Wie über rede ich meinen Vater zum Pferdekauf?

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20 Antworten

Wenn ich deine Aussage lese, wäre ich als Elternteil auch extrem skeptisch. Du hattest nur anderthalb Jahre Unterricht (?) und hast aufgehört, weil du kein eigenes Pferd bekommen hast? Oder verstehe ich das falsch?

Ein Pferd ist schon sehr teuer und man möchte so ein Tier auch bis ins hohe Alter des Pferdes oder zu seinem Tod behalten. Dafür muss immer Geld da sein. Ein Pferd steht aber auch in einem Stall, wenn man mal ins Ausland geht, kann man es nicht so einfach mitnehmen. Was, wenn man kurzzeitig an einem anderen Ort studiert oder eine Ausbildung macht? Was, wenn einem diese keine Zeit für das Pferd lässt oder man irgendwann die Kosten nicht mehr tragen kann?

Die meisten kaufen sich ein Pferd, wenn sie einen Beruf haben und wissen, wie sie die Unterbringung auf Jahre hinaus (hoffentlich) bezahlen sollen und wie viel Zeit sie für das Pferd haben. Neben allg. Unterbringungskosten können Tierarztkosten sehr hoch werden.Ich verstehe den Wunsch nach einem Pferd und würde mich nach einer neuen Reitbeteiligung umsehen.

Als Elternteil würde ich mir aber folgendes denken: Wenn das Kind nach anderthalb Jahren mit dem Reiten aufhört, weil es kein eigenes Pferd bekommt hat, kann der Wunsch nach einem Pferd ja nicht so groß sein, sonst hätte das Kind doch die Möglichkeit genutzt, weiter mit Pferden im Stall zusammensein zu können?

So weit ich weiß, sollte man jahrelang Unterricht haben, wenn man ein eigenes Pferd hat, man muss sehr viel Übung und immer wieder Korrektur durch einen Reitlehrer haben. Als Pferdelaie kann ich dir sagen, dass ich - wenn das Geld, auch über Jahre hinaus, vorhanden wäre - einem Kind erst ein Pferd kaufen würde - oder darüber nachdenken würde, wenn das Kind seit Jahren, sagen wir seit sechs bis 10 Jahren Unterricht hatte, davon mindestens drei bis sechs Jahre eine Reitbeteiligung, wenn ich sehen würde, dass der Wunsch stabil ist und das Kind genau weiß, worauf es sich einlässt, und wenn das Kind auch mit überlegen würde, wie es sich an den Kosten beteiligen kann (Ferienjob, Wochenendjob, Geld sparen für Notfälle wie Tierarztkosten) und sich ernsthaft Gedanken gemacht hätte, wie das weitere Leben aussehen soll (Ausbildung, Wohnform, Einkommen usw.). Es gibt durchaus Berufe, in denen man oft unterwegs ist, auch mal längere Zeit, und dann jemanden für das Pferd finden müsste oder in denen man lange, stressige Arbeitszeiten hat. Dann müsste man sich überlegen, wie man die Versorgung des Pferdes regelt. Lohnt es sich dann, Reitbeteiligungen einzustellen - denen man ja auch erst mal vertrauen muss - oder wäre es in dem Fall besser, selbst Reitbeteiligung zu sein?

Ich kenne jemanden, der zwei Pferde und einen einfachen Aushilfsberuf hat (also nichts, wofür man eine Ausbildung benötigt hätte). Derjenige lebt sehr bescheiden, seine Pferde stehen weiter weg von seiner Wohnung und er muss jeden Tag dorthin fahren, um sie zu versorgen. Das ist eine sehr große Verantwortung, sowohl praktisch als auch finanziell. Derjenige hat sich entschieden, einen Großteil seines Einkommens für die Tiere auszugeben und so zu leben. Aber nicht jeder würde das auf Jahre hinaus wollen, es kann andere Interessen, andere Prioritäten im Leben geben.

Ich würde nicht versuchen, die Eltern zu überzeugen, sondern stattdessen versuchen, langfristig eine Reitbeteiligung zu finden. So hat man doch praktisch ein ("halbes") Pferd, ohne das finanzielle Risiko und ohne die Verantwortung, wenn sich die eigenen Lebenspläne ändern sollten. Und das würde ich, im eigenen Interesse, auch auf Jahre hinaus machen, mich auch weiter um das Tier kümmern, wenn es mal krank ist und nicht geritten werden kann und dankbar sein, dass das möglich ist, ohne selbst die ganze Verantwortung zu tragen. Parallel würde ich Geld sparen - nicht alles, was man bekommt, aber immer ein bisschen - so dass nach und nach ein Polster wächst und man sich, sobald man im Beruf Fuß gefasst hat, nach einem Pferd umsehen kann.Außerdem würde ich dringend empfehlen, weiter Reitunterricht zu nehmen!!!

Ständige Übung und Korrektur durch einen Reitlehrer ist schon mal die beste Voraussetzung, später mit einem eigenen Pferd zurecht zu kommen.

Das Gefühl für das Pferd wird sich noch mal ändern, wenn es einem gehört, nicht nur das Gefühl in der Beziehung (Zuneigung, Sicherheit etc.), sondern auch das Gefühl der Verantwortung. Die Verantwortung kann sehr schwer wiegen, als Besitzer ist man halt für alles verantwortlich, muss alles selbst entscheiden, auch, wie mit evtl. Verhaltensstörungen, Unfällen, Krankheiten usw. umzugehen ist. Finanziell und praktisch. Lies mal in Pferdeforen; man glaubt nicht, was für Probleme Leute mit ihren Pferden haben (Krankheiten, Unfälle, Angst"störungen" nach Unfall etc., Verhaltensprobleme des Pferdes usw.). Das ist eine riesengroße Verantwortung.

Die sollte man sich nicht mal eben kurz durch gute Noten und etwas Erfahrung aufhalsen, sondern sie nach jahrelanger Erfahrung und sehr, sehr intensiver Überlegung zu allen Eventualitäten treffen!Und dann muss auch überlegt werden, welche Art Pferd, wie entscheiden, wo kaufen, welcher Tierarzt, welche Unterbringung, Reitbeteiligung etc. Und man sollte weiter Unterricht haben, GEADE mit eigenem Pferd. Viele haben oder hatten als Kind mal ein Pony, aber das ist doch auch traurig, wenn man sich nach Jahren davon trennen muss, weil die Eltern das Geld nicht mehr haben oder man selbst die Zeit nicht mehr hat.Im eigenen Interesse würde ich das NICHT überstürzen!

Sei dankbar, dass es Reitbeteiligungen gibt; wer andere Tiere möchte, findet oft nicht die Möglichkeit, ohne Halter zu sein mit diesen Tieren in Kontakt zu kommen!

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Wie über rede ich meinen Vater zum Pferdekauf?

Überreden gar nicht - wenn dann überzeuge. Überzeugen kann man nur mit Argumenten wobei du auf Gegenargumente vorbereitet sein musst. Der Hacken dabei ist aber, dass wenn die Eltern nicht sofort dafür sind, die meisten Argumente eher GEGEN ein Pferd sprechen.

ch bin 1½ Jahre im Verein geritten (auf einem sehr störrischen Pferd da
es früher Probleme hatte) bis ich dann die Hoffnung zum eigenen Pferd
aufgegeben hatte und somit auch nicht mehr reiten wollte.

Schon mal gehört, dass man für seine Träume auch etwas tun muss und nicht wartet, bis Mama und Papa den Traum erfüllen? Du willst ein eigendes Pferd - dann tu etwas dafür! Lass dir zu Weihnachten/Geb nur noch Geld schenken, arbeite in den Ferien und spare so schon einmal genügend Geld zusammen für die einmaligen Kosten.
Lerne brav und mache eine gescheite Ausbildung damit du später einen guten Job bekommst - denn nicht mit jedem Job kann man sich ein Pferd leisten!

h weiß das es eine finanzielle und auch zeitliche Belastung ist ein
Pferd zu halten aber ich bin mir sicher das wir das auf die Reihe
bekommen



Das WIR das auf die Reihe bekommen.... naja eher deine Eltern.

Die müssen die finanzielle Belastung stämmen, die müssen ihre gesamte Freizeit auch nach deinem Pferd richten, die müssen dich evt jeden Tag zum stall fahren und wieder abholen etc.

Du stellst dir das ganze sehr leicht vor aber du musst auch weiter denken. Irgendwann sind deine Eltern nicht mehr für dich da und du musst alles regeln.  Wie ich selbst noch 40h arbeiten ging, wäre sich ein Pferd schon finanziell ausgegangen - Zeitlich irgendwie auch (mein Mann wäre sicher nicht begeistert gewesen, wenn er mich nur jeden 2. Tag sieht, obwohl wir zusammen leben da ich immer im Stall bin).

Nun bin ich Mutter einer kleinen Tochter und gehe nicht mehr arbeiten.

Wir leben nun von einem Gehalt weniger und es muss aber 1 Person mehr davon leben. es geht sich gott sei dank gut aus - 500 € für ein Pferd pro Monat wären aber nicht mehr drinnen. Daneben würde ich es zeitlich nicht mal packen. Meine kleine schläft zwar derzeit ab ca. 19 Uhr - dann könnte ich in den Stall fahren. Ich wäre dann so um 22 Uhr wieder zu hause, kleine aufwecken, füttern und so um 23-24 Uhr wäre ich im Bett. Um 4-5 Uhr steht aber mein baby wieder auf - und ich somit auch. Auf Dauer hält man aber es nicht aus, wenn man monatelang nur 4-5h schlaf bekommt... 

Derzeit bin ich echt froh , nur eine RB und kein eigenes Pferd zu haben!

Ich habe neben meinen Eltern noch Verwandte die ein wenig Geld dazu
legen würden und falls ich mal einen Tag nicht zum Stall kann, würde das
eine meiner Freundinnen übernehmen

Du denkst wieder nicht an die Zukunft. Deine Verwandten werden nicht jeden Monat dir Geld geben wollen - und selbst wenn. Spätestens wenn du arbeiten gehst wird jeder sagen, dass du ab jetzt alles selbst bezahlen musst - und ob du dir mit deinem Einsteigergehalt ein Pferd leisten kannst ist fraglich. was wenn nicht? Wo steckst du zurück? Wohnst du dannmit 25 noch bei deinen Eltern, weil eine eigene Wohnung + ein Pferd nicht leistbar sind?
Und deine Freundinnen übernehmen mal die Pferdepflege? Also von meinen pferdebegeisterten Freundinnen aus den Teenageragen reitet KEINE mehr und zu 90% habe ich auch keinen Kontakt mehr. Also auf die Zeit von Freundinnen kannst du nicht dauerhaft spekulieren...

Eigentlich müsste mein Vater nun ja wissen das ich reif genug wäre, oder?

Sorry auch wenn es hart klingt - wenn du jmd anderen brauchst um ein Pferd halten zu können, bist du noch niciht reif genug. zur Reife gehört auch, dass man sich seine Wünsche selbst erarbeitet und das tust du nicht - du willst einfach ein Pferd geschenkt bekommen und nichts dafür tun. Zur Reife gehört auch weiter zu denken - also in die Zukunft. Davon stand gar nichts in deinem Text.

Kurzfassung: Sammle möglichst viele praktische Erfahrungen, z.b. durch weitere RBs und spare Geld/gehe abeiten, bis du dir selbst ein Pferd leisten kannst. Der Vorteil davon ist: du brauchst deine Eltern nicht mehr dazu überreden ;-)

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Überreden geht nicht. Ein Pferd bedeutet viel Verantwortung, vor für deine Eltern. Man muss mit 400-600€ laufende Kosten im Monat rechnen. Und das ohne Tierarzt. Wenn da mal was ist wird es schnell mal 4-stellig. Wenn es um die Anschaffung eines Pferdes geht müssen alle uneingeschränkt dahinter stehen.

Finde es immer sehr unverschämt wenn Kinder von ihren Eltern verlangen ihnen ein Pferd zu kaufen. Für das Geld müssen sie sehr lange arbeiten. Wie rechnen mal wenn alles gut läuft mit 5000€ im Jahr nur fürs pferd. Das ist ein mehr als netter Familien Urlaub.

Verschiebe den Pferde Wunsch bis du alt genug bist um es dir selbst leisten zu können. Ich glaube du wüsstest es jetzt nichtmal zu schätzen was deine Eltern für dich tun.

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Du hantierst mit dem Geld Deiner Eltern, und mit verdammt viel Geld! Ist Dir wirklich bewußt, dass ein Pferd pro Monat ca. 500€ kostet, und der Tierarzt im Falle von Krankheiten und Verletzungen mehrere Tausend Euro kosten kann? Und dass man deutlich mehr als 1-2 Jahre Erfahrung im Umgang mit Pferden braucht, damit es dem Tier wirklich gut geht? Zudem können Pferde über 30 Jahre alt werden, in dieser Zeit passiert sehr viel, Schulabschluß, Ausbildung oder Studium, Jobsuche, Beziehungen, etc.

Warte, bis Du finanziell auf eigenen Füßen stehst und Dir neben dem normalen Lebensunterhalt ein Pferd leisten kannst. Bis dahin sammle fleißig durch Reitunterricht und Reitbeteiligungen, Bücher, Internet, etc. sehr gute Kenntnisse über Pferde. Bei mir war es auch nicht anders, ich war 29, als ich mein erstes Pferd bekam. Heute habe ich zwei Ponys und mein Mann hat einen Trakehner.

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Kommentar von Baroque
26.07.2016, 12:52

Oh ja

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Ich fürchte, du hast kein wirkliches Bild von der Ralität. Noch vor relativ wenigen Jahrzehnten war Reiten besonders reichen Leuten vorbehalten. Das ist inzwishcne glücklichsrweise zwar erwas anders, aber ein eigenes Pferd zu halten  ist nach sie vor ein großer Luxus! Und bedenke bitte auch:

 - 1 1/2 Jahre Unterricht sind viel zu wenig

- wenn man keine Lust mehr hat, weil man kein eigendes Pferd bekommt, ist man - entschuldige - keine echter Pferdenarr sondern gierig nach Besitz

- wenn man das finanziell schon  " irgendwie auf die Reihe kriegen" würde, und die Hilfe von Verwandten braucht, wäre es irrsinnig, sich eine solche Verantwortung aufzubürden. 

- es ist unverschämt, zu erwarten, dass deine Eltern sich mit ihren Wunschen und Bedürfnissen total einschränken, um dem Fräulein Tochter einen solchen Luxus zu gestatten. 

Was glaubst du, wie viele Mädchen gerne reiten würden und nicht  mal die .Möglichkeit bekommne könne, in eine Reitschule zu gehen. Sei dankbar, dass du überhaupt reiten darfst, und dass du eltern hast, die sogar zusehen - hätten meine nie gemacht. Sie haben mich weder finanzeill noch emotional bei dem Hobby  unterstützt, geschweige denn das Taxi gespielt und auch noch zugesehen. 

Lerne dich einfach weiter reiten!

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Du bist dir sicher, dass ihr ein Pferd finanziell auf die Reihe bekommt!

Alleine diese Aussage reicht, um von einem Pferd Abstand zu nehmen. DU hast keine Ahnung, was ein Pferd kostet und eigentlich ist es dir auch egal. Irgendjemand wird schon für das Tier bezahlen.

ABER: ein Pferd ist sehr, sehr teuer im Unterhalt und wer übernimmt die Tierarztkosten, wenn hier etwas größeres ansteht und mehrere tausend Euro kostet?

Nein, du bist definitiv NICHT reif für ein Pferd. Warte damit, bis du selber genügend Geld verdienst um deinen Traum zu erfüllen. 

Außerdem wird das nicht klappen, dass deine Freundinnen immer dann einspringen, wenn du keine Zeit/Lust hast. Genau dann will nämlich auch kein anderer!!

Lerne erst einmal richtig reiten, denn mit 1,5 Jahren Reiterfahrung ist man immer noch Anfänger

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Da gibt es leider keine Zauberworte und auch keine Patentrezepte für, die Dir hier irgendjemand nennen kann.

Entweder Du als Tochter schaffst es, Deine Eltern zu erweichen oder eben nicht. 

Das liegt dann entweder daran, dass es finanziell nicht hinhauen würde, oder aber, dass Eltern sich die Verantwortung für ein Hobby, dass sie selber so gar nicht teilen können, nicht ans Bein binden wollen oder können.

Ich bin selber total Pferde-närrisch und kann Deinen Wunsch mehr als nachvollziehen. 

Versuche Deine Eltern zu erweichen, aber akzeptiere bitte auch, wenn sie sich dazu nicht in der Lage sehen. Denn auch wenn es eine ganze Reihe von Eltern gibt, die sich für die Wünsche ihrer Kinder total krumm legen und bis an jedes ihnen mögliche Limit gehen und so manches Mal auch darüber hinaus, finde ich es absolut legitim, wenn andere Eltern andere Grenzen haben und aus den unterschiedlichsten Gründen nicht dazu bereit sind, auch wenn das sicherlich weh tut. 


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mithilfe im haushalt ist etwas, das eltern bei kindern ab einem gewissen alter selbstverständlich erwarten können.

mit dem schreiben der guten schulnoten tust du niemand anderem einen gefallen, sondern nur dir selbst. dass bei mir oma für eine 1 eine mark hat springen lassen und für eine 2 fünfzig pfennig - war glück.

dass ich mir ein pferd wünsche, wussten meine eltern schon, als ich etwa 6 war. das brauchte ich nicht zu erwähnen. ich habe es mit 12 gewagt zu erzählen, dass ein pony zum verkauf steht, das die besitzer sich nicht mehr leisten können - an der stalltür klebte bereits der "kuckuck". ich habe es nicht mal in der hoffnung erzählt, dass meine eltern es kaufen, sondern nur in der hoffnung, dass mein vater wen weiss, der es kauft.

tatsache - ich wusste genau, dass meiner erzählung ein fürchterliches donnerwetter folgt und eigentlich wollte ich nur erreichen, dass der gerichtsvollzieher für dieses pony nicht den schlachter bestellt. anschliessend bin ich mehrere tage mit eingezogenem kopf durch die gegend geschlichen und hab mich nicht mehr getraut, überhaupt mit meinen eltern zu reden.

ich hatte zwar immer gewusst, dass mein vater pferde liebt, aber nie, dass es sein grosser traum war, eines tages eines zu besitzen.

hört sich jetzt sicher alles für dich nach friede freude eierkuchen an.

und erforderte eine menge organisationsvermögen.

ausrüstung - selber kaufen. reitunterricht - war meine angelegenheit (hab mir meine stunden im reitstall verdient). vater hat sich um pony gekümmert, wenn ich keine zeit hatte, ich mich um pony und schafe, wenn mein vater keine zeit hatte (man kann mit dem fahrrad eine menge grünfutter transportieren). das, was mein vater an zusätzlicher zeit investierte, musste ich bei uns quasi abarbeiten. auf einer streuobstwiese gibts übers jahr EINE MENGE arbeit.

mit allem drum und dran hatte ich, bis ich zuhause ausgezogen bin, einen 16-stunden tag. wenn die andern im sommer baden waren, habe ich in der klatschheissen küche zentnerweise johannisbeeren (die müssen vorher auch noch gepflückt werden) entsaftet und eimerweise kirschen entsteint. zum verarbeiten von soviel früchten brauchts feuerholz. wenn die aufforderung hiess: "geh mal in den garten und..." wusste ich, dass ich mindestens 2 stunden beschäftigt war.

2 tonnen äpfel, die man zum mosten fährt, müssen geschüttelt und aufgelesen werden. wenn mein vater zur genossenschaft gefahren ist, um futter (für unsere tiere und auch für den laden) zu besorgen, habe ich in der zeit meist im laden gestanden und dort geholfen. hin und wieder ist noch wäsche aufzuhängen oder was am stall auszubessern - und die kaninchen müssen ja auch mal gemistet werden...

wenn die andern sich zum eis essen getroffen haben oder - dann später - am wochenende ausflüge gemacht haben oder abends weggegangen sind, hab ich zu hause gehockt und für die schule gelernt...

und es war SEIN pony - naja, eigentlich UNSERS... und ich hab es genau ein einziges mal verschwitzt auf die koppel gestellt... mein vater hat mich dabei "erwischt"... danach wusste ich unter anderm, wie man strohwische macht und ich durfte am nächsten tag drei viertel von unserem matratzenstreu allein misten, weil mein vater plötzlich "keine zeit" hatte.

bis ich bei meinen eltern ausgezogen bin, hatte ich allermeist  einen 16 stunden durchgeplanten tag. da war natürlich auch das reiten dabei und mein helfen im reitstall und ich hatte eine menge spass. aber den hat man nur, wenn man gern den ganzen tag draussen ist und auch gerne körperlich arbeitet und es einem nicht so wichtig ist, ob man gut riecht. und seine kleidung kauft man zu 90% beim raiffeisen.

obwohl - ich konnte auch mal 14 tage in die ferien fahren (in integrative ferienfreizeiten - zunächst als teilnehmer, später als betreuer, was den vorteil hatte, dass man als betreuer nichts bezahlen musste, sondern mit einem taschengeld heimkam). allerdings war ich für den ganzen "zoo" ziemlich verantwortlich, wenn meine eltern ihre 14 tage urlaub im jahr gemacht haben. meine oma hat mich da bei allem, was am haus war,  ordentlich unterstützt. meine eltern haben immer während der schulzeit urlaub gemacht.

ich versuche mir jetzt vorzustellen, wie das ganze so abläuft, wenn der vater weniger tierverrückt ist...

du kannst ihm meinen tagesplan ja mal vorstellen. ;-))

ich wette, wenn du DAS alles machen würdest, würde er ja sagen ;-))

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Meine Eltern haben auch gewusst wie viel mir an Pferden liegt, als ich 13 Jahre alt war, aber ein eigenes Pferd wäre niemals in Frage gekommen, dazu wäre das Geld nicht da gewesen.

So ist es vermutlich bei euch auch. Ein Pferd kostet im Monat durchschnittlich 400 bis 500 Euro (da ist so ziemlich alles an laufenden kosten drin). Und dann kommt der Hammer, den keiner zu berechnen in der Lage ist und bei dem es um Leben oder Tod gehen kann und das sind die Tierarztkosten.

Mit ganz viel Glück hast du ein Pferd das außer der gelegentlichen Impfung und Wurmkur keinerlei Kontakt zum TA hat, aber dann kann der Fall kommen wo dein Pferd mit schwerer Kolik da liegt und die Entscheidung getroffen werden muß .... 3000 Euro für einen Klinikaufenthalt oder 200 Euro fürs Einschläfern. Wenn das Geld eben nicht da ist, für welches muß dann entschieden werden?

Ich habe dann meinen Wunsch fürs eigene Pferd zurückgestellt bis ich mir mit 27 Jahren und gesichertem Einkommen mein erstes eigenes Pferd zulegen konnte. So wir mir geht und ging es ganz vielen hier bei GF und auch vielen bei mir im Stall.

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Zur "Reife" ein Pferd zu haben bzw. bekommen, gehört mehr als die Einsicht, dass ein Pferd eine kosten- und zeitaufwändige Angelegenheit ist...

Es ist leicht, mit dem Geld der Eltern zu rechnen. Wobei ich allerdings nicht annehme, dass der Nachwuchs, der gerne behauptet, dass es finanziell ja kein Problem wäre, bis ins Detail über die Einkommens- und sonstigen finanziellen Verhältnisse Bescheid weißt.

Zudem rechnest du schon mit der finanziellen Unterstützung von Vewandten... Warum sollten die das (dauerhaft) tun ? Bist du sicher, dass die nicht ebenfalls irgendwelche "Ansprüche" ans Pferd stellen ? Was ist, wenn die finanzielle Unterstützung aus welchen Gründen auch immer, wegfällt ?

Natürlich werden dir die meisten deiner pferdebegeisterten Freundinnen natürlich jetzt zusichern, dass sie dir immer helfen werden, wenn du mal nicht kannst oder so.... Blöderweise vergessen sie dabei vermutlich, dass du möglicherweise deshalb nicht zum Pferd kannst bzw. willst, weil du was mit deinen Freundinnen unternehmen möchtest. Hm, glaubst du, das deine Freundinnen dann darauf verzichten, gemeinsam was zu unternehmen, weil sie lieber zum Pferd wollen ? Und bist du dir sicher, dass sich nicht auch daraus irgendwelche Ansprüche ergeben ? ("Ich habe dir so oft geholfen, jetzt darf ich auch reiten" - und du bist aber der Meinung, dass du diese Freundin lieber nicht auf dem Pferd haben möchtest ?)

Es scheint wohl ein Vorrecht der Jugend zu sein, zu glauben, dass das Leben ganz fürchterlich ist, wenn sich die sehnlichsten Wünsche nicht erfüllen - allerdings gehört zum Leben auch die Einsicht dazu, dass man sich nicht zu jeder Zeit Dinge anschaffen kann, nur weil es zum Lebenstraum gehört.

Manche Dinge brauchen Zeit, bis sie verwirktlicht werden können - und bei einer Anschaffung wie einem Pferd ist es ohnehin besser, auf eigenen finanziellen Beinen zu stehen und nicht von Eltern, Verwandtschaft oder wem auch immer abhängig zu sein.

Nach dem Überreden zum Pferd kommt nämlich dann das Überreden zur Anschaffung neuer, dringend benötigter Ausrüstung, dem Überreden zum Stallwechsel etc. etc.

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Ach Kind, auch du wirst lernen müssen, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden. Sonst hätte ich eine Villa in der Toscana, die wünsche ich mir nämlich auch schon so lange.

Manche Wünsche kann man sich erst als Erwachsene erfüllen, und manche nie. Wie meine Toscanavilla.
Such is life.

Such doch einen Kompromiss und such dir eine Reitbeteiligung. Allerdings, gebe ich zu, halte ich dich von deinem Schreiben her für deutlich jünger als 14.  Nicht älter als 10, ehrlich gesagt. Und da wird es dann schwer mit RB.

Halte durch, bis du 14 (mindestens) bist und such dir dann eine Reitbeteiligung. Bis dahin hast du noch viel gelernt, hoffe ich. Und auch mit einem RB Pferd kann man glücklich werden. Ich habe eine Bekannte, die seit 19 Jahren ein RBpferd hat. Immer dasselbe.Es ist praktisch wie ihr eigenes, bis auf die Kosten allerdings.

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Kommentar von dressurreiter
27.07.2016, 11:02

 shampoox3,  auf diese Antwort  brauchst du nichts geben. Diese Frau kommt ja nicht mal mit ihren Wünschen klar ( Toscana- Villa).

Und warum hat sie keine und bekommt keine, weil sie nicht darum käpft. Ja vom Himmel fällt nichts.

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Bei dem Thema Pferd wird es mit Überreden nicht klappen. Bei Pferden setzt bei Eltern kaum der Verstand aus, was bei einem süßen Kätzchen noch klappen kann.

Ich denke schon, dass du reif und zuverlässig genug für ein eigenes Pferd wärst, allerdings sind Pferde sehr teuer. Und das Geld für ein eigenes Pferd ist in vielen Familien einfach nicht da.

Zudem wirst du auch selbst immer weniger Zeit haben. Die Schule wird dich stärker fordern, dann Ausbildung oder vielleicht Studium. Und es könnte auch sein, dass Jungs ein Thema für dich werden.

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Kommentar von Deamonia
26.07.2016, 11:07

Hatte grade das Bild im Kopf, wie ich als Kind meine Mutter zu Mäusen überredet habe. Ich hab ihr die Tierchen mit "Süß oder" unter die Nase gehalten, die Vorstellung das gleiche mit Pferden zu machen ist zum kugeln XD

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 Ich bin 1½ Jahre im Verein geritten

Das wars? 

die Hoffnung zum eigenen Pferd aufgegeben hatte und somit auch nicht mehr reiten wollte. 

Dann kann deine Liebe zu Pferden ja nicht soo groß sein, wie du sagst. 

Ich hab nicht damit gerechnet, ein eigenes zu kriegen und hab trotzdem jeden Tag im Stall verbracht und geschaut, dass ich so viel Zeit wie möglich mit irgendjemandes Pferden verbringen kann.

Eigentlich müsste mein Vater nun ja wissen das ich reif genug wäre, oder?

Bist du aber nicht. Du bist weder erwachsen noch verdienst du das Geld für das Pferd selbst. 

 Ich weiß das es eine finanzielle und auch zeitliche Belastung ist ein Pferd zu halten aber ich bin mir sicher das wir das auf die Reihe bekommen.

DU bekommst da gar nichts auf die Reihe - deine Eltern müssen dafür sorgen, müssen bezahlen, müssen dich vielleicht auch noch fahren und vor allem müssen sie für alles die Verantwortung übernehmen. 

Kauf dir ein Pferd, wenn du erwachsen bist und es dir leisten kannst. Einfach mal so diese enorme Summe von deinen Eltern zu erwarten, ist mehr als dreist. 

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Alleine schon die Fragestellung an sich zeigt, dass du nicht reif bist für ein Pferd. "Überreden" ist hier nämlich absolut fehl am Platz, du kannst versuchen, deine Eltern durch sinnvolle Argumente davon zu überzeugen, dir ein Pferd zu kaufen, solltest dann aber auch aus Reife einlenken, wenn sie "Nein" sagen.

Außerdem glaube ich nicht, dass du genügend Reiterfahrung hast, um dein eigenes Pferd gesunderhaltend reiten zu können. Das ist keine Schande, das kann nach 2,5 Jahren bis auf wenige Ausnahmen (mehrmals wöchentlich exzellenter Privatunterricht auf super Schulpferden, am besten selbst Turnierpferde) eigentlich keiner.

Du musst auch überlegen, worauf deine Eltern verzichten müssen, wenn sie dir ein Pferd kaufen. So ein Tier kostet locker mal 300€ im Monat plus Stallmiete ("Ich habe aber einen super günstigen Stall gefunden" ist hier kein Argument: wenn du nach kurzer Zeit rausfindest, dass der Stall doch nix ist (schlechtes Futter, wenig Futter, schlechte Reitböden..), was dann? Pferd verkaufen, weil alle anderen Ställe zu teuer sind..?), Tierarztrechnungen (in den 5,5 Jahren, in denen ich meine Stute jetzt habe, waren es pro Jahr sicher 1000€-1500€ an Tierarztkosten - ohne OP!) exklusive.

Das ist eine Menge Geld, das deine Eltern erstmal übrig haben müssen und dann auch noch für dich ausgeben wollen müssen - für das Geld kann man nämlich alle 2-3 Monate "ganz nett" Urlaub machen!

Mein Tipp: Suche dir eine Reitbeteiligung, am besten auf einem gut ausgebildeten Pferd & nimm Reitunterricht, um dazu zu lernen.

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Wenn sogar Verwandte etwas zu den MONATLICHEN Kosten zuzahlen müssen, dann ist das definitiv keine Grundlage für ein Pferd/Pony oder irgendein anderes Tier. Da die nicht verpflichtet sind dir etwas zu zahlen, können sie das von dem einen auf den anderen Tag abstellen (zB wenn sie selbst große Ausgaben haben etc). Was ist dann euer Plan? Oder wenn es hohe Tierarztkosten gibt?

Auch zeitlich. Du kannst dich nicht auf irgendeine Freundin verlassen. Dann hat die eben Mal keine Zeit oder keine Möglichkeit zum Pferd zu kommen, hat sich beim letzten Ausritt den Fuß gebrochen oder was auch immer.

Wenn du Mal ernsthaft krank oder verhindert bist, muss sich eben jemand kümmern und das fällt in den meisten Fällen auf die Eltern zurück, wenn die keine Ahnung von Pferde haben, sehe ich da wenig Chance.


Ich denke eine Reitbeteiligung ist der richtige Weg, bis du dir selbst ein Pferd leisten kannst. Zeitlich und finanziell.

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Gar nicht.
Warte bis Du selber Geld verdienst, ein Auto, Zeit und ein geregeltes Leben hast! Dann kannst Du dich nach einem Pferd umsehen.

Du bist noch nicht reif genug für ein Pferd. Suche Dir eine RB und sei froh, dass Du überhaupt eine RB haben darfst!

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Warte doch lieber noch, bis du weisst, welchen Job du später machst. Wo du wohnen wirst und bis du die tausend Lebensfragen, die noch so im Laufe der Jahre aufkommen, geklärt sind :). Ein eigenes Pferd bedeutet grosse Verantwortung. Das ist wirklich so: In jeder Hinsicht. Haltung, Finanzierung, Zeit, Urlaube, Freizeit, Wie kommt man zum Stall, Tierarzt, Hufpflege und und und. Vielleicht hast du irgendwann das Bedürfniss auch mal ins Ausland für ein bis zwei Jahre zu gehen.

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Wie alt bist du?
Ein Pferdekauf muss gut überdacht werden. Wird das Tier krank, muss Geld parat sein. Zeitlich bist du absolut eingebunden, finanziell voll belastet, gerade ohne festes Einkommen.
Überrede nicht, warte ab und kauf dir ein Pferd wenn du auf eigenen Beinen stehst. Spätestens dann wirst du merken wie es finanziell abläuft.
Ist das Pferd da, hast du die volle Verantwortung. Es kann sich nicht selbst versorgen, wenn es denn mal zu anstrengend werden sollte. Außer es wird dann wieder abgeschoben.
Überdenke es gut!
Warte bis zu alt genug wirst, dann kannst du dir deinen Traum immer noch erfüllen.
Ich habe seit ich 11 bin mein Pony, kaum finanzielle Unterstützung, Interesse an ihr liegt nur bei mir, meine Familie hat mit dem Pferd nichts zu tun. Jetzt bin ich fast 19 und habe schon viele Jahre durch und merke langsam, je mehr ich allem alleine ausgeliefert bin, wie nervenraubend es ist!
Ein Pferd ist trotzallem toll, der beste Begleiter den man sich meiner Meinung nach wünschen kann - deshalb gebe ich auch alles her ;-)

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Ein Pferd kostet unmengen an Geld! Die Mieste für den Stall, das Essen, der Arzt, der Schmied... und wenn dann solltest du dir das Pferd selber kaufen!

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Kommentar von Daniel200207
26.07.2016, 05:01

und noch dazu kommt: was ist wenn du mal keine Lust mehr auf das Pferd/das reiten hast?

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Kauf dir eins wenn du es selbst bezahlst...
Oder kannst du allein im Monat 250-1000€ stallmiete und dann noch Futter 50€ aufwärts bezahlen?!
Und dann der Tierarzt hast du dir mal überlegt was das kosten kann?!
Also ich würde meinem Kind nicht jeden Monat 300€+ monatlich einfach so geben... Das ist eine Menge Geld!

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Kommentar von Dahika
26.07.2016, 13:43

und dann ist die Frage: ist das Kind ein Einzelkind? Wenn nein, kommt dann nämlich der Bruder oder die Schwester und sagt: Ich will auch 500 Euro im Monat haben. Ist nur gerecht.

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Kommentar von MissLeMiChel
26.07.2016, 14:35

ja klar und davon könnten die Eltern für Haus, Führerschein, Auto und Zukunft des Kindes sparen..

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