Wie übertrage ich die Kraft einer sich drehenden Welle am besten auf eine andere (Kardangelenk; flexible Wellenkupplung; Kettenrad u Kette; Keilriemen o.ä.)?

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5 Antworten

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Also da gibts einiges zu beachten:

Damit keine Querkräfte entstehen, die über Lager abgefangen werden müssen, sollten die beiden Wellen fluchten. Die Kraft sollte auch nicht um die Ecke müssen, dass erfordert immer höheren konstruktiven Aufwand.

Die problemloseste Verbindung wäre eine elastische Wellenkupplung, die geringe Fluchtungsfehler ausgleichen kann und ansonsten Wartungs- und verschleißfrei ist.  

Bei der Pumpe ist zu beachten, dass es keine Strömungs- (Kreisel-) sondern eine Verdrängerpumpe ist. Strömungspumpen funktionieren nur bei hohen Drehzahlen, die hier nicht vorliegen. Eine Übersetzung ins Schnelle wäre viel zu aufwändig.

Eine Pumpe, die normalerweise elektrisch betrieben wird, geht auch nicht, weil man nicht auf die nötige Drehzahl kommt.

Bleibt also nur eine Kurbelpumpe für Wasser, die man auch unter dem Begriff Fasspumpen findet. Sowas z.B.:

https://www.blurea.de/adblue-betankung/adblue-pumpen/adblue-kurbelpumpe.html?gclid=CMbnzcGux8sCFZadGwod728FfQ

Diese Pumpe funktioniert auch bei niedriger Drehzahl und ist selbstansaugend.

Zusatzbemerkungen:

- bei der Kurbelpumpe musst du drauf achten, dass sie auch für Wasser und nicht nur für Öl geeignet ist. Da gehts um die Schmierung.

- für diesen Zweck könntest du dir eine elastische Wellenkupplung auch selber bauen, indem du ein kurzes Stück Gartenschlauch mit Schlauchschellen auf den Wellen befestigst.

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Danke fürn Stern.

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Ausgehend von Deinem Kommentar auf die Antwort von holgerholger, empfiehlt sich entweder eine Verbindung durch eine Kardanwelle, wenn die Wellen des Antriebs und der Pumpe nicht nur parallel, sondern auch zueinander versetzt sind, sodass eine Kardanwelle dazwischen passt, oder eine Verbindung durch eine Antriebskette, wenn die Wellen des Antriebs und der Pumpe parallel zueinander sind, aber eine zu beiden senkrechte Verbindung möglich ist, wie zwischen den vorderen und hinteren Zahnkränzen eines Fahrrades.

Beide Möglichkeiten mögen nicht ganz verschleißfrei sein, sind aber belastbarer als eine flexible Wellenkupplung (die besonders bei größeren Belastungen, spätestens gegenüber einem Kardangelenk - einfach nur Murks ist) oder ein Keilriemen (welcher sich schneller abnutzt, als eine Kette).

Moin...
Ich würde eine Klauenkupplung vorschlagen... Schont Wellen sowie Lager und läuft verdammt lang bis sich da mal Verschleiß bemerkbar macht. Wenn sie dann doch mal irgendwann nachgibt braucht es meist nur einen neuen Puffer und auch sonst is so 'n Ding sehr Wartungsfreundlich...

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