Wie stellt ihr euch die 'Nichtexistenz' vor?

9 Antworten

Gar nicht :)

Was nach dem Sterben ist, weiß ich nicht - das weiß niemand. Und deswegen ist das auch keine Glaubensfrage für mich. Was soll ich denn da rumraten und mich für eine Möglichkeit entscheiden, wenn ich doch weiß dass ich es nicht weiß. Mach ich nicht. Ich halte einfach vieles für möglich. Es ist möglich, dass nach dem Sterben einfach nichts mehr von mir existiert außer dem toten Körper. Die Welt ist noch da, nur ich bin nicht mehr da, was soll ich mir denn da vorstellen?

Es ist aber auch möglich, dass die Lebensenergie auf einer anderen Ebene weiterexistiert, dass etwas wie Seele existiert und nur der irdische Körper stirbt, während Seele von Existenz zu Existenz an Erfahrungen reicher wird. Und es ist nicht unmöglich, dass ich die Suppe, die ich mir in meinem Leben eingebrockt hab, irgendwie auslöffeln muss. Also dass ich alles verantworte, was ich in und mit meinem Leben bewirke. Vor mir, vor einer höheren Instanz - alles ist möglich.

In Wirklichkeit geht es nicht darum, was man glaubt, sondern darum, dass man sich eingesteht es nicht zu wissen. Mir jedenfalls.
Sollte sich die Möglichkeit bewahrheiten, dass ich nach dem Sterben einfach nur tot bin, dann ist das eben so. Dann tut mir nix weh, dann bereu ich nix, dann ärgere ich mich nicht und habe auch keine Angst, sondern bin einfach nur tot.
Sollte sich aber die Möglichkeit bewahrheiten, dass ich dann auf einer anderen Wahrnehmungsebene immer noch da bin, dann fände ich es vielleicht ziemlich doof, wenn ich diese Möglichkeit in mein Leben außer Acht gelassen hätte.

Fazit:
Ich weiß, dass ich es nicht weiß.
Ich glaube daran, dass vieles möglich ist.
Das einzige, was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann ist Nichtexistenz.
Alle anderen Möglichkeiten sind ganze Welten für sich, die ich für mehr oder weniger wahrscheinlich halte.
Und ich lebe so, dass ich mir am jüngsten Tag (meinem Sterbetag) und möglicherweise auch danach am wenigsten vorzuwerfen habe, sondern vielleicht sogar ein bisschen stolz sein kann auf das, was ich in meinem Leben bewirkt habe.

So seltsam es klingen mag, ich glaube, dass das die rationalste aller Glaubensrichtungen ist. Daran zu glauben, dass nach dem Sterben nichts mehr ist, halte ich nicht für rational. Einfach weil es ein Glaube ist, weil man sich für eine Möglichkeit entscheidet, obwohl man es nicht weiß. Und ich denke, dass es Zeit ist für eine neue Form von Religion oder Weltanschauung, die auf der Erkenntnis basiert, es nicht zu wissen. Schon weil sich die Leute dann nicht mehr so wegen Möglichkeiten in die Luft sprengen oder so. Aber auch, weil man andere nicht mehr so freimütig auslacht, wenn man sich bewusst ist, dass man es auch selbst nicht weiß. Aber das nur so am Rande :)

Nichts kann sich nach nichts anfühln, sonst wäre es ja nicht nichts. Das ist ein Widerspruch in sich. Vor Deiner Geburt und jede Nacht bist Du im Nichts. Nichts ist, in Worten der Dualität ausgedrückt,: Stille, Ruhe, Unbewegtheit - Frieden.

Nichts, wovor man Angst haben müsste. Ich bin als Kind/Jugendliche manchmal nachts aufgewacht, immer dann, wenn ich irgendwo ins "Nichts" gefallen bin. Das war richtig Herzklopfen pur. Wir können uns Nichts nicht vorstellen, deshalb erschreckt es viele. Es ist nicht sagbar, denkbar oder auch nur erahnbar - denn es ist ja Nichts! Das Nichts aus dem Alles kommt.

LG

Das sehe ich auch so vor meiner Geburt war auch nichts und jede Nacht ist auch nichts. Quasi genau das gleiche Erlebnis irgendwie

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Also ein nichts kann man sich nicht vorstellen? Aber vor meiner Geburt habe ich ja auch nix gespürt und so ist es doch wenn ich schlafe also kann man im Nachhinein ja dann doch sagen wies war oder

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Überleg doch mal selber! Alles was du geschildert hast sind Sinneseindrücke. Die setzen allerdings Leben voraus. Luft hat einen Geruch ja, du wirst ihn aber nur wahrnehmen solange du am Leben bist. Bist du irgendwann Tot hast du keinerlei Sinneseindrücke mehr. Leider. Auch wenn es völlig unromantisch ist muss mann sich darüber im klaren sein das der Tod einen Zustand herstellt der dem vor der Geburt entspricht. Es wird einfach nichts sein. Da dieses Szenario für viele Menschen unvorstellbar erscheint gibt es die Angebote der Religionen und andere Erklärungen. Wähle selbst!😊

Du sagst also Vor der Geburt = Nach der Geburt. Sprich wir befinden uns in einem ewigen Zirkel der Wiedergeburt?

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SaltyScumbag Nein. Ganz und gar nicht , ich sage das mit dem Tod unsere Existenz vollkommen und endgültig ausgelöscht und unwiederbringlich verloren ist.Unser Leben ist nichts anderes als Informationen und Erfahrungen die wir durch unsere Sinne sammeln und verknüpfen. All das wird im Gehirn auch als Bewustsein gespeichert.Im Prinzip dient der gesammte Körper mit allseinen Organen nur einem Ziel. Der aufrechterhaltung unserer Hirnfunktion. Fällt diese aus sind wir weg. Da gibt es keinen Kreislauf. Einfach Zip und weg. Für immer. Leider.😞

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@magnum72

Wenn du stirbst, verlierst du deinen Charakter, deine Persönlichkeit. Aber dein Bewusstsein, deine Seele, verlierst du nicht. Angenommen du schließt die Augen, stirbst, erwachst einen Augenblick später als Säugling erneut. Du wirst erneut geprägt, wirst erzogen, bildest dich und bist eine andere Persönlichkeit, aber es bist wieder DU! in diesem Körper. Es ist dein Bewusstsein, das dieses Leben lebt, nur weißt du nicht, dass du schon mal gelebt hast.

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Nicht Existierendes ist nicht vorstellbar. Allenfalls kann man sich vorstellen, daß ein "Etwas" an einer Stelle nicht existiert, weil es sich an einer anderen Stelle befindet.

Wenn du versuchst, dir ein "Nichts" vorzustellen, dann erscheint vor deinem geistigen Auge mindestens ein Punkt im Irgendwo, was dann aber bereits wieder ein "Etwas" ist.

Die Meinung, sich ein "Nichts" vorstellen zu können, beruht darauf, nicht zu bemerken, daß man versucht, ein Paradoxon zu schaffen.

Also ein nichts kann man sich nicht vorstellen? Aber vor meiner Geburt habe ich ja auch nix gespürt und so ist es doch wenn ich schlafe also kann man im Nachhinein ja dann doch sagen wies war oder

Also ich kann ja jetz sagen vor meiner Geburt war nix oder wenn ich schlafe also weiß ich doch wie das is

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Wenn mach dem Tod nichts sein sollte, dann kannst du auch nichts wahrnehmen. Das wäre sonst ein Widerspruch :-) Wer sollte es wahrnehmen?

Also ein nichts kann man sich nicht vorstellen? Aber vor meiner Geburt habe ich ja auch nix gespürt und so ist es doch wenn ich schlafe also kann man im Nachhinein ja dann doch sagen wies war oder

Also ich kann ja jetz sagen vor meiner Geburt war nix bzw vor meiner Zeugung oder wenn ich schlafe also weiß ich doch wie das is

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