Wie streng darf man für etwas gestraft werden was man womöglich unabsichtlich getan hat?

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4 Antworten

Wenn etwas wirklich unabsichtlich und ohne Fahrlässigkeit passiert, dann sollte es auch keine Strafe geben - es muss einem aber auch klar sein, dass ein entstandener Schaden ja irgendwie behoben werden muss.

Ob du meinen Laptop nun mit Absicht aus dem Fenster wirfst oder versehentlich fallen lässt, macht für mich am Ende ja keinen Unterschied - der Laptop ist kaputt, und ich möchte ihn ersetzt haben. Und da ist dann eben auch der in der Verantwortung, der den Schaden verursacht hat.

Das hat dann aber auch nichts mit Strafe, sondern mit Schadensbegrenzung zu tun.

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Mit Absicht macht wohl keiner was kaputt, bzw. sehr gering der Anteil.
Beim Auto ist es Pflicht eine Haftpflichtversicherung zu haben.

Eine Privathaftplicht ist auch nach meiner Meinung ein der Wichtigsten Versicherungen

Mir ist es Gott sei, dank noch nicht passiert einem und es möge auch so bleiben.
Bei Unfällen mit Tieren ist es so das man sich daran gewöhnen muss um selbst keinen Schaden zu haben auf ein Tier zu fahren.

Bei Unfällen mit Menschen wird ein Verfahren eingeleitet.
Bestraft wirst du nur wenn grob fahrlässig gehandelt hast. Hast der Schaden wird von deiner Versicherung übernommen, Kann aber bei grob fahrlässig, nur bis zu bis zu bis ZU € 5.000,--Regress fordern.
Strafen stehen nur bei grob Fahrlässig ,selbst wenn du jemanden tot fährst,
was ich keinem gönne.

Aus der Berechnung vor einigen Jahren beim Führerschein meiner Kinder
hab ich mal durchgerechnet Straße 50km/h beidseitig Parkplätze,
Bei 50 Km/ 3 Sek Reaktion + Bremsen laut Lehrbuch 53 mtr.
Ein Kind das im 50 mtr, Bereich vor dein Autoläuft ist vermutlich keine Chance.

Ich finde deshalb das das 30 kmh gebot vielerorts geboten ist.

Mit freundlichem Gruß aus dem Oldenburger Münsterland
Bley 1914

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Wenn du unabsichtlich etwas kaputtmachst, musst du den Schaden natürlich ersetzen. Für sowas hat der vorausschauende Mensch eine Privathaftpflichtversicherung. Die kostet unter 100 Euro pro Jahr und zahlt auch, wenn deine Kinder mit dem Fußball eine Fensterscheibe des Nachbarn zerdeppern.

Für Schäden, die du als Autofahrer anrichtest, zahlt die KFZ-Haftpflicht.

Allerdings wird die Versicherung dich in Regress nehmen, wenn du grob fahrlässig gehandelt hast - also im Beispiel mit dem Auto viel zu schnell gewesen bist und der Unfall bei vernünftiger Fahrweise vermeidbar gewesen wäre.

Die Versicherung begleicht dann den Schaden deines Unfallgegners (der soll ja keinen Nachteil davon haben), aber sie holt sich bis zu 5.000 Euro von dir zurück.

Strafen im rechtlichen Sinne stehen nur bei grober Fahrlässigkeit zur Debatte (Körperverletzung im Straßenverkehr oder fahrlässige Tötung). Wenn du bei einem unvermeidbaren Unfall einen Menschen totfährst, wirst du dafür nicht vor Gericht gestellt. Möge dir sowas trotzdem nie passieren ...

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Ein zivilrechtlicher Schadenersatzanspruch ist keine Strafe... nur ein Ersatz des Schadens...

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Kommentar von DBKai
06.02.2017, 18:32

Und wenn unklar ist, wie viel Geld der Schaden ausmacht?

Z. B. wenn man jemanden anfährt und der daraufhin im Rollstuhl landet?

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