Wie und wie oft muss ein Katholik beten?

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Hallo, Zocker5080,

mir sind die folgenden Verse im Leben wichtig geworden, und ich glaube, daß man sich danach orientieren kann:

http://www.st-georg-erfurt.de/aktuelles/gebete/besinnung/index.html

Besinnung

Und einmal nur am Tage ein Weilchen stille sein,

und einmal nur am Tage mit deinem Gott allein.

Das löst so manche Frage, das lindert manches Leid,

dies Weilchen am Tage hilft dir zur Ewigkeit.

Dieser Vers gehört eigentlich zu einem ganzen Lied, es ist der Refrain! Sinngemäß hat mich dieser Liedvers immer wieder in de Nähe Gottes gebracht! Einmal dem Herrn begegnet, bevor der Streß des Tages beginnt, ist wegweisend und helfend über die Stunden des Tages hinaus! Wer sich dem stellt, wird durch den heiligen Geist näher zu Jesus gezogen, wird von selbst den Wunsch haben, Jesus mehr in die Mitte desTages zu stellen, wird von selbst das Bedürfnis haben, mit Jesus über den Alltag, über alle Sehnsüchte, Nöte und auch Freuden zu reden!

Das ist der eigentliche Sinn des Gebetes, nicht ein stures Gesetz, so und so viel mal am Tag zu beten! Diese Art Gesetzlichkeit wird Dir kein Weg zur Ewigkeit sein, sondern nur ein Zwang, ein Druck auf Deine Seele! Jesus möchte, daß Du ganz in Seiner Liebe bist, nicht nur in ein paar frommen Worten am Tag! Ich antworte Dir noch mal mit einem alten Lied, das alles ausdrückt, besser, als ich Dir erklären kann:

Mitten aus der Freude

Mitten aus der Freude wunderbarem Glück muss ich zu dir, Jesus, einen Augenblick, nur um dir zu danken, dass du sie mir gibst, halt sie auch in Schranken; so, wie du sie liebst.

Aus dem Arbeitstrubel o wie oft zurück muss ich zu dir eilen, einen Augenblick, um auf meinen Wegen durch Gedräng und Hast schnell auf dich zu legen meine Sorgenlast.

Und in allem Leide, allem Missgeschick, muss ich zu dir flüchten, einen Augenblick; wollest so mirs legen dass ichs tragen kann und ich auch den Segen spüren mag allsdann.

So bin ich zufrieden, wenn ich Leid und Glück schnell zu Jesus bringe, einen Augenblick. Wenn mein Leben stehet so in Gottes Hut, es ganz sicher gehet, bei ihm hab ichs gut.

(Hermann von Bezzel)

Ich wünsche Dir, daß Du diesen Segen spürst, wenn Du es ausprobierst!

L. G. Abendsonne

Das ist eine KAtholische Antwort ,denn im Grunde heisst es immer mit Gott verbunden zu sein ,in allem was wir tun und in allem was los ist ,immer sich der Gegenwart Gottes Bewusst zu sein .

Du in ihm und er in dir .

Natürlich gibt es auch die Stundengebete für den der will und kann ,die sind aber nur für die ORdenleute verpflichtend . Pflicht im Gebet gibt es nicht ,was und wie ..es soll jedoch regelmässigkeit und Ordnung im Gebetsleben sein .

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@ Zocker5080 Danke für das Sternchen!

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Das Gebet ist ja eine Zwiesprache mit G´tt. Eigentlich sollte Dein Leben so ablaufen, daß Du Dein Verhalten ständig mit G´ttes Willen abgleichst, also immer versuchst, seine Gebote zu befolgen. Die Zeiten, wo man sich hinsetzt und bewußt ein Gebet spricht, sind dann nur die Höhepunkte des Tages. Du sollst jetzt nicht wie in Trance durch das Leben laufen, sondern einfach reflektieren, ob Deine Gedanken und Taten mit den Geboten übereinstimmen. Versuch es mal, das macht sogar Spaß.

@-wheuhx-sehr gute Antwort.Ganz großes Daumen hoch.

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Das oder ein Gebet ist keineswegs eine "Zwiesprache mit Gott"; man spricht im Gebet ZU Gott, nicht MIT Ihm!

Deshalb ist die Antwort irreführend.

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@gottesanbeterin

Wenn Du nur ZU G´tt betest und keine Zwiesprache zulässt, entgeht Dir aber eine der hauptsächlichen Bedeutungen des Gebets. Sich besinnen, es G´tt vortragen und horchen, was so an Antworten zurückkommt, das macht doch das Verhältnis aus, das man Glauben nennt und aus dem Kraft und Zuversicht kommen. Wenn Du etwas lesen willst: http://de.wikipedia.org/wiki/Gebet

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Beim Glauben gibt es keine bestimmten Regeln sondern du solltest das so machen wie du es für richtig hältst

Es ist laut einer der ältesten Quellen (dem Didache) nicht verkehrt 3x täglich das Vaterunser zu beten. Darüber hinaus besteht die Sonntagspflicht, aber auch die Stundengebete, Bitt-, Tisch-, Nacht- und Dankgebete sind zwar kein Muss, aber schaden jedenfalls nicht. Das "Betet ohne Unterlass" ist durchaus als guter Ratschlag für ein Ideal zu sehen. Im Regelfall sollte es aber reichen, dann zu beten, wenn man es für angebracht hält (und Messe ist).

"müssen" muss ein katholik gar nicht. er/sie muss auch nicht das glaubensbekenntnis vorher beten. beten heißt ganz einfach mit gott sprechen. und das kannst du auch mit deinen eigenen worten oder gedanken machen. beten kannst du überall und zu jeder zeit, mit allem was dir auf dem herzen liegt oder was dich bewegt. ich habe einmal, als die tochter von freunden sehr krank war, wirklich jede stunde ein gebet zu gott geschickt, dass sie wieder gesund wird und das über viele tage lang.

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