Wie Unterlagen wirklich sicher versenden?

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7 Antworten

Also ein Bekannter von mir gibt den Befreiungsantrag immer persönlich beim Amt ab (Bürgeramt, Rathaus) und läßt sich die Abgabe dann quittieren/bestätigen.

Bei der Post, das wäre möglich, kostet aber sicher. Ich habe davon aber noch nichts gehört. Ansonsten kannst du halt nur EInschreiben mit Übergabe oder Rückschein schicken und in den Antrag selbst schreibst du dann rein, dass in der Anlage folgende (namentlich genau benannte) Unterlagen beiliegen, also z.B. Anlage Bafoeg Bescheid vom 11.03.14. Wäre die Anlage dann nicht vorhanden, müssten sie Antworten und ihn nachfordern. Dann würde für die Befreiung aber das Datum des Antrages trotzdem zählen, man wäre daher aus der Zahlungsforderung ab dem Zeitpunkt raus, wenn die Bewilligung auch erst später erteilt wird.

Ansonsten, geh halt einfach mal zur Post und frag dort nach, ob es da Möglichkeiten gibt.

Die Möglichkeit den Befreiungsantrag persönlich beim Amt abzugeben klingt auch interessant. Ist Dein Bekannter Student? Geht der dann einfach auf das Bürgeramt mit seinen Unterlagen und die wissen dann bescheid was zu tun ist?

Damit hätte ich ja zumindest mal meinen Nachweis und je nach dem auch sogar noch einen Zeugen falls die zuständige Person dort sich meine Unterlage noch anschaut.

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Das kann die ARGE wohl auch als zuständige Behörde f. Hartz 4 oder Sozialgeld, das geht dann von Amts Wegen. Bei ALG II zahlt man keinen Rundfunkbeitrag wie es jetzt heißt

Kopier den Inhalt - dann kannst du es nochmal und nochmal und nochmal schicken, ganz normal, kein Einschreiben oder so. Achte auf die neue Adresse ("GEZ, Köln" kommt so nicht mehr an!). Irgendwann landet es dann auch wirklich da, wo es hingehört. Und die GEZ schickt zwar gerne Drohbriefe und Mahnungen los, aber bis zum Gerichtsvollzieher dauert es doch sehr, sehr lange. Außerdem könntest du dem auch die Befreiung zeigen... (falls du die nicht mehr hast, dein Sachbearbeiter beim jobcenter kann die jederzeit neu ausdrucken, kostet zwar Zeit, aber kein Geld!)

Bei der Variante wäre nur das Problem mit den Fristen. Diese gelten wohl nur Rückwirkend zwei Monate nach Ausstellung der Bescheinigung, wenn diese Frist vorbei ist muss ich Rückwirkend nachzahlen bis zu dem Monat ab dem das Amt die Befreiung erhalten hat (so der Fall bei meiner Freundin)

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für wirklich sicher gibt es nur eine Variante: förmliche Zustellung durch den Gerichtsvollzieher. Dieser fertigt beglaubigte Kopien, stellt das Schreiben förmlich zu, und gibt dir eine Urkunde.

Zwar landet dann in der Praxis auch nur ein gelber Umschlag im Briefkasten, ist also im Grunde nichts anderes als ein Einwurfeinschreiben. Jedoch ist die förmliche Zustellung gerichtsfest.

Die Poststelle vom örtlichen Amtsgericht gibt da Auskunft. Man gibt das Schreiben dort auf, oder wird auf den zuständigen Gerichtsvollzieher verwiesen.

Sicher nicht ganz kostengünstig, oder?

Bei den finanziellen Verhältnissen der Antragsteller manchmal kaum zu machen.

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@XXungerechtXX

naja, 7,50-20€ in Summe -- so teuer ist das nicht, und förmliche Zustellung von Amts wegen gibt dann der Sache auch Nachdruck ;-)

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@freejack75

Hätte das aber auch teurer erwartet :)

Aber gut zu wissen. Vielleicht etwas zu viel für den ersten Antrag, aber wenn bei mir die gleichen Probleme wie bei meiner Freundin auftreten dann werde ich auf jeden Fall diesen Weg in Erwegung ziehen bevor ich mich so lange mit angeblich nicht eingegangenen Schreiben herum ärgere wie sie.

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Wichtige Unterlagen sende ich vorab per Fax. Das Sendeprotokoll dient als Nachweis. Ich nutze https://faxonline.de/ und sichere den Text anschliessend auf der Festplatte in einem Extraordner, drucke ihn zusätzlich aus und hefte ihn ab.

Wie funktioniert es da dann mit Unterlagen die als Original mitgeschickt werden sollen (in meinem Fall die Bescheinigung über Leistungsbezug)?

Sollte ich diese einfach einscannen und mitschicken und ankündigen, dass die Originale als Brief folgen? So etwas in der Art war dann auch das Problem bei meiner Freundin, das erste Schreiben ging laut dem Amt pünktlich ein, die noch fehlende Bescheinigung die sie zwei Wochen später nachgeschickt hat hat das Amt allerdings angeblich erst Monate später erreicht und so war der erste Antrag auch Rückwirkend nicht geltend da er erst geltend war mit Eingang des Originals.

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@Griffin91

Per Einwurf-Einschreiben. Der Briefträger notiert Datum und Uhrzeit der Zustellung. Dieses Dokument kannst Du im Konfliktfall als Beweis anfordern.

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Gibt es bei euch kein "Arbeitslosenzentrum" oder eine ähnliche Einrichtung?

Dort das Ding eintüten und bestätigen lassen, dann mit Einschreiben/Rückschein hinschicken. Im Anschreiben vermerken, was du alles beigelegt hast mit der Bitte um zeitnahe Eingangsbestätigung (per Fax, Mail oder per Post).

Traurig, was man für Methoden anwenden muss....aber deren Briefe sind IMMER angekommen.....

Ich bin Student, könnte so etwas auch über das Studentenwerk möglich sein?

Aber petrapetra64 hat mich ja auf die Idee gebracht es beim Bürgerservice mal zu versuchen. Dort wäre halt nur noch die Frage ob sie mir auch den Inhalt bestätigen oder ihn einfach nur abschicken

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Einschreiben mit Rückschein ist vollkommen ausreichend.

nö, das ist die Variante für Dumme. Man nimmt es einfach nicht an, und es geht zurück. Damit schmeißt man nur Geld raus, bei Empfängern die nicht wollen.

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@freejack75

Das habe ich nun im Leben noch nie erlebt, dass eine Firma/Behörde die Annahme verweigert hätte. Würde ihnen ja auch nicht viel bringen, denn es zählt ja nur das Datum, in dem der Antrag eingereicht wurde, da es keine rückwirkende Befreiung gibt.

Und die Annahmeverweigerung wäre ja der Nachweis, dass die Befreiung beantragt wurde. Die Verweigerung wäre ja das Verschulden der Behörde, denn sie darf ja keine Annahme verweigern.

Also durchaus keine Variante für Dumme.

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