Wie übersetzt man das schwäbische Wörtchen "fei" auf hochdeutsch?

5 Antworten

Mann und Frau gehen zusammen in den Supermarkt. Die Frau, die sonst immer bezahlt und denkt, ihr Mann ginge davon aus, dass sie Geld dabei habe, sagt zu ihm: Du, ich hab fei kein Geld dabei. Wenn es das "fei" nicht gäbe, müsste sie den Satz umschreiben, etwa so: Wenn du glaubst, ich habe Geld dabei, dann muss ich dir sagen: Ich habe keines dabei. Es gibt definitiv kein Wort im Hochdeutschen, das in der Bedeutung deckungsgleich ist mit "fei". Man könnte auf die Idee kommen, "fei" zu übersetzen mit "wisse!" Oder "ich möchte gerne, dass du weißt..."

"Fae" ist synonym zu "wirklich". Unterschiedlich ist, dass es unbetont ist.

"Das is fei net so!"
Ich glaube, wir (in Sachsen) verwenden "fei", wenn wir sowas sagen wollen wie: "Auch wenn du es mir nicht glaubst (glauben willst), das ist nicht so!"
Wenn man also betonen will, was man selbst denkt (im Gegensatz zum Gesprächspartner)

"Der Film war fei guad!" --> Ich finde, der Film war gut!

In dem Sinne: "Fei is fei net übrigens'!" :-)

Frohe Weihnachten jetzt aba!

Fei heisst schlicht und ergreifend einfach nur "übrigens"! Passt zu mehr als 99 Prozent immer!

Kann wohl auch schon oft mit dem Neudeutschen "echt" 'übersetzt' werden: "Bürschle, das lässt Du jetzt echt bleiben!" "Des is fei guat!" = "Das ist echt gut!"

Was möchtest Du wissen?