Wie übersetzt man das schwäbische Wörtchen "fei" auf hochdeutsch?

12 Antworten

Hallo,

das Wort ist eher ein universelles Wort. Ihr habt mit euren Intrerpretationen alle recht. Fei für : schon, echt doch aber so

Das Wort hat den Ursprung in der Ulmer Gegend bzw Mittelfranken. Ulm/Neuulm liegt ja auch genau an der Schwäbisch-Bayrischen Grenze.

Danke für die Antworten. Dass man es nicht endgültig übersetzen kann, hatte ich auch das Gefühl. Und weder den Franken noch den Bayern wollte ich auf den Schlips treten, sorry: das fei habt ihr also auch, ich werd's mir merken! :) Die Vorschläge aber, doch, echt, schon finde ich auch gut. "Das war fei net so toll von dir" - da wäre es z.B. "aber", "Der Film war fei gut, du hättest dabei sein sollen" - echt, wirklich. Stimmt.

fei als fein kenne ich auch, aber das meinte ich gar nicht, ich meinte das Füllwort. Danke trotzdem!

Mann und Frau gehen zusammen in den Supermarkt. Die Frau, die sonst immer bezahlt und denkt, ihr Mann ginge davon aus, dass sie Geld dabei habe, sagt zu ihm: Du, ich hab fei kein Geld dabei. Wenn es das "fei" nicht gäbe, müsste sie den Satz umschreiben, etwa so: Wenn du glaubst, ich habe Geld dabei, dann muss ich dir sagen: Ich habe keines dabei. Es gibt definitiv kein Wort im Hochdeutschen, das in der Bedeutung deckungsgleich ist mit "fei". Man könnte auf die Idee kommen, "fei" zu übersetzen mit "wisse!" Oder "ich möchte gerne, dass du weißt..."

"Das is fei net so!"
Ich glaube, wir (in Sachsen) verwenden "fei", wenn wir sowas sagen wollen wie: "Auch wenn du es mir nicht glaubst (glauben willst), das ist nicht so!"
Wenn man also betonen will, was man selbst denkt (im Gegensatz zum Gesprächspartner)

"Der Film war fei guad!" --> Ich finde, der Film war gut!

In dem Sinne: "Fei is fei net übrigens'!" :-)

Frohe Weihnachten jetzt aba!

"Fae" ist synonym zu "wirklich". Unterschiedlich ist, dass es unbetont ist.

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