Wie unterscheiden gläubige Christen ihre empfundene "Gemeinschaft mit Gott" von purer Selbsttäuschung?

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13 Antworten

Von außen ist das sicher nicht zu unterscheiden, aber es gibt einen Moment, an dem sie Christen werden, denn vorher sind sie keine Christen, in dem sie die Überzeugung und den Glauben angeboten bekommen und dieses Geschenk annehmen. Sie werden neue Menschen, bei denen es im Extremfall sogar zu radikalen Änderungen der Denk- und Verhaltensmuster kommt.

Jeder Mensch hat seine Überzeugungen und wenn er anderen keine anderen Überzeugungen zutrauen sollte, ist das sein Problem und nicht das der Anderen.

Wie unterscheiden eigentlich Atheisten ihre angenommenen Antigottesbeweise von einer potentiellen Selbsttäuschung?

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Kommentar von Ranzino
08.07.2016, 23:29

Antigottesbeweise

Im allgemeinen stehen Atheisten auf falsifizirbare Beweise. Wobei sie es immerhin einfach haben, da die Gottesbeweise der Gegenseite schlicht fehlen ?
Sorry, da haben die Atheisten einen klaren Vorteil. Sie können immerhin gute Hypothesen bauen, was die Gegenseite nicht kann.

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Kommentar von Termobar
09.07.2016, 00:03

Wie unterscheiden eigentlich Atheisten ihre angenommenen Antigottesbeweise von einer potentiellen Selbsttäuschung?

Die "Antigottesbeweise" sind eher das aufzeigen logischer Fehler in vorgelegten Gottesbildern. Da sie logisch nachvollziehbar sind, entfällt hier die Selbsttäuschung.

Jeder Mensch hat seine Überzeugungen und wenn er anderen keine anderen Überzeugungen zutrauen sollte, ist das sein Problem und nicht das der Anderen.

Google mal Dena Schlosser ;)

Von außen ist das sicher nicht zu unterscheiden, aber es gibt einen Moment, an dem sie Christen werden, denn vorher sind sie keine Christen,in dem sie die Überzeugung und den Glauben angeboten bekommen und dieses Geschenk annehmen.

Und meine Frage war, wie unterscheidet sich dieses empfundene Geschenk von purer Einbildung. Schön das du es als toll empfindest, nur beantwortet das nicht die Frage.

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Kommentar von realsausi2
09.07.2016, 00:38

Wie unterscheiden eigentlich Atheisten ihre angenommenen Antigottesbeweise von einer potentiellen Selbsttäuschung?

Dieser Frage liegt ein völlig falsches Verständnis von Atheismus zu grunde.

Ein Atheist braucht keine Belege gegen die Existenz von Göttern. Ebenso wie Du keine Belege gegen die Existenz von Einhörner, der Zahnfee oder Rumpelstilzchen brauchst (hoffe ich zumindest).

Die Existenz von Göttern ist eine komplett evidenzlose Behauptung. Erst wenn Evidenzen vorgetragen würden, könnte ich als Atheist zu diesen Position beziehen. Solche Belege sind mir aber bisher nicht vorgelegt worden.

Mal angenommen, ich würde behaupten, es wäre tatsächlich möglich, aus Stroh Gold zu spinnen, hieltest Du es dann für angemessen, dass ich von Dir Belege einfordere, mir das Gegenteil zu beweisen?

Du würdest einfach sagen: "Nein, das geht nicht."

Und genau das machen Atheisten. Sie sagen einfach "Nein, Deine behauptung, es gäbe Götter, weise ich zurück.".

Sie stellen hiermit eben auch keine eigenen Behauptung auf, die ihrerseits eine Beweispflicht rechtfertigen würde.

Es gibt Menschen, die behaupten, es gäbe Götter. Und solche, die das nicht tun. Die nennt man Atheisten.

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Vielleicht weniger durch die Empfindung, als durch das Ergebnis. Wenn ich als Christ durch die empfundene Gemeinschaft mit Gott es so empfinde, dass es wichtig ist, anderen uneigennützig zu helfen und gesünder zu leben, dann merke ich auch, spätestens im Laufe der Zeit, wie dies mein Leben positiv beeinflusst, was eine pure Selbsttäuschung nicht in diesem Ausmaß vermag. 

Beispielsweise können sich durch eine derartige Hilfsbereitschaft neue Freundschaften entwickeln und darauf aufbauend weitere neue Beziehungen, eine gesündere Lebensweise kann dem Körper helfen sich auf die Dauer selbst zu entgiften, gesünder zu werden und auch die Leistungsfähigkeit in vieler Hinsicht zu steigern. Bei solchen Entwicklungen handelt es sich nicht mehr um etwas, das man als Selbsttäuschung abtun kann, sondern vieles davon ist nachprüfbar.

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Kommentar von Termobar
09.07.2016, 09:25

Somit hätte jeder andere Grund, Anderen zu helfen das gleiche Ergebnis? Ich denke hier etwa an humanistische Ansichten. Falls du meinst es gäbe da einen Unterschied im Ergebnis, erkläre bitte wo der liegen soll. Falls es keinen Unterschied gäbe, dann hättest du hier nicht ein wirkliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Selbsttäuschung und "Gemeinschaft".

Ob der Antrieb zu helfen einfach menschlicher Idealismus im religiösen Gewand oder genuiner Effekt der "Gemeinschaft" ist, kann ich am Ergebnis dann nicht festmachen.

Kurzum ,das Problem der Unterscheidung besteht, egal wie man es dreht und wendet.

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Kommentar von mexp123
11.07.2016, 22:56

JTKirk, du hast es auf den Punkt gebracht :)

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wie unterscheiden atheisten ihre empfundene gottlose realität von selbsttäuschung? stell dir lieber mal diese frage

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Kommentar von Termobar
17.03.2017, 19:55

Durch Prüfung der Belege die für Götter sprechen.

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Letzten Endes gar nicht, sonst wäre es ja nicht "glauben", sondern "wissen".

Es reicht mir, wenn es zu einem besseren Leben für mich und andere führt. Damit hat das Leben einen Sinn.

Ob irgendetwas, das wir wahrnehmen und für "die Wirklichkeit" halten, überhaupt objektiv (irgendwie definiert) überhaupt existiert, haben die größten Philosophen bislang nicht beantworten können. Da sind Gläubige in bester Gemeinschaft mit Nichtgläubigen. 

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Das liegt wohl sehr dicht beieinander.

Wenn jemand die Nähe zu  Gott sucht,und das Gefühl hat ,sie gefunden zu haben.Ist das sehr schön.

Aber Gemeinschaft mit Gott?,hört sich stark nach Selbstüberschätzung an.

Zu einer Gemeinschaft gehören Zwei,und ob Gott mit einem Menschen eine Gemeinschaft bilden will ?.

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Was für ne Gemeinschaft mit Gott 🙈 Bitte informier dich über unseren Glauben (nicht den von freikirchlichen Christen oder christlichen Sekten) bevor du uns als Spinner darstellst, die irgendwie wie so Hippies ihren Gott anbeten und so tun als würden sie mit dem feiern oder was. (So kommt das rüber, wir sind auch nicht im Wahn ;) )
Wir glauben eher dass es einen gibt, der uns und alle anderen Menschen beschützt und leitet (was dir die Wertvorstellungen aus den 10 Geboten und va. der Bergpredigt zeigen) und dem man sich anvertrauen kann, wenn man Probleme hat und nicht weiß wie man sie lösen soll.
Natürlich ist das kein Mensch, der da auf der Wolke sitzt. Man weiß nicht als was man sich ihn/sie/es vorstellen kann. Drum ist Gott ja auch die Dreieinigkeit: Mensch, Geist, Gott, er ist irgendwie alles gleichzeitig. Es gibt eben was, was irgendwie übermächtig ist. Und klar kann man irgendwie argumentieren dass man keine Übermacht braucht und dass nicht alles einen Sinn haben muss. Aber 1. ist dann das Leben nicht sinnlos, wenn man nur dafür lebt zu sterben und man daran glaubt, dass die Verstorbenen unter der Erde nur langsam verrotten? Und 2. haben die Leute über die in der Bibel berichtet wird (und auch in anderen Schriften), echt immer mutige Dinge getan und von allen wird berichtet, dass sie diese Kraft durch einen Gott gefunden haben.

So: und jetzt lass uns Christen doch einfach Christen sein. Ich mach auch keinen Muslim, Buddhisten, Atheisten, juden,... blöd an und stell ihn als Spinner dar, nur weil er etwas glaubt, wovon ich nicht überzeugt bin. Okay? ;)

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Kommentar von EPzentrum
08.07.2016, 23:35

Das sehe ich ehrlich gesagt, auch mal als einen konstruktiven Kommentar an. Das ist nämlich genau das, womit ich mich noch anfreunden kann. Ich bin zwar absoluter Atheist, aber meiner Meinung nach soll jeder Leben wie er will und glauben was er will, solange man damit keinem anderen auf den Geist geht oder anderen schadet. Was ich absolut nicht ab kann, ist, wenn ein - und das verstehe ich teilweise als Fanatismus - Glaubensanhänger irgendeiner Religion der Meinung ist, anderen Menschen diese in irgend einer Form aufzuzwingen, denn genau dadurch entstehen ja erst Probleme.  

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Kommentar von Ranzino
08.07.2016, 23:35


Aber 1. ist dann das Leben nicht sinnlos, wenn man nur dafür lebt zu
sterben und man daran glaubt, dass die Verstorbenen unter der Erde nur langsam verrotten?

Nun ja, die Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit war schon immer hart.  Nur warum nicht was aus diesem Leben machen statt auf das Jenseits hoffen ? Wir werden nicht mehr von Krieg und Pestilenz heimgesucht; Kindersterblichkeit ist nicht so verbreitet wie in frühen Jahrhunderten usw.  Da muss man nicht auf eine "andere" Gerechtigkeit hoffen, kann hier gut leben und alt werden.  :)

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Kommentar von mexp123
08.07.2016, 23:42

EPZentrum:
Danke, wenn jeder den anderen akzeptiert wie er ist (also natürlich mit Einschränkungen, kann ja nicht jeder einfach machen was er will), dann hätten wir glaube ich keine Probleme auf der Welt.
Deswegen war s mir wichtig, von den extremen Gruppen zu unterscheiden. Meine Patentante und ihre Familie sind zB vor ein paar Jahren so einer extremen Freikirche beigetreten (deren Pfarrer übrigens ein Zahnarzt ist und kein Theologe). Und meine Cousine hat jetzt auch aus Überzeugung (bzw weil Sex vor der Ehe wohl kein Thema bei denen ist) mit 19 ihren ebenso christlichen Freund geheiratet. Aber die zählen für mich auch nicht mehr zu unserer "volkskirche". Wäre mir ja auch egal, wenn die mir nicht ständig diese "christlichen" Glaubenshefte schicken würden :D

Ranzino:
Ja klar, das darf jeder sehen wie er mag :) ich stell mir trotzdem lieber vor, dass meine Oma nur körperlich tot ist und dass ihre Seele, ihr Humor, ihre liebe Art, nicht einfach begraben wurde sondern dass das irgendwie weiterlebt. Und nach unserem Glauben ist das so und das finde ich schön :)

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Kommentar von Termobar
09.07.2016, 00:15

Was für ne Gemeinschaft mit Gott 🙈 Bitte informier dich über unseren Glauben (nicht den von freikirchlichen Christen oder christlichen Sekten) bevor du uns als Spinner darstellst, die irgendwie wie so Hippies ihren Gott anbeten und so tun als würden sie mit dem feiern oder was.

Mir ging es aber um die Behauptung eben dieser "Spinner", da ich sie wenig plausibel fand. Wenn du deren Ansicht nicht teilst, kannst du die Frage auch schwerlich beantworten. Allerdings wirst du mir wohl zustimmen, dass ich kaum jemanden fragen kann danach der es eben nicht so annimmt wie "Spinner", oder?

Wir glauben eher dass es einen gibt, der uns und alle anderen Menschen beschützt und leitet

Woran genau sieht man den den Schutz?

(was dir die Wertvorstellungen aus den 10 Geboten und va. der Bergpredigt zeigen)

Der Teil wo mir geraten wird mir Augen auszureissen oder wo ich nicht meines nächsten Sklaven begehren darf? Im Ernst, ich habe hier keine selektive Leseweise. Somit finde ich weder die Gebote noch die Bergpredigt im ganzen irgendwie moralisch oder sinnvoll.

Aber 1. ist dann das Leben nicht sinnlos, wenn man nur dafür lebt zu sterben und man daran glaubt, dass die Verstorbenen unter der Erde nur langsam verrotten?

Hinsetzten und aufs Ende warten tut nur auch keiner. Menschen geben ihrem Leben selber Sinn. Dazu braucht es keinen externen Sinngeber.

Und 2. haben die Leute über die in der Bibel berichtet wird (und auch in anderen Schriften), echt immer mutige Dinge getan und von allen wird berichtet, dass sie diese Kraft durch einen Gott gefunden haben.

Und eben weil dies in jeder Schrift steht und es immer den gleichen Effekt hat habe ich eher den Eindruck das der Aspekt der Selbsttäuschung da ein konstanter Faktor bei ist.

So: und jetzt lass uns Christen doch einfach Christen sein. Ich mach auch keinen Muslim, Buddhisten, Atheisten, juden,... blöd an und stell ihn als Spinner dar, nur weil er etwas glaubt, wovon ich nicht überzeugt bin. Okay? ;)

Also ist jedwede Frage zu religiösen Ansichten Tabu? Ich mache keinen an, ich frage. Mehr nicht. Ich widerlege jedoch auch fehlerhafte Argumente. Ist das auch anmachen? wie sähe für dich den "nicht anmachende" Religionskritik aus, wie darf man den "genehme" Fragen stellen?

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Ich frage nicht danach , ob das , was ich tue , das im Sinne Gottes Rechte oder Selbsttäuschung ist . Dann würde ich ja immer im Zweifel sein über all mein Denken und handeln . Für mich ist nur das Eine wichtig ; nämlich das , was dem Frieden dient d.h. das, was ich vor meinem Gewissen rechtfertigen kann. Und dient es dem Frieden, den Teufel anzubeten, dann tue ich es, ohne Gewissensbisse !! Wer wollte mich verurteilen, wenn ich die Feindesliebe für bare Münze nehme und ihr gemäß auch konsequent bin ! Sollte ich denn vor meinem größten " Feind " halt machen ?

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Gar nicht, das ist ja der Sinn der Sache. Es ist keine Selbsttäuschung, da sie daran glauben :)

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Kommentar von realsausi2
09.07.2016, 00:42

Es gibt nur eine Realität. Und wir können uns bemühen, diese über unsere Wahrnehmung so exakt wie möglich in unserem Geist abzubilden.

Diese Realtiät ist das draußen. So wie sie ist. Unsere Wahrnehmung schafft keine Realität, sondern reproduziert sie nur in unserem Verstand.

Wenn nun jemand ohne dies belegende Fakten an eine Entität "glaubt", die in der wahrnehmbaren Realität keine Entsprechung hat, ist das sehr wohl eine Selbsttäuschung. Es ist ein Verlust an Zugang zur Realität.

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Kommentar von mexp123
12.07.2016, 10:18

Die Realität unserer Welt wirst du nie nur durch Betrachten erkennen können, so wie es zB sehr gut im Höhlengleichnis von Platon ersichtlich wird. Hast du ja gesagt, aber gerade deshalb kannst du die Existenz eines  Gottes weder belegen noch widerlegen. Und würde man vom Rationalismus ausgehen, könnte man deshalb durchaus auch aus logischer Sicht von der Existenz von Gott ausgehen. Dazu gibt es übrigens einen sehr guten philosophischen Text von Spaemann, der das Höhlengleichnis mit dem Glauben vergleicht.

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Ich bin fest davon überzeugt, dass es einen Gott gibt, der uns erschaffen hat und kann nur beschreiben, warum ich persönlich an den Gott glaube, der sich uns m. E. in der Bibel offenbart und davon überzeugt bin, dass die die Bibel das ist, was sie von sich selbst behauptet, zu sein: Gottes wahres Wort und Offenbarung für die Menschen (vgl. 2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,21).

Für mich gibt es für die Wahrheit dieser Aussage viele Gründe, z. B. ihre Argumentation, ihre Logik und ihr Aufbau, die Einzigartigkeite ihrer Entstehung und Überlieferung, der Bereich "erfüllte Prophetie" usw.

Einige Gründe dafür werden z. B. hier aufgeführt: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

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Weißt du, alles was schön und gut ist, offenbart Gott. Da kann man sich also gar nicht täuschen. :)

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gefühlstäuschung, denn der mensch soll gott denken

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Eine solche Unterscheidung ist dem Glaubenden nicht möglich.

Das subjektive Empfinden hat kein Regulativ, an dem es sich messen kann/muss.

Die Göttern zugesprochenen Eigenschaften lassen es zu, eine Wahrnehmung als komplett subjektiv, isoliert von anderen, zuzulassen.

Ich hatte selbst mehrere "Gotteserfahrungen". Damals war das für mich wohl höchst beeindruckend, aber keineswegs in Frage zu stellen. Das andere, die neben mir im Gebet waren, diese Wahrnehmung nicht teilten, war mir kein Anlass anzunehmen, meine Wahrnehmung in Frage zu stellen.

Heute weiß ich, dass das ein Hirnfurz war. Der Wunsch der Vater des Gedankens.

Aber wer im Glauben verfangen ist, ist außerstande, diese Position der kritischen Reflektion einzunehmen.

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Kommentar von Ranzino
09.07.2016, 13:05

Sehr fein formuliert.
Im Grunde muss man auch nur auf frühere verbreitete Religionen schauen, denn auch da meinten die Gläubigen, sie haben ganz sicher was Himmlisches erfahren.
Heute opfert niemand mehr tausende Menschen für den nächsten Tempelanbau für Huitzilopochtli in Tenochtitlan, Osiris feiert keine Auferstehung mehr und der Nil tritt auch dann über die Ufer, wenn man nicht darum betet.  Keine Zeichen und Wunder, alles für den Eimer.

All diese "Gotteserfahrungen" waren also im Nachhinein betrachtet, unnützer Mumpitz.  Da ist es dann schon aufschlussreich, dass Christen meinen, bei ihn sei das gaaaaanz was anderes. 
Ich will an sich nicht wissen, wie ihr euch fühlt, wenn es sich ergibt,  dass auch ihr falsch lagt wie all die anderen Gläubigen der Jahrhunderte vorher. Denn es ist wahrscheinlich sehr peinlich und seelisch grausam.

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Sie versuchen nicht, sich zu täuschen. Sie sind lediglich von eine, glauben überzeugt, und dieser bewirkt, dass sie selbst in ihrem Leben davon profitieren.

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