deutlich kritisieren.

danke für den stern

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Fast jeder Mensch, der sich mit dem Verhalten seiner Mitmenschen intensiv und kritisch auseinandersetzt, wird erkennen, dass sich Männer und Frauen in zahlreichen Aspekten graduell unterscheiden. Das ist zum einen genetisch bedingt, zum anderen durch die unterschiedlichen Hormonsituationen gesteuert, die spezifische Verhaltenseigentümlichkeiten über das Erbmaterial an- bzw. abschalten und so die Unterschiede herbeiführen. Selbstverständlich kommen Prägungen in bestimmten sensiblen Lebensphasen hinzu und natürlich auch Rollenerwartungen, die in jeder Sozietät wirkmächtig des Verhalten mitbestimmen. 

Dass man diese Unterschiede diskutiert und ihre Ausprägung, die in bestimmten geschichtlichen Epochen und Gesellschaften unterschiedlich war, analysiert, finde ich nur normal und auch bereichernd. 

Dass es nun in unserer Zeit so häufig passiert, dass Frauen bei der Benennung von geschlechtsspezifischen Unterschieden von "Diskriminierung" im Sinne von "Abwertung" sprechen, liegt offensichtlich an deren Bemühung, in jedem Fall die für ihr eignes Wohlbefinden erforderliche Gefühl der Chancengleichheit zu wahren. Dieses Bemühen, bei Wahlentscheidungen die gleichen Ausgangschancen zu bekommen, ist ohne Frage gut und angemessen. Das Argument der "Diskriminierung" ist dagegen eine sog. "Killerphrase", mit der man sich bemüht nicht die Argumente des Anderen ernst zu nehmen, sondern ihn in eine moralische Unrechtsposition zu versetzen, um dadurch Vorteile für sich zu gewinnen. Der Andere soll sich schuldig fühlen, damit er seine eigenen Argumente nicht mehr frei und selbstbewusst vortragen kann. 

Viele Männer spüren die Unredlichkeit, die eine Sprecherin mit dem "Diskriminierungsargument" durchbringen will, doch sie sind nicht beherzt genug, diese Anschuldigung angemessen zurückweisen zu können. So machen Frauen eben die Erfahrung, dass sie mit diesem Begriff überaus leicht erfolgreich sind, und versuchen ihn bei jeder günstigen Gelegenheit  anzubringen. Sie ersparen sich damit die vertiefte sachbezogene Argumentation, die natürlich viel mühseliger und zeitaufwändiger ist - sehr zum Leidwesen der Männer, die sich dadurch ihrerseits "diskriminiert" fühlen.

Indem man sich den Gesetzestext zur Diskriminierung durchliest. Dort steht genau beschrieben, was man darunter versteht.

Du meinst ernsthaft, dass Gesetzestexte gesellschaftliche und / oder individuelle Wirklichkeiten beschreiben oder definieren (können)? Das sind doch immer nur Annäherungen an Sachlagen und -zusammenhänge - mehr kann und will ein geschriebenes Gesetz nicht sein (ansonsten gäbe es keine Gerichtsverhandlungen und richterlichen Urteile).

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@HektorPedo

Ein Politiker nannte seine Frau "Muschi", wie finde ich das?

Nicht mehr ganz frisch aber immer noch gebraucht, Her S. mit "Gattin", wahrscheinlich hat Frau Schwarzer nicht geheiratet, um sich solche Bezeichnungen zu ersparen.

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@hoermirzu

Auch wenn "Muschi" mittlerweile ein seltsam anmutender Kosenamen ist, so war es doch früher ein ganz normaler Name für - beispielsweise - eine Katze. Unsere Katze hieß auch so. Dabei hat sich niemand was gedacht.

Was kann der Herr dafür, daß Gedanken entgleiten?

Wer hätte Frau Schwarzer geheiratet???? Die Frau ist automatisch gegen alles, was von Männern kommt, oder was männlich anmutet.

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@HektorPedo

Das hab ich nirgends behauptet. Nur ist es in erster Linie irrelevant, ob sich jemand Diskrieminiert fühlt, wenn das Gestz sagt, dass es nicht den Tatbestand erfüllt. Dann mag es zwar subjektiv so sein, heißt aber nicht, dass es deshalb absolut ist.

Desweiteren, Gerichtsverhandlungen gibt es in erster Linie deshalb, um festzustellen, ob eine Situation den im Gesetzestext beschriebenen Tatbestand erfüllt. Gesetze sind keine Annäherungen an irgendwas, sondern beschreiben eine Straftat z.B. sehr genau und sind in der Regel sehr präzise, was das angeht. Es gilt immer nur zu prüfen, ob der Tatbestand erfüllt wurde und unter welchen Umständen dies geschah.

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@turalo

Mit seiner Katze ist man nicht verheiratet, sie ist vor dem Gesetz sogar eine Sache.

Zur Emma-Chefin äußere ich mich nicht weiter; angeblich gibt es für jeden Topf auch einen Deckel.

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@hoermirzu

@hoermirzu: Vielleicht ist seine Frau in seinen Augen so anschmiegsam wie eine Katze. Oder was auch immer...... jeder darf den Kosenamen verwenden, den er mag. Das muß keine sexuelle Anspielung sein.

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