Wie ungesund sind Süßigkeiten und Fast food?

8 Antworten

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Was sind die gesundheitlichen Folgen von Süßigkeiten und fast food wenn
man mit der Menge noch unter dem Tagesbedarf liegt?

Es gibt keinen Tagesbedarf für Süßigkeiten und Fast-Food. Wenn du Kalorien meinst - die spielen überhaupt keine Rolle.

Man nimmt ja wenn man mehr isst als man verbraucht, zu.

Nein. Wenn man mehr ißt, als der Organismus benötigt, ist man länger satt. Der gesunde Organismus reguliert das selbstständig. Dummerweise funktioniert das nur mit gesunder Nahrung.

Erst wenn man sich permanent überißt, weil man bspw. aus psychischen Gründen das Sättigungsgefühl ignoriert, baut der Organismus neue Fettzellen auf und dann nimmt man zu.

Man nimmt auch zu, wenn man das Falsche isst, nämlich stark verarbeitete Nahrungsmittel, zu denen eben auch Süßigkeiten und Fast-Food gehören. Durch die starke Verarbeitung werden wichtige Vitalstoffe zerstört, auf die der Stoffwechsel angewiesen ist, um die Nährstoffe (Kohlenhdrate, Fette, Eiweiße) verarbeiten zu können. Diese Nährstoffe werden aber im Übermaß zugeführt. Der Mangel an Vitalstoffen führt zum einen zu Stoffwechselstörungen, zum anderen dazu, dass der Organismus ständig Hunger auslöst, um die fehlenden Vitalstoffe zu bekommen. Die Stoffwechselstörungen in Kombination mit dem Übermaß an Nährstoffen führt dann häufig zu Krankheiten, wie eben Überwicht.

Man nimmt auch zu, wenn der Organismus durch Schadstoffe, wie bspw. Medikamente gestört ist.

Was passiert da alles im Körper und welche Folgen ergeben sich von zu viel Süßen und fast food? 

Siehe oben: Stoffwechselstörungen und langfristig Krankheiten. Etwa 80% der heutigen Krankheiten haben ihre Ursache in diesen Ernährungsfehlern.

Ich esse keins von den beiden, mich interessiert es nur, da meineFreunde sehr viel davon essen, aber nicht wirklich fett sind.

Die Krankheiten entstehen im Verlauf von Jahren und entwickeln sich über Generationen hinweg. Da jeder Organismus unterschiedlich anfällig ist, entwickeln sich aus der gleichen Ursache unterschiedliche Krankheiten. Dazu gehören bspw. Allergien, Infektanfälligkeit, diverse Magen und Darmerkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Ekzeme, Stoffwechselkrankheiten wie Übergewicht und Untergewicht, Steinbildungen, Gefäßkrankheiten wie Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, einige Erkrankungen des Nervensystems und noch einiges mehr.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Hat mir sehr geholfen!

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Heißt das du kochst auch nicht? Wegen der Verarbeitung?

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@Ansatisfied

Ich koche auch, verwende dann aber grundsätzliche frische Zutaten, die so in der Natur vorkommen und keine Konserven, Fertiggerichte oder Präparate. Der größte Unterschied zu einer konventionellen Ernährung ist, dass ich mein Mehl immer frisch mahle und direkt verwende und dass ich keinen Fabrikzucker und keine raffinierten Fette wie Margarine oder raffinierte Öle verwende. Etwa 30-50% meiner Ernährung ist reine Frischkost, das schwankt je nach Angebot und Laune.

Wenn du dir das mal anschauen willst: Melanie und Sönke haben einen wunderbaren Blog über diese Ernährung: http://vollwert-blog.de/

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@joangf

Danke werde ich mir aus Interesse natürlich anschauen. War aber auch schon auf vielen solchen Seiten, habe mich umfassend informiert und nicht zuletzt durch mein Studium ein gutes Basiswissen. Dadurch kann ich dir sagen, es ist komplett egal, ob du dein Mehl selbst mahlst etc. (Siehe meine Antwort) Aber falsch macht man ja damit auch nichts :) insofern, bedanke ich mich für den Link und wünsche weiterhin viel Spaß am Essen

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@Ansatisfied

Was hast du denn studiert? Aber egal, was es war - du darfst das im Studium gelernte nicht als prinzipiell richtig ansehen oder gar glauben, dass man dir auch alles erzählt hat. Das, was du nicht wissen sollst, erfährst du dort auch nicht, das musst du dir selbst durch kritisches Hinterfragen erarbeiten. Zum Unterschied, ob man das Mahl frisch mahlt oder nicht:

https://up.picr.de/29550209nr.png


Du kannst die Folgen bspw. bei Weston Price nachlesen (Nutrition and Physical Degeneration), er hat das weltweit untersucht und dokumentiert. Auch Cleave und Campbell haben sich intensiv mit dem Thema beschäftigt.

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@joangf

Biotechnologie mit Schwerpunkt auf Medical Bioengineering. Mein Studium befähigt mich in diesem Bereich primär auch eher dazu wissenschaftliche Studien zu lesen und kritisch zu bewerten, da ich die biochemischen Hintergründe verstehe. Unsere Profs sagen selbst, dass wir ihnen nichts einfach so glauben sondern selbst nachlesen und uns informieren sollen - insofern musst du dir da keine Sorgen machen :)

Jedenfalls kann ich Bruker als Quelle leider nicht ernst nehmen, sorry. Generell ist diese Grafik ohne alle Informationen rundherum zum Versuchsaufbau nicht aussagekräftig - man erfährt ja nicht einmal mit welchen Tieren die Versuche gemacht wurden? Da kann man doch keine Schlüsse auf den Menschen ziehen.

lg

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Das ganze Zeug ist auf Dauer zu ungesund, da einfach Ballaststoffe und Vitamine fehlen. Auch das viele falsche fett und der Zucker schädigen mit den Jahren den Körper. Ein junger Körper ist noch widerstandsfähig, ein älterer nicht mehr.

Hey :)

Der Körper braucht eine gewisse Menge an Energie/Tag. Allerdings ist das nicht so eine absolute Zahl vonwegen xkcal/24h, also wenn man an einem Tag mehr isst als an allen anderen sonst macht das noch keinen Unterschied. Weiters können diese Kalorien durch verschiedene Makronährstoffe aufgenommen werden: Kohlenhydrate, Proteine, Fette. Sie unterscheiden sich grob in Aufbau, Energiedichte und Schnelligkeit der Energieverfügbarkeit. Brauchen tun wir sie alle, allein schon wegen dem unterschiedlichen Aufbau: im Fett sind essentielle Fettsäuren enthalten, in Proteinen, Aminosäuren. Kohlenhydrate werden primär benötigt, da unser Hirn Glucose (also Zucker) braucht. Der Körper ist fähig, Glucose aus Fett selbst herzustellen, das ist aber nur eine Notfallmaßnahme und nicht "wirtschaftlich". Zusätzlich braucht der Körper diverse Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, ...)

So wie verhält es sich also mit Süßigkeiten und FastFood?

Süßigkeiten bestehen meist primär aus Zucker (und Fett). Einige Süßigkeiten, wie Schokolade enthalten zb auch Vitamine, jedoch definitiv nicht alle.

Fast Food kann eigentlich alle Nährstoffe enthalten. Zu Fast Food zählen Burger (Fleisch, Brot, Salat, Sauce, Gemüse), Hot Dogs, Sandwiches, Döner, ... bei McDonalds kann man zb auch einen Apfel, Salat oder was auch immer bestellen. 

Wie du siehst, ist in beidem mal nichts drin, was in anderem Essen nicht wäre.

Was ist das Ziel von Ernährung? Die notwendige Energie erhalten und gleichzeitig alle lebenswichtigen Stoffe aufzunehmen. Wie erreicht man das? Vielfalt. Studiert man die Nährstofftabellen von Fast Food und stellt sich so einen Ernährungsplan zusammen, kann man sich beinahe ausschließlich davon ernähren, ohne irgendwelche Schäden zu haben (kommt jetzt drauf an, was da alles als Fast Food zählt). Süßigkeiten sind mit Zucker und (meist nicht so ess. Fettsäurenreichem) Fett ziemlich einseitig. Dennoch kommt es auf das wieviel, die restliche Ernährung und nicht zuletzt auf dem individuellen Stoffwechsel an. 2 Menschen können die gleiche Ernährung haben und komplett unterschiedliche Auswirkungen davon bekommen.

Demnach das Fazit: Süßigkeiten und Fast Food ansich sind nicht ungesund. Ungesund wird es erst, wenn man sich einseitig oder übermäßig davon ernährt, zb nur noch Hamburger von Burgerking, 3 Tafeln Schoko täglich, ...

Dasselbe gilt aber für eigentlich jedes Essen :)

Guck dir den Film "Supersize me" an, da dokumentiert ein sportlicher Typ was dabei rauskommt wenn man sich 1 Monat lang nur von Fastfood ernährt, sehr interessanter Film :)

Der Film ist absoluter Schwachsinn. 1. Hat er während dem "Experiment" aufgehört Sport zu machen, 2. Hat er immer die größten Portionen bestellt, meistens jeden Tag das Gleiche und wenn gefragt wurde, obs sonst noch was sein soll, musste er etwas weiteres bestellen. Inwiefern sich daraus eine Aussage für das normale Leben ableiten lassen soll ist mir ein Rätsel.

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Naja ganz einfach, dass wenn man nur noch Fast Food fressen würde, man früher oder später krank wird. Das beantwortet doch die Frage wie ungesund es wirklich ist. Ob nun jeden Tag oder "nur" 3x die Woche... es ist und bleibt ungesund

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@Suesse1984

Hm nicht wirklich, denn Fast Food ist nicht gleich Fast Food. Vielleicht siehst du dir dazu mal meine Antwort dazu an? Es gab auch einen Universitätsprofessor, der das "Gegenexperiment" gemacht hat und sich nur noch bei McDonalds ernährt hat. Aber berechnet und mit Sport nebenbei. Ich suche dir später eine Quelle dazu :)

Bei Fast Food macht echt die Einseitigkeit und oft auch die Menge das Gift. Aber wenn ich jedes Mal im Restaurant 3x täglich mehrere große Portionen der gleichen Speise esse und mich nicht bewege, gehts mir auch bald nicht mehr gut.

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Ok cool schick mir mal bitte den Link, würde mich interessieren :)

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@Suesse1984

Habs mir falsch gemerkt, war doch ein High School Lehrer. Macht aber auch nicht viel Unterschied:

http://www.thelunchtray.com/cisna-540-meals-a-mcdonalds-infomercial-coming-to-a-school-near-you/

Den Link find ich ziemlich gut, weil er die Aktion auch kritisch betrachtet. Die Wahrheit liegt meiner Meinung nach wie fast immer in der Mitte. Nur mit Fast Food ist es enorm schwierig sich ausgewogen und gesund zu ernähren, selbst wenn es theoretisch möglich wäre. Ab und zu schadet aber nicht, solange der allgemeine Lebensstil passt.

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Natürlich hängt es stark von der Menge ab, aber ich kann dir nicht erläutern was da alles im Körper passiert. Aber ich bin sicher, dass bei regelmäßigem Konsum später im Alter einiges nicht so gut läuft wie es hätte sein können.

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