Wie stellt ihr euch einen guten Offenstall vor?

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8 Antworten

Hallo, 

mir wäre wichtig, dass der Offenstall...

- viele Bewegungsreize bietet und eher in Richtung Aktivstall gestaltet ist. Einfach Unterstand lieblos hingeklatscht und Tränke daneben würde mir persönlich gar nicht gefallen. 

- Ausserdem sollten bei einer größeren Herde mehrere Trink - und Futterstellen angeboten werden. 

- Die Pferde sollten rund um die Uhr Heu zur Verfügung bekommen. 

- Der Paddock muss festen Untergrund haben, kein Sand o.Ä.

- ich erwarte fairen Umgang mit Mensch und Pferd. 

Wie viele Pferde bei dir einziehen können kommt ganz drauf an, wie du das Weideland aufteilst. Aufteilen sollte man es sowieso in Winter - und Sommerweide (damit sich immer eine Wiese erholen kann). Es gibt eine Faustregel: pro Pferd 0,5 HA. 

Von derartigen Zelten halte ich nix. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich darunter Hitze staut. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

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Kommentar von VanyVeggie
05.09.2016, 07:16

Danke für´s Sternchen! :)

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Abgesehen von Sorgfalt und Sauberkeit, die für mich selbstverständlich ist, an der ich mich aber auch beteiligen würde, würde ich mein Pferd niemals in eine Offenstallanlage stellen, wo es sich mit mehr als insgesamt 4 Pferden den Offenstall teilen müsste. Ich habe noch nie einen Offenstall gesehen - mit einer genialen Ausnahme im Siegerland - der groß genug wäre für viele Pferde. Selbst wenn die Weiden und der Auslauf so groß wie Texas wären, es scheitert immer am Offenstall.
Der ist für viele Pferde immer zu klein. Es sei denn natürlich, es ist ein Zuchtbetrieb, wo die Pferde alle einer Rasse angehören, sich praktisch von Geburt an kennen und es keine Fluktuation gibt. Bei meiner Stute war das der Fall. Sie teilte sich mit ihren beiden Schwestern, ihren Nichten und ihrer Tochter einen gar nicht mal großen Offenstall. Das funktionierte natürlich, aber die Pferde wurden auch praktisch nicht geritten, kannten sich praktisch von Geburt an, die Herde wechselte nie, es sei denn durch Geburt.

Aber ein Einsteller*stall* mit vielen Pferden funktioniert nicht. Stress ohne Ende. Ich kannte einen LAG 5 Sternestall - sündhaft teuer - mit riesigen Weiden, einem riesigen Auslauf und zwei großen Offenställen für die Stuten und Wallache getrennt. Die Ställe waren groß, hatten auch mehrere Eingänge. 25 Pferde teilten sich in so einen Stall. Es war die Hölle auf Erden. Im Wallachstall gab es ein aggressives Merenspony mit zwei Haflingerkumpeln, die praktisch jedes andere Pferd aus dem Stall prügelten. Manche Pferde trauten sich doch rein, aber gerade die Sensiblen, Hochblütigen Pferde standen dann im Winter bei Dauerregen draußen. Bei den Stuten sah es nicht viel besser aus. Der Tierarzt wohnte praktisch da, weil er ständig verletzte Pferde zu behandeln hatte.

Meine Freundin hat den Vollbruder meiner Stute in einem Hit Aktivstall stehen. Wieder riesige Weiden, ein großer Auslauf. Aber wieder ist der Stall begrenzt. 15 Pferde müssen ihn sich teilen, was übrigens wenig ist, denn manche Offenstall-SBs verwechseln die Pferde mit Sardinen. Jedenfalls konnte ich dem Pferd meiner Freundin nicht die Hand auf das Fell legen, nirgendwo, ohne dass ich mindestens eine Bissnarbe berührte.

Es ist nichts dagegen zu sagen, dass ein SB 20 und mehr Pferde unterstellt, wenn die Weiden groß genug sind. Aber dann sollte er die Herden teilen und voneinander trennen. Jedenfalls im Auslauf und im Stall.

Von daher würde ich mein Pferd niemals in eine große Herde stellen. Auf der Weide ja, kein Problem. Aber nicht, wenn sich die Herde einen Stall teilen muss. Das klappt nicht!

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Wie viele Pferde im Maximum,  kommt auf eure Fläche an, die den Pferden im Offenstall zu Verfügung steht.

Zelt ist mal als Übergang ganz sinnvoll, halte die aber für keine Dauerlösung. Eine Dauerlösung hat Mauern oder zumindest dicke gute Holzlattung - sprich eine Hütte oder ein Stall.

Mir wäre wichtig, das genügend Raum zur Verfügung steht, das eine große Liegefläche vorhanden ist, die mindestes 3 Durchgänge besitzt, so das keine Engstellen entstehten. Heuraufen mit Heunetz drüber und einem Verschlußmechanismus, wo man bei Bedarf die Heumenge begrenzen kann finde ich sehr sinnvoll. Auch finde ich es gut, wenn der Offenstall gut gestaltet ist und wie beim Aktivstall die langen Wege eingebaut werden sollen.

Bei einer solchen Menge von Koppelmöglichkeiten habt ihr ja die Möglichkeit eine große Menge an Pferden einzustellen, habt ihr da auch die Finanziellen Mittel das alles so groß zu bauen? Alternativ kann man auch mehrere Offenställe bauen.

Wir haben z.B. 3 Offenställe auf unserem Gelände. Ein Stutenstall, ein Wallachstall und ein Ponystall.

Ich plane im Moment einen kleinen Aktivstall für meine Pferde in Eigenhaltung - da habe ich mir den Paddocktrail (mehrer Futterplätze) ausgesucht, der ein mal um das eigene Gelände gehen soll - in der Mitte dann die Winterkoppel.  So zumindest in Planung.

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Schau dir einfach mal prämierte Aktiv-ställe an

oder das Prospekt von Cattle&Fence - da  drin ist eine Offenstallanlage aufgemalt, die sehr gut durchdacht ist.

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mit 6,5 Hektar Grünfläche kannst Du bei trockenem Boden 6 Pferde halten und auch umschichtig eine Weide als Winter- und Tampelweide nutzen; meist ist aber die Winterweide irgendwann eine Matschkoppel -

wir haben pro Pferd inzwischen 2 mind 5 -8qm große Bereiche geplastert, damit sie ich immer, wenn sie wollen mit nem Kumpel trocken stellen können, falls der Hügel mal überfüllt ist und sie keine Lust auf Unterstand haben -

unsere Oberveterenärin fand das sehr durchdacht - es hat aber auch ne Menge zeit und geld gekostet und entstand immer nur nach und nach - je nasser das WinterWetter wird, desto mehr/größere Trockene Stellen haben wir gebaut - geh also mal von NASSSSEN Wintern aus

wollt ihr selbst Heu machen?, dann besser noch etwas mehr Land dazu pachten - falls es dann  mal zuviel Heu gibt, kannst Du es immer noch verkaufen - gutes Heu ist gefragt!


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Kommentar von friesennarr
24.08.2016, 15:12

Wie rechnest du denn - 6 Pferde bei 6,5 ha Weideland - das schaffen die niemals.

Bei 6,5 Weideland kannst du locker 20 bis 30 Pferde halten.

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Mir wäre wichtig, dass meine Pferde anständig gepflegt werden wenn ich nicht da bin. 

Ansonsten wäre mir recht, dass der hofbetreiber Erfahrung mit Pferden und Krankheiten hat. Desweiteren lege ich wert auf ein ehrliches und offenes Verhältnis. 

Das wäre mir als einsteller wichtig, wenn ich nicht selbst eine kleine offenstallpension für Pferde hätte. 

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Hallo :) Mein Pferd stand lange Zeit selbst in einem Offenstall welchen ich als perfekt ansah!

Er wahr zum einen wirklich riesig wenn mein Pferd ganz hinten Stand war ich schon mal 20 min unterwegs. Vorne hatte es ein Dach zum unterstellen in welchem Heuraufen waren außerdem eine Trinkstation. Wichtige finde ich das die Pferde sich unterstellen können und sich dort auch mal ins Stroh legen können. Je nach Große würde ich sagen 5-10 Pferde !

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Also für mich wäre wichtig dass mein Pferd Rückzugsmöglichkeiten hat. Weiters sollten auch 1-2 Notfallsboxen zur Verfügung stehen. Am idealten für mich wäre ein fixer Stall wo jedes Pferd eine Rückzugsmöglichkeit und einen eigenen Futterplatz hat und jederzeit raus und rein kann; wie es halt möchte. Es sollte auch möglich sein einen Teil abzusperren falls ein neues Pferd  kommt und man es erst an die anderen Pferde gewöhnen muss. Die Tränken sollten gut isoliert sein, damit sie nicht einfrieren. (natürlich auch die Leitungen). Es sollten sich auch nicht zu viele Pferde in dem Stall befinden. Und ganztägig Heuzugang wäre auch toll. Du solltes dich auch über den richtigen Boden informieren, damit die Pferde nicht im tiefen Gatsch stehen und im Winter der Boden so zufriert das sich die Pferdis die Beine brechen.

Was meinst du mit Zelt-Offenstall? Unterstand ist ein Zelt? Fände ich nicht so prickelnd, da dies nicht wirklich stabil ist und sich bei starkem Wind gerne selbstständig macht. Kenn ich von Turnieren ;-) 

Das ist mir mal spontan eingefallen.

LG

Niki

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Kommentar von friesennarr
24.08.2016, 15:00

Bei jedem guten Offenstallkonzept ist mit ein paar griffen und Weidetoren ein seperat stellen vom Pferd möglich.

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Ich hab ihn...... :-)

Viele gut eingezäunte Weiden, die gemulcht, gedüngt und auch ruhen dürfen. Jeden Tag wird abgeäppelt! GRÜNDLICHST

Jedes Pferd hat sein eigenes Reich, was sich mit einem Chip (Hals) öffnen läßt. Dieses Reich kann im Falle einer Erkrankung als Box für die Genesung genommen werden.

24 Std. Heu, auch wenn die Weiden geöffnet sind.

großer gemeinsamer Unterstand, wo aber zb. das Shetty sich noch einmal durch einen Balken im Falle eines Falles in Sicherheit bringen kann. (Ebenso auf den Weiden ... )

beheizbare Tränken

dicke Strohmatratze täglich ausgetauscht

fester Unterboden im Stand und zum Stand hin.

Kamera überwacht

es ist 24 Std. jemand da, ansprechbar oder wie auch immer.

Deckenservice für die Sportpferde (stark durchgeschwitzte Decken werden gewechselt).

individuell Kraftfuttergaben

Viel Platz für Sattel, Kutsche und Co.

Hunde erwünscht (sofern nicht bissig)

top Heu

top Stroh

Beleuchtung nicht zu vergessen

Reithalle in der Nähe, Ausreitgelände vorhanden

Abspritzplatz

Deckentrocknungsmöglichkeiten

mäusesichere Futterkammer

und wer mal nicht kommen kann sein Hoppa zu pflegen .... ein Anruf und alles geschieht nach Wunsch.

Platz für den Pferdeanhänger gibt es auch noch.......

und sind die Weiden zum Winter hin geperrt, gibt es einen riesigen Sandplatz, den man nur über einen langen Weg erreichen kann. Lädt prima zum Galopp ein.......

...................................

Nix ist schlimmer im Offenstall, wenn im Winter alles verschlammen tut, kein Licht vorhanden ist, Heu gammelt, das Zelt wegfliegt und einzelne Pferde keine Rückzugsmöglichkeiten haben, weil sie in der Herde die letzten Mitglieder sind. .... Kommt dann noch dazu, dass man 2x tgl viel Wasser schleppen muss, - nix da, - so macht dann Offenstall keinen Spaß.

Ganz wichtig ist auch, dass empflindliche Pferde sich vor Gnitzen und anderes Stechgetier in Sicherheit bringen muss, - geht gar nicht mit dem Weidezelt.

Und meist im Winter alles klamm bleibt an Decken, weil es an Warmluft mangelt..... bäh. Es lebe die Pilzinfektion an Sattel und Geschirr.

Gute Offenställe sind selten, meist sind es Matschweiden.... 4 HA sind noch nicht mal für 4 Pferde im Offenstall ausreichend, - ..... das ergibt jetzt schon Matsche.

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Kommentar von Heklamari
24.08.2016, 14:38

für den hier beschrieben obergenialen Super-Offen- und Aktivstall kann man dann monatliche HAltungskoten (inkl. Abchreibung) etc von 300-500€  pro Pferd erwarten....

Die Realität ieht aber meist anders aus - eine Mischung aus obiger und der unteren Beschreibung...

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Kommentar von friesennarr
24.08.2016, 15:07

Jeden Tag wird abgeäppelt! GRÜNDLICHST

Und wer soll das machen?

Eigenes Reich (das sich per Chip öffnet) ist nicht machbar, das ist Wunschtraum und kein Pferd braucht ein solches - hauptsache es hat irgendwo einen Liegeplatz.

24 Stunden Heu

Dann sind alle Fett

dicke Strohmatratze täglich ausgetauscht

Wow - das wäre mehr Verbrauch als ein Boxenbetrieb im Jahr hätte und auch sehr teuer.

es ist 24 Std. jemand da, ansprechbar oder wie auch immer.

Das kann keiner leisten, nicht mal der Beste und vor allem wer zahlt dem Stallbetreiber diese Einsatzzeiten?

und wer mal nicht kommen kann sein Hoppa zu pflegen .... ein Anruf und alles geschieht nach Wunsch.

Ein Anruf und 20 Euro pro Tag - dann geschiet alles nach Wunsch.

Gute Offenställe sind nicht mehr selten, man muß nur etwas suchen und sie sind auch schwer im kommen.

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Kommentar von Dahika
24.08.2016, 15:57

ein Stall deiner Vorstellung dürfte in unserer Gegend, wenn noch eine Halle und ein Außenplatz dabei ist, ab 1000 Euro aufwärts kosten.

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