Wie unterscheide ich Personal-und Auktorialerzähler?

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3 Antworten

1.) Der AUKTORIALE ERZÄHLER ist "allwissend". Er gehört zwar gar nicht zu den Personen, die in der Handlung vorkommen. Aber: Er kennt schon am Anfang der Handlung dessen Ende, und er kennt komplett alle Personen, die in der Handlung vorkommen. Ja, er kennt sogar die Gedanken dieser Personen.

2.) Der PERSONALE ERZÄHLER ist nicht allwissend wie der auktoriale Erzähler. Aber: Der personale Erzähler kommt selbst in der Handlung vor. Er ist "eine Person der Handlung".

Dazu 2 BEISPIELE: Lies mal die folgenden Sätze:

1.) "Unglaublich!", dachte der Junge. (Diesen Satz schreibt der AUKTORIALE ERZÄHLER. Weil er allwissend ist, weiß er sogar, was die Personen denken. Dies könnte der PERSONALE ERZÄHLER nicht, denn er ist ja nicht allwissend.

2.) Ich schrie: "Das ist ja unglaublich!" Hier ist "Ich" der PERSONALE ERZÄHLER. Ich selbst komme in der Handlung vor, bin also eine "Person der Handlung" und erzähle die Geschichte aus meiner Sicht.

TIPP: Den PERSONALER ERZÄHLER kannst du sehr gut daran erkennen, dass er in der "Ich"-Form im Text als Person auftritt.

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Der auktoriale Erzähler ist allwissend, er kann beispielsweise auch in das Innere der Figuren sehen, ihre Gedanken und Gefühle mitteilen, er kann in die Zukunft und in die Vergangenheit der Figuren und Handlung sehen.

Der personale Erzähler ist als Erzähler nicht zu erkennen, er zieht sich völlig hinter die Figuren zurück. Der Leser sieht die dargestelle Welt aus dem Blickwinkel und dem Horizont einer Figur, der Leser erfährt und weiss also nie mehr, als diese Figur.

Der Personalerzähler spielt in der Geschichte mit und berichtet, was er denkt, sieht und fühlt. Der Auktorialerzähler steht drüber: er kann z.b. die Gedanken der Personen lesen.

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