Wie stellt man Problematik der Leistungsgesellschaft künstlerisch dar?

21 Antworten

Zum absoluten Berufseinstieg nach der Schule würde ich die eigene Person in Lumpen gekleidet , gebückt und ängstlich in einer Arena ( z.B. wie das Kolosseum ) so skizzieren mitten im Blick auf die Kaiserloge zu blicken . Schröder und Gevatter Tod sitzen gemeinsam auf dem Kaiserthron . Schröder rechts mit Pistole und Hartz IV - Gesetzestextrolle , Gevatter Tod links mit Sense , Stoppuhr und erhobenem Zeigefinger .

Gevatter Tod links direkt flankiert von Arbeitgebern mit Arbeitsverträgen , Kündigungsschreiben und Stoppuhren , aber daneben auch noch einer Reihe gutwilliger Ausbilder und Gelehrter . Daneben grau gefasste Zuschauersilhouetten mit Sprechblasen und Fragezeichen nebst durchgestrichener Stoppuhren darin .

Schröder rechts mit Peitsche , Pistole und dem Synonym für Pest, Sklaventum, totale Ausbeutung und absolute Armut . Schröder muß dabei absolut obervöllig dargestellt werden. Daneben ganz ausgemergelte Menschen fast ohne Kleidung , und danach die Totengräber nach ein paar Spalten schwarz skizzierten Publikums in den Rängen der Arena.

Naja, es gab zu dem Thema schonmal eine künstlerische Arbeit, die sehr gut gelungen ist.

Pink Floyd - Another Brick In The Wall

https://www.youtube.com/watch?v=YR5ApYxkU-U

Sollte eigentlich jeder kennen, aber gerade bei den jüngeren Generationen weiss man ja nie. Ist jedenfalls ein guter Aufhänger um Dich inspirieren zu lassen.

Dann mach doch von einer Person mehrere Bewerbungsfotos.

Die Fotos für den zukünftigen Bankkaufmann sehen doch bestimmt anders aus, als die für den Tischler, etc.

Das Bewerbungsfoto einmal mit einem richtig piek-feinen-Typ, das andere mal mit einem tattowierten und Haare zum Kamm hoch toupiert. (Am besten immer der selbe Mensch, ggf. Perücke, Schminke nutzen.)

Und wie kritisiert das die Leistungsgesellschaft?

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@miezepussi

Das hat nichts mit der Leistungsgesellschaft zu tun. Du kritisierst Oberflächlichkeit, aber alle Beteiligten wollen arbeiten bzw haben kein Problem damit und sind dadurch nicht überfordert. Es ist eine Themenverfehlung

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@SacreVacheSacre

mh.... will nicht diese Leistungsgesellschaft das so haben? Man denkt doch, der tatowierte kann nichts Leisten, er kann kein Bankkaufmann werden. Würde man das nicht denken, wäre es egal, ob er tätowiert ist. - Oberlfächlich ist es, aber die Allgemeinheit denkt eben so.

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@miezepussi

Leistungsgesellschaft bedeutet, dass von jedem das Maximum erwartet wird und es egal ist, dass die Leute dadurch gebrochen werden und schwer darunter leiden (burn out, depression, suizid, etc)

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Von welcher Leistungsgesellschaft sprichst du? Lebst du in Japan?

Nicht böse sein, aber in der heutigen Zeit ist in unserem Breitengrad wohl kaum von Leistungsgesellschaft zu reden. Natürlich gibt es den einen oder anderen der ehrgeizig ist und was bewegen will. Aber die Mehrheit geht entweder gemütlich ihrer täglichen Arbeit nach oder sonnt sich im Nichtstun! Hartz V ist salonfähig geworden und der Ruf nach dem unabhängigen Grundeinkommen wird immer lauter!

Wer arbeiten geht ist der Dumme!

Leistungsgesellschaft? Ehrlich? Wir haben keine Leistungsgesellschaft mehr sondern eine Sozialstaatsgesellschaft die ganz einfach von den Dummen lebt, die trotzdem arbeiten und sich den Buckel krumm machen obwohl sie am Ende nicht mehr haben als die anderen die es nicht tun! Weil es der gerechte Sozialstaat so will!

Ich finde nicht, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben!

Und wenn Du von einem reinen Bewerbungsfoto ein bisschen abkommst und statt dessen eine "Anti-Bewerbung" machst?

Ein möglichst depressives, ausgemergeltes und krank aussehendes Bewerbungsfoto.
Ein Lebenslauf der völlige Überarbeitung anzeigt, "Aufenthalt in geschlossener Heilanstalt wegen schulisch bedingtem Burnout in der 5., 7. und 11. Klasse" und so weiter?
Dementsprechend das Anschreiben/Motivationsschreiben?

"Komme ohne den Druck nicht klar." "verzichte freiwillig auf Urlaub" "Arbeite auch krank" "unbezahlte Überstunden sind ein Geschenk des Arbeitgebers und das größte Lob für jede Angestellten" "Altersvorsorge nicht nötig, da Tod durch Stressbedingten Herzstillstand mit Mitte 40 fest eingeplant"

Irgendwie so vielleicht?

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