Wie trauen sich manche Leute, Suizid zu begehen?

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16 Antworten

Dazu braucht es oftmals nicht viel.

Eine schwere depressive Phase kann ausreichen, um einen selbst zur Überzeugung zu bringen, dass man es nicht wert ist zu leben, oder dass das Leben zu schrecklich ist.

Manchmal sind es aber auch Situationen, die entstehen, aus denen man keinen Ausweg mehr sieht. Beziehungsende, Tot einer geliebten Person oder einfach eine Akkumulation von Hindernissen, aus denen man keinen Ausweg mehr sieht bzw bei denen man es sich nicht zutraut, sie zu schaffen.

Ich war schon dort. Ich bin heute froh, dass mich meine Familie davon abgehalten hat, und ich muss auch ehrlich sagen, ich kann mich an die eigentlichen Situationen nur noch von Erzählungen her erinnern (sprich mein Kopf hat das so verdrängt, dass ich keine aktiven Erinnerungen daran habe). Wie schon gesagt wurde: irgendwann ist man einfach verzweifelt genug und dann macht man Dinge, die man rational nicht mehr begründen kann

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Es kommt der Punkt, an dem einem klar wird, dass man nicht mehr kann. Man schmückt sich den Tod/das Jenseits so schön und friedlich aus, dass alles andere als hässlich und schmerzhaft empfunden wird. Ich meine, wenn die Welt so furchtbar ist, dann kann der Tod/das Jenseits nur wundervoll sein. Alles andere nimmt man nicht mehr. Nichts weltliches dringt mehr zu einem durch. Der Tod muss ja das Schönste sein, was es gibt. Und man fängt an sich zu freuen, darauf endlich erlöst zu werden und Frieden zu finden.

Zumindest denke ich, dass es so bei jemanden ist, der fest entschlossen ist. Außenstehende (ob depressiv oder nicht) können dieses Gefühl erst greifen, wenn es ihnen genauso geht, ansonsten ist es unbegreiflich.

Ich habe auch Depressionen und Suizidgedanken und werde (leider) nie wirklich erfahren wie es ist, wenn man sich dazu entschließt Suizid zu begehen. Wenn man mit der ganzen Welt abschließt und den romantischen Tod als einzige Zuflucht anerkannt hat.

Ich hoffe, dass es bei dir auch nicht so weit kommt. Alles Gute und viel Kraft für dich:)🍀

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Ganz blöd aber simple ausgedrückt :

Irgendwann erreichen manche Menschen den Punkt an dem sie das Leben mehr fürchten, als den Tod.

Das ist vermutlich bei jedem Menschen ein bisschen anders, aber ich kann dir mal meine Sicht schildern.

Ich habe aus ganz vielen Gründen ganz große Angst vor der Zukunft. Wenn es mir richtig schlecht geht, nimmt diese Angst die Überhand und ich bin nicht mehr dazu in der Lage logisch tu denken. Die Angst, die ich vor dem Tod habe, also dieses "was passiert mit mir, wenn ich tot bin?" ist dann immer noch da, aber es ist nicht so angsteinflössend, wie der Gedanke an mein weiteres Leben.

Das einzige, was mich dann oft vom Suizid abhält ist der Gedanke, dass ich ja noch nicht alles versucht habe, um zu genesen.

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Also es ist bei den meisten so (ich spreche aus eigener Erfahrung), dass deine Gedanken, dein Kopf, deine Gefühle dir solche Schmerzen hinzufügen denken, dass du irgendwann an einen Punkt kommst, wo du dir Gedanken machst und abwiegSt,  was für dich mehr Sinn macht. Da stellen sich dir dann zwei Fragen. Nimmst du es in Kauf dir das Leben zu nehmen und vielleicht 2 Minuten höllische Qualen durchzusehen,  aber dafür bist du dann für immer befreit, oder schaffst du es noch ein bisschen so und siehst du ein Licht am Ende des Tunnels. So entscheiden die meisten. 

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Mir geht es genauso. Ich habe angst, vor den Schmerzen. Allerdings denke ich, dass wenn man irgendwann so starke psychische Schmerzen hat, das das einen nicht mehr davor abhält (ich möchte allerdings nicht mein Hund, meine Schwester und meine Eltern verlieren außerdem habe ich noch Träume). Gehe zum Psychologen.

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Menschen mit Suizidgedanken leiden unter Schuldgefühlen, die sich stark und langanhaltend bilden, weil sie sich als ganz und gar ausgeliefert und ohnmächtig erlebt haben. Der Suizid ist für diese Menschen die endgültigste Form, eine Bindung abzubrechen und sich allen weiteren Verpflichtungen, Verantwortung, Bedürfnissen und auch den Schuldgefühlen zu entziehen.
Wer sich für den Tod entscheidet, sieht keine Chance mehr für eine Besserung des momentanen Unglücks! Er sieht in seinem Tod nur noch die Erlösung.

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An dem Punkt ist dir alles egal. Es interessiert dich nicht ob du jemand damit verletzten tust,ob jemand an dein Grab stehen wird oder vermissen tut. Du denkst darüber nach was du für Kleidung anziehst und wie du es am besten machen tust. Ob du überlebst oder nicht ist dir in diesem Moment auch egal. Es gibt manche die das alles planen und andere wiederum machen das sofort.

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Das ist halt so.

Wenn Menschen keinen anderen Ausweg kennen, tun Sie das.

Ich könnte sowas auch nicht tun bzw. noch bin ich für so etwas nicht bereit. Früher oder später kann irgendetwas Dich dazu trotzdem bringen.

Diejenigen die wirklich dazu bereit sind es zu tun, sind in dieser Situation auch sicherlich auf irgendeine Weise psychisch labil.

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Du kommst irgendwann an diesen Punkt, an dem du bemerkst, dass du nichts zu verlieren hast. Ich kann das Gefühl nicht wirklich beschreiben. Es ist bei mir keine wirkliche Leere; es ist eher eine Neutralität zu allem. Mir ist es mittlerweile egal ob ich lebe oder sterbe, ich habe nichts zu gewinnen und nichts zu verlieren. Ich kann dir aber mit Sicherheit sagen, dass ich mir schon längst die Kugel gegeben hätte, wenn ich eine Waffe hätte.
Ich sehe für mich in der Gegenwart nichts wirklich positives und wenn ich so über meine Zukunft und Vergangenheit nachdenke, fällt mir da auch nichts langfristiges ein. Eher negative Dinge, die mich im Endeffekt aber auch nicht mehr jucken.
Ich habe zwischendurch Phasen in denen Depressionen mich an die Grenze bringen, in denen ich mir wünsche, dass ich mir einfach eine Waffe an den Kopf drücken könnte, in denen ich mir ein Messer ans Handgelenk gehalten habe.

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Ich denke, zum Suizid ist ein Mensch erst bereit, wenn er das Empfinden hat, das jegliche Qual, die ihm das Weiterleben bereiten würde, schlimmer ist, als die Schmerzen, die er beim Suizid erleiden könnte. 

Und dir rate ich dringend, dir Hilfe zu suchen. 

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Entweder man ist vollkommen entschlossen dafür oder man macht es im Affekt in dem man so viel Adrenalin ausgeschüttet wird das man die Realität nicht richtig wahrnimmt.

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Der ein oder andere hat nichts mehr zu verlieren denn egal was kommt es kann nicht schlimmer sein als das Leben

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Anstatt dir Gedanken darüber zu machen wie andere Suizid begehen solltest du deine Kräfte dazu verwenden, zu gucken, wie es besser werden kann.

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Ich habe schon einen Versuch hinter mir.Bei mir kam der Punkt,da war alles zu viel.Ich hatte einfach keine Kraft mehr.Dann schmückt man sich den Tod so schön aus,da man ja dann bin allem erlöst wird.
Probiere es aber bitte nicht aus °-°

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"mutig"

entweder geschieht es aus Verzweiflung bei starker Depression

oder aus Berechnung (anstatt Probleme zu lösen/akzeptieren)

in beiden Fällen ist es (bitte verstehen: ohne Werturteil meinerseits!) irgendwo egoistisch, weil den Angehörigen und allen, die dich gern habe, unermessliches Leid zugefügt wird, und das zählt bei der Tat nicht... das ist nicht mutig, sondern geschieht aus Überforderung... und die Angehörigen leiden darunter, dass sie die Anzeichen njcht erkannt haben und nicht mehr hfen durften

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Kommentar von HerlockSholmes
04.10.2016, 22:35

warum denkt man immer nur an das leid der familie? keiner bringt sich doch "einfach so" um. man leidet meistens jahre lang. ist es nicht egoistisch, für andere zu leben damit diese glücklich sind und nicht "leiden"? das ist doch dann auch egoismus

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Kommentar von WastedYout
04.10.2016, 22:48

Die Familie hat es sich meistens selbst zu zuschreiben

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Kommentar von WelleErdball
05.10.2016, 12:17

in beiden Fällen ist es (bitte verstehen: ohne Werturteil meinerseits!) irgendwo egoistisch, weil den Angehörigen und allen, die dich gern habe, unermessliches Leid zugefügt wird

Für mich ist das ein Denken in Einbahnstraßen. Jemand der so weit geht hat einen unermesslichen Leidensdruck. Da noch Egoismus zu unterstellen, halte ich für unmenschlich.

Solche Menschen die können oft schon jahre- und jahrzehntelange Therapien hinter sich haben, sind schwer chronisch krank wie sollte da dann wohl ein Angehöriger helfen können wenn es Fachpersonal nicht kann? Kein Außenstehender kann sich in das Elend und in die Not hineinversetzen um solche Handlungsweisen moralisch bewerten zu können.

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Kommentar von verwirrtesmausi
06.10.2016, 07:13

ich stoße mich am Begriff "mutig", damit der Fragesteller Selbstmord nicht als "Mutprobe" auffasst

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Ich denke das ist von Fall zu Fall verschieden.

Wenn sich beispielsweise Jemand erhängt, vor den Zug schmeißt, von einer Brücke oder Klippe springt, dann ist das kein Mut, sondern rücksichtslos und Feige.

Nämlich Feigheit, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen und rücksichtslos Hinterbliebenen gegenüber - wenn es beispielsweise auch "nur"  ein Lockführer ist, dem der Selbstmörder von einer Brücke gegen die Scheibe gesprungen ist, oder die Leute, welche die Überreste einsammeln.

Dann gibt es noch den Selbstmord auf Raten. Manche wissen was sie tun, Andere wiederum nicht. In Einzelfällen kann man auch von "ultimativem Selbstmord" reden. Was ich damit meine, läßt sich durchaus plausiebel erklären und begründen.

Wenn Jemand Sterbehilfe aufgrund einer aus medizinisch aussichtsloser Sicht in Anspruch nimmt, kann man das tolerieren. Darüber streiten sich die Länder und Gelehrten.







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