Wie steht's um Ausländer aus dem Feindstaat im Kriegszustand?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

USA/UN/NATO etc. pp. (unzutreffendes streichen)

Da man hier nicht streichen kann: Streiche die UN. (Dort ist Russland selbst Mitglied.)

Ich weiß zwar, dass es alles nur ein reines Gelaber ist, doch ab und zu grübelt man schon drüber nach, so nach dem Motto: "man weiß ja nie bzw. unverhofft kommt oft...".

Nicht nur das: Es wäre nicht das erste Mal, dass ein untergehendes Weltreich die halbe Welt in Brand steckt und mitzureißen versucht...

Vor allem im Zusammenhang mit den bald bevorstehenden Wahlen in den USA, was dem Ganzen immer wieder neue Nahrung gibt.

Zumindest hier kann ich dich beruhigen: Hillary Clinton hetzt zwar massiv gegen Russland; doch solange das Pentagon nicht eine - aus seiner Sicht - realistische Chance sieht, einen potenziellen Krieg gewinnen zu können, wird man ihn auch nicht anzetteln.

Deswegen also meine Frage: Wie steht's in einem Kriegszustand um Ausländer im Inland, die noch nicht eingebürgert sind und offiziell zum Feindstaat gehören? 

Typischerweise werden solche Menschen entweder ausgewiesen (meist am Anfang eines Krieges) oder festgesetzt (= eingesperrt, ghettoisiert, etc.).

Werden die allesamt ausgewiesen oder man darf eigtl. bleiben, wenn so ein Wunsch besteht?

Da man auch am Anfang eines Krieges äußerst skeptisch ist, bräuchte es sicherlich einige Überzeugungskraft. Es wäre allerdings kein Sonderfall, wenn man "bleiben darf"; beispielsweise, weil man sich für die andere Partei entschieden hat.

Ich geb zu guter Letzt ein praktisches Beispiel, um Euch etwas Klarheit zu verschaffen: Ich bin schon seit über 2 Jahren ausgewandert und arbeite konsequent daran, mich in Dtl. möglichst zu assimilieren, d.h. mit dem ganzen Drum und Dran: Ausbildung, ein anständiger Job, Freunde, Familie, Pipapo. Insofern ist mir wegen dieser ganzen Panikmacherei mit dem Krieg nicht sonderlich gut zumute.

Dem entnehme ich, dass du Russe bist und Angst hast, nach Russland ausgewiesen zu werden, wenn es zu einem Krieg mit Russland kommen sollte ... Richtig?

Keine Sorge: Im Falle eines solchen Krieges ist Deutschland primärer Austragungsort. Du wirst gar nicht lange genug leben, um irgendwohin ausgewiesen werden zu können.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von andorrsch
15.10.2016, 15:22

Danke für die ausführliche Antwort, die hört sich durchaus lebensbejahend an. :) Dem Beispiel hast du alles richtig entnommen. 

Keine Sorge: Im Falle eines solchen Krieges ist Deutschland primärer Austragungsort. Du wirst gar nicht lange genug leben, um irgendwohin ausgewiesen werden zu können.

Naja, ich fass mich kurz: Lieber hier schnell und im Freundeskreis sterben als irgendwo dort als "Volksverräder" in einer Folterzelle verrecken. Zum Lande habe ich schon so gut wie gar keinen Bezug mehr außer meinem Pass.

1

Das regelt jeder Staat so wie er möchte. In der Regel werden sie einfach ausgewiesen, weil es auf Beidseitigkeit beruht. Es werden ja auch eigene Bürger auf der anderen Seite sein.

Wenn dir nicht gut zumute ist solltest du vielleicht nicht auswandern. Jedenfall betrachte ich dich nicht als russischen Mitbürger. Du kannst uns gerne gestohlen beleiben. Und dieses gerne ist aufrictig und vom Herzen und nicht mit Argwohn gemeint. Wer gehen will, soll für immer gehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von andorrsch
15.10.2016, 15:51

Danke, das ist ermutigend. :) Man kann schließlich nicht den Herkunftsort bestimmen.

0

Ich denke nicht das die ausgewiesen werden, weil man hat ja einen Grund weswegen man z.B von Russland in die USA einwandert oder eben andersrum. Wenn diese Leute wirklich ausgewiesen werden würden dann würde auch vieles nicht mehr so sein wie es mal war. 

z.B eine Firma hat insgesammt 2000 Mitarbeiter und 200-300 Leute sind dem Feind alte gesellen, dann kannst du ja nicht einfach mal 300 Leute kündigen. Da würde für eine große Firma schon viel MINUS eingehen. Wenn du aber auch aus Deutschland Türken,Serben,Russen usw. wieder in die Heimat schickst dann wäre Deutschlang wie das Bundesland Saarland - Niemand ist mehr hier.

Ich beschreibe Deutschland schon selbst als Melting Pot weil Deutschland einfach fast keine rein deutschen mehr hervorbringt ^^

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von andorrsch
15.10.2016, 15:08

Ja klar, das mit dem Schmelztiegel und Nachteilen der Massenabschiebung stimmt schon. Jedoch kann ich aus meiner eigenen Erfahrung behaupten, dass Behörden juckt's meistens gar nicht, ob ihre Beschlüsse den deutschen Unternehmen resp. der deutschen Wirtschaft/Gesellschaft guttun und sie halten sich schön akribisch an Vorschriften. Damit meine ich, wenn's im Grundgesetz bspw. "Ausländer ohne Bürgerschaft in den Feindstaat zurückschieben" stehen würde, würden die das höchstwahrscheinlich ohne Umschweife tun. Insofern bleibt mir nur die Hoffnung, dass sowas im Gesetz nicht gibt. :)

0
Kommentar von Shiftclick
15.10.2016, 15:21

'Rein' Deutsche? Was soll das sein?

0

Wenn ich richtig informiert bin, wurden nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour sämtliche japanischstämmigen US-Bürger in Internierungslager gesperrt. Wann diese Lager aufgelöst wurden, weiß ich nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Deutschland ist ein Rechtsstaat. Der wird nicht ausgehebelt, wenn ein Krieg ist. Du kannst unbesorgt sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von andorrsch
15.10.2016, 14:51

Du sagst es, aber manchmal denke ich mir schon, das der Rechtsstaat Deutschland und deutsche Behörden zwei ganz verschiedene Sachen sind, weil die Zweiten, nichts für ungut, einem ständig auf den Deckel springen, was Ausländerangelegenheiten angeht.

0

Welcher Feindstaat? Deutschland will qua Grundgesetz mit allen Ländern der Welt friedlich zusammenleben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn schon so weit ist, sag mir Bescheid, ich kann dich verstecken.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?