Wie und von wem, wird Kobalt für "grüne" Elektroautos abgebaut?

7 Antworten

Von Experte realfacepalm bestätigt

Kobalt bzw das zu seiner Gewinnung verwendete Erz wird zum allergrößten Teil > 80% in industriellen Minen abgebaut. Wie in vielen anderen Wirtschaftszweigen gibt es auch im Kobaltabbau einen kleinen Teil der unter inakzeptablen meist kriminellen Bedingungen gewonnen wird. Auch wenn dieses Material kaum für die großen Industriekonzerne interessant sein dürfte ist es natürlich wichtig und richtig diese Missstände anzuprangern und Maßnahmen zu ergreifen, die so etwas in Zukunft unmöglich machen.

Mit der Elektromobilität hat dies indes kaum etwas zu tun. Zwar wird heute noch rund 1/3 des weltweit geförderten Kobalts für die Produktion von Akkus für Werkzeuge, Mobiltelefone, Laptops, und natürlich auch Autos verwendet. Der Kobaltanteil, gerade in Akkus wird aber immer geringer.

Der weitaus größere Anteil des weltweit geförderten Kobalt wird jedoch in vielen anderen Bereichen verwendet z.B. Werkzeuge, HSS Stahl, Katalysatoren und andere Metalllegierungen, z.B. auch für Verbrennungsmotoren machen ein weiteres Drittel aus.

Die Chemische Industrie verwendet ebenfalls große Mengen von Kobalt z.B. für Farben, Textilien, Reifen, Beschichtungen, Futtermittel u.s.w.

Soviel als Antwort auf Deine Frage.

Warum meinst Du eigentlich, Dich über einen rund 2 Jahre alten Versprecher einer Politikerin lustig machen zu müssen, man könnte glatt zu dem Eindruck kommen, Du wolltest eigentlich nur Deine politische Meinung, in eine Frage verkleidet auf dieser, für solche Dinge nicht vorgesehenen Plattform, verbreiten.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Habe den PKW Fuhrpark meiner Firma auf BEV umgestellt.
Warum meinst Du eigentlich, Dich über einen rund 2 Jahre alten Versprecher einer Politikerin lustig machen zu müssen

Weil es lustig ist (?)

man könnte glatt zu dem Eindruck kommen, Du wolltest eigentlich nur Deine politische Meinung, in eine Frage verkleidet auf dieser, für solche Dinge nicht vorgesehenen Plattform, verbreiten.

Ich doch nicht... ich bin die letzte Person die so etwas tun würde.

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@Starchy

Du bist EXAKT eine der Personen die das tun würden und ja auch tun. ¯\_(ツ)_/¯

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Wo wird Kobalt für Futtermittel verwendet?

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@Sandlerkoenig07

Hm, genau kann ich dir dass nicht sagen, ich bin ja nicht der Statistiker, der die Werte ermittelt hat und auch kein Tierfutter Experte. Allerdings habe ich nachdem ich Deinen Kommentar gelesen habe einfach mal danach gesucht und auf Anhieb einen entsprechenden Futterzusatz gefunden. futtermittel-fallmann.com/Kobalt-Laemmerbolus vielleicht gibt es ja hier noch andere Mitleser die mehr wissen und die Da korrigierend oder bestätigend eingreifen können.

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Dass Kobalt hauptsächlich in Katanga - ein Provinz im Kongo - unter unmenschlichsten Bedingungen (auch Kinderarbeit) abgebaut wird verschweigen unsere Grünen geflissentlich!

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@Silvy611

Also das ist so nicht korrekt. Denn hauptsächlich stammt das Kobalterz aus Industrie-Minen. (siehe meine Antwort) - Und das Problem der Kinderarbeit wird auch nicht "geflissentlich verschwiegen" sondern man versucht dem politisch beizukommen. Ob das Lieferketten Gesetz da der Weisheit letzter Schluss ist, dass darf man gerne diskutieren. Das funktioniert aber nicht mit Floskeln sondern mit Alternativvorschlägen.

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@mloeffler

Wie ich schon andeutete, vor diesem Problem schließt man (die grünen) geflissentlich die Augen damit ihre heilige Kuh, das E-Auto, keine Kratzer abkriegt!

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@Silvy611

Wie kommst du darauf dass "Das E-Auto" (ungenau) die "Heilige Kuh" der "Der Grünen", wen auch immer Du ganz genau damit meinst, ist. Das was Du da von Dir gibst sind doch alles Floskeln. - Was genau ist Dein Vorschlag?

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@mloeffler

Sie hat zwar keine Vötrschläge, , aber Hetze gegen gRüNe und Elektroautos sind ihr offensichtlich wichtig.

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Stellen wir die Frage mal zurück.

Lithium und Cobalt werden ja nun für alle möglichen Arten von Baterien und Akkus verwendet, also auch für diejenigen, die in Smartphones, Coumputern etc. verwendet werden.

Nun wundert mich, dass es auf einmal so viele besorgte Leute gibt, wenn es um die Herstellung von Akkus für die Elektro-Mobilität gibt, sie allerdings so überhaupt keine Probleme damit sehen, wenn es um das eigene Smartphone oder den eigenen Computer geht.

Das erscheint mir............. erstaunlich.

Offenbar sind entweder die Abbaubedingungen für Lithium und Cobalt für die Verwendung dieser Technik völlig andere oder aber diese Besorgnis ist ziemlich inkonsequent und Verlogen, was ohnehin naheliegt, denn die in dieser Hinsicht Besorgten, fallen auch sonst in der Regel nicht durch übermäßiges Engagement für vernünftige Arbeitsbedingungen und Umweltschäden im Ausland auf, geschweigedenn, dass sie bereit währen sich von ihrem lithium- und cobaltbetriebenen Laptop oder Smartphone zu trennen. ^^

https://www.cleanthinking.de/schluss-mit-alternativen-fakten-wahrheit-ueber-lithium-und-kobalt/

Nun wundert mich, dass es auf einmal so viele besorgte Leute gibt, wenn es um die Herstellung von Akkus für die Elektro-Mobilität gibt

Es macht jedoch einen gewaltigen Unterschied, wie groß der "Hunger" nach diesen Rohstoffen ist. Manch einer ist genügsam.. andere bekommen den Hals nicht voll (und wollen ihr buntes Klimagewissen stark beruhigen).

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@Starchy
Es macht jedoch einen gewaltigen Unterschied, wie groß der "Hunger" nach diesen Rohstoffen ist.

Nö, macht es für die grundsätzlichen Fragen des Abbaus und der Arbeitsbedingungen so überhaupt nicht.

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@verreisterNutzer

Tausende von Kindern arbeiten im Dreck.. nur damit sich einige selbstgefällige Individuen (mit 1. Welt-Probleme) sich rühmen kann, nicht "Teil des Problems" zu sein.

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@Starchy
Tausende von Kindern arbeiten im Dreck..

...... und haben das schon vor 20 Jahren getan, damit dein Handy-Akku hergestellt werden konnte. Hat dich damals aber nicht interessiert.

Klar, ging dir ja auch nie um die Kinder, sondern darum dass dir Elektromobilität nicht passt.

Denn sonst würdest du hier nicht gegen Elektromobilität lamentieren, sondern dich dafür engagieren, dass im Kongo Kinderarbeit verboten und dieses Verbot auch durchgesetzt wird.

Womit wir wieder beim Thema Verlogenheit wären.

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@verreisterNutzer
...... und haben das schon vor 20 Jahren getan, damit dein Handy-Akku hergestellt werden konnte. Hat dich damals aber nicht interessiert.

Natürlich ist ein schlechtes Gewissen vorhanden.. diesen Kindern klaut man ihre Kindheit und zerstört deren Träume. Kinder sollten nicht arbeiten, sondern zur Schule gehen dürfen.

sondern dich dafür engagieren, dass im Kongo Kinderarbeit verboten und dieses Verbot auch durchgesetzt wird.

Kein so schlechter Ansatz.. hätte diese Aufgabe zwar den sog. "Weltverbesseren" zugestanden.. aber deren Moral ist genauso glaubwürdig wie ein 3€-Schein.

Womit wir wieder beim Thema Verlogenheit wären.

Absolut! Einfach nur verheuchelt und verlogen :)

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@Starchy
Natürlich ist ein schlechtes Gewissen vorhanden..

Offensichtlich nicht, denn diese Probleme sind ja seit 20 Jahren bekannt. Du hingegen scheinst dein schlechtes Gewissen erst in dem Moment entdeckt zu haben, als die E-Mobilität aufgekommen ist und scheinst es darauf beschränken zu wollen.

Mit anderen Worten Kinderarbeit dafür, dass man einigermaßen umweltfreundlich von a nach b kommen kann, darf natürlich nicht sein, gegen Kinderarbeit, damit du dir auf deinem Bildschirm Pornos reinziehen, oder gegen Elektromobilität wettern kannst, ist aber okay.

Das ist so in etwa deine Logik. Gut, sei dir zugestanden. Ich denke mir, was ich davon halte.

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@verreisterNutzer
denn diese Probleme sind ja seit 20 Jahren bekannt

Vor 20 Jahren war ich noch frisch aus dem Kindergarten :)

Du hingegen scheinst dein schlechtes Gewissen erst in dem Moment entdeckt zu haben, als die E-Mobilität aufgekommen ist

Es ist eher der unstillbare Hunger der Ausbeutungsindustrie. Buntes "Fair-Trade" ist ein annehmbarer Trend.. warum wendet man es hier nicht an?

Außerdem.. warum steigen die "Weltverbesserer" nicht einfach auf Bus/Bahn-Verkehr um...? :)

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@Solenostemon

Ja.. absolut krank! Mitunter ein Grund, weshalb ich mich mit einem ganz gewöhnlichen, aber langlebigen, Tastenhandy begnüge.

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@Starchy

Mittlerweile ist Kurzlebigkeit auch eher ein Problem der Android-Smartpones, ein iPhone schafft locker 5 Jahre und wenn man nicht unbedingt immer die neusten Updates braucht, sind auch 10 Jahre kein Problem bei pfleglicher Behandlung, ich hab auch schon von iPhones gehört die 2020 bereits 12 Jahre im Dienst sind.

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Dazu gibt es den Begriff Fremdmoralapostel

Diese verlangen von Anderen ein extremes Zerrbild der Moralvostrellungen dieser Anderen, würden aber im Traum nicht daran denken selber diese Ansprüche zu erfüllen.
Der Fragesteller ist ein Musterbeispiel.

Ein Mischung aus Strohmannargument und "Tu Quoque".

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Ich finde es ja immer Bemerkenswert, wie man sich jetzt auf Kobalt und dessen Umwelt & Gesellschaftsschäden thematisiert werden, wenn es um das E-Auto geht. Dabei aber nur die vorhandenen Nachteile aufgezeigt werden, ohne die Vorteile dieser Antriebstechnik zu thematisieren.
Gleichzeitig wird suggeriert das die Verbrennungsantriebe deshalb ja besser seien und man umbedingt auf diese Technik beruhen sollte.

Ein E-Auto ist, je nach Modell und Strommix ab 35.000-60.000 km in der Klimabilanz neutral. Jeder weitere km ist in der Rechnung dann ebenfalls Klimaneutral (wenn Strom aus Erneuerbarem Energiemix).

Schaut man sich jetzt die Verbrennungsmotoren an, die ebenfalls in Ihrer Herstellung Klimaschädlich sind, dann muss man feststellen das die Klimabilanz des Verbrenners nicht nach einer bestimmten Zeitspanne oder Nutzungsspanne besser wird in der Klimabilanz, er wird immer schlechter, je länger in Benutzung.
Wenn man jetzt dazurechnet wie hoch die Umweltverschmutzung und auch Ausbeutung bei der Rohölförderung ist, die überigens auch mehr Trinkwasser verunreinigt als die Kobaltförderung, ist das künstliche Auflehnen gegen die E-Mobilität einfach nur absurd und Inkonsequent.

Aber ja, in einem gebe ich den E-Kritikern Recht: Besser für die Umwelt wäre es, keine E-Autos zu produzieren, aber: auch keine Verbrenner oder andere privatisierte Fortbewegungsmittel. Nur wenn ich keine Alternative habe, dann wähle ich lieber die Antriebstechnik die Langfristig weniger Schaden zufügt als das viele Jahrzehnte "bewährte", dessen Schaden man aus Gewohnheit einfach ausblendet. Es wird Zeit den "Gesundheitsschädlichen" und "Umweltschädlichen" Verbrenner in das Technikmuseum zu verbannen.

Aber ja, in einem gebe ich den E-Kritikern Recht: Besser für die Umwelt wäre es, keine E-Autos zu produzieren, aber: auch keine Verbrenner oder andere privatisierte Fortbewegungsmittel.

Ich nutze selbst den ÖPNV ... ich darf also meckern und auf die Heuchlei der sog. "Weltverbesserer" hinweisen :)

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Kobalt kommt auch Katalysatoren zum Einsatz. Außerdem werden damit Nockenwellen, Kurbelwellen, Ventile usw. gehärtet.

Und während das Kobalt in dem Katalysator zu guten 50 % verloren ist, kan man bei einem Akku gute 94 -Gewichts-% wieder recyclen.

Wichtiger ist doch die Frage, ob man auf Kobalt nicht verzichten kann im Automobilbau.

Im Elektroautomobilbau: Ja

Beim Verbrennungsmotor: Nein

Zum Beispiel verbaut Tesla in den SR-Modellen LFP-Batterien, die keinen Kobalt-Anteil mehr besitzen.

Kobalt wird aber weiterhin benötigt als Legierungsmetall zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit von Kurbelwellen im Verbrennungsmotor.

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