Wie steht ihr zur Legalisierung bestimmter/aller Drogen und was für ein Modell für Verkauf/Erwerb würdet ihr vorschlagen?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

ich würde prinzipiell den besitz sämtlicher drogen legalisieren. den handel jedoch kontrolieren. die süchtigen müssen entkriminalisiert werden, damit sie sich überhaupt mit ihrem problem  beschäftigen können, anstatt zusätzlich noch mit der last zu leben kriminell zu sein, erwischt werden zu können, im knast zu landen... niemand kommt so von der sucht los. und es schreckt auch niemanden ab. jedoch sollte man nachvollziehen können woher die drogen stammen. daher wäre es vielleicht nützlich wenn die ausgabestellen/apotheken spezielle belege ausstellen würden, die man dann gezwungen ist mit sich zu führen. wer also mit drogen erwischt wird und keinen beleg hat, dass er sie legal erworben hat (und wieviel er erworben hat), wird weiterhin bestraft. aber wer die staatlichen ausgabestellen nutzt und dies belegen kann nicht. so wird der handel auf der straße weiterhin bestraft und stark ausgebremst würde ich vermuten. die süchtigen bekommen "guten" stoff und sterben seltener an einer überdosis, weil bei der ausgabe natürlich auch kontroliert wird wieviel jemand will oder wie oft... man könnte auch gleich vor ort beratungen anbieten und ähnlich wie bei zigaretten überall eine fette warnung anbringen, mit bildern und eindeutigen botschaften.

der staat bekäme eine menge neuer steuereinnahmen, die pharma-industrie könnte mitverdienen, die süchtigen leben etwas ungefährlicher und haben es leichter hilfe zu suchen, der schwarzmarkt wird eingedämmt UND: kindern und jugendlichen bleibt der zugang selbstverständlich verwehrt. genau wie bei zigaretten auch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DasFussl
09.01.2016, 06:20

Naja, es gibt auch Leute die verkaufen an Jugendliche, Alkohol und Zigaretten. Ich finde das mit dem kontrollierten Konsum genial, mehr brauch ich auch nicht mehr zu sagen. Warst bei der nächsten Wahl, würde ich dich instant wählen. ✌

0
Kommentar von AOMkayyy
09.01.2016, 06:33

Ich stimme dir zu, nur zu deiner Idee mit den Belegen, ich denke das wäre doch mit einem ziemlichen Aufwand verbunden und ich glaube kaum das es nötig wäre, da ein Schwarzmarkt bei harten Drogen komplett unrentabel wäre.

1

Ich bin dafür, dass alle Drogen langfristig legalisiert werden. Das bedeutet die Entkriminalisierung der Abhängigen und die Organisierung von Hilfe und eine legalen und kontrollierten Abgabe an diese. Das Cannabiskontrollgesetz ging hier in die richtige Richtung. 

Der Gesetzentwurf erlaubt Erwachsenen einen mengenmäßig begrenzten Zugang zu Cannabis und Cannabisprodukten. Hierzu dürfen Erwachsene eine begrenzte Anzahl von Cannabispflanzen für den privaten Verbrauch anbauen sowie die Ernte dieser Pflanzen aufbewahren und konsumieren. Erwachsene können daneben Cannabis in sogenannten Cannabisfachgeschäften erwerben. (...)

Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren ist jeglicher Zugang zu Cannabis verboten. Zum Jugendschutz zählen neben Sicherungsmaßnahmen des Anbaus und der Aufbewahrung von Cannabis, ein Mindestabstand der Cannabisfachgeschäfte von Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen, ein Werbeverbot sowie Zugangskontrollen mit Altersnachweis. (...)

Die gesamte Handelskette für Cannabis (Anbau, Großhandel, Import/Export, Einzelhandel, Transport, Verarbeitung) wird streng reguliert. Jeglicher wirtschaftlicher Umgang mit Cannabis erfordert eine behördliche Genehmigung und unterliegt strengen behördlichen Auflagen und Kontrollen. (...)

Mit einer Verbrauchsteuer auf Cannabis soll sichergestellt werden, dass der Bruttoverkaufspreis den bisherigen Straßenverkaufspreis von Cannabis nicht unterschreitet, so dass im Ergebnis keine Konsumausdehnung durch „billiges“ Cannabis entsteht. (...)

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass Volljährigen Personen der Besitz von bis zu 30 Gramm Cannabis erlaubt wird, beziehungsweise der Besitz von bis zu drei weiblichen, blühenden Cannabispflanzen für den persönlichen oder gemeinschaftlichen Eigenbedarf oder deren Jahresernte (die Summe aller Ernten von maximal drei Cannabispflanzen innerhalb eines Jahres), unter der Auflage, dass Cannabis Kindern und Jugendlichen nicht zugänglich gemacht werden darf. (Quelle: Wikipedia)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich würde Tetrahydrocannabinol, also THC erlauben. Es gibt genügend die es konsumieren und auch für die Legalisierung sind, es gibt ja auch den deutschen Hanfverband, der für die Legalisierung ist. Alkohol würde ich begrenzen, da es schädlicher sein kann, kommt halt auf die Menge des Konsum UND des Konsumentens an. Also: Gibt den Hanf frei! :D

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von AOMkayyy
09.01.2016, 06:38

Nur THC zu legalisieren würde wenig bringen, da in Cannabis noch mehr Cannabinoide enthalten sind ;) Und denkst du nicht, dass die Kriminalisierung von Drogen im Allgemeinen sinnlos ist? Ich würde dir neben dem DHV noch den Schildower Kreis empfehlen, die beschäftigen sich mit allen Drogen und sind auch beruflich ziemlich in die Materie eingearbeitet.

2
Kommentar von DasFussl
09.01.2016, 07:04

Ich kenne den deutschen Hanfverband halt nur durch das "Chillhouse". :b Es gibt natürlich auch viel Kontra, aber es ist früh am Morgen, da fällt viel weg...

0

meiner Meinung nach sollten Drogen gar nicht zulässig sein

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weiche Drogen ja, harte Rauschmittel nein

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von atze3011
09.01.2016, 15:23

Was sind denn "weiche" und "harte" Drogen? Wie soll man festlegen was was ist?

1

Erstmal sollten meiner Meinung nach nicht alle Drogen legalisiert werden da immer die Gefahr besteht das z.b. 13 jährige an Drogen wie dmt gelangen . Es sollte aber die meisten Drogen legalisiert werden außerdem sollten bei besitzt nicht legaler Substanzen die Strafen sehr sehr stark abgesenkt werden wie z.b. das sie es ihm weg nehmen und 10€ Strafe oder ähnliches . Und außerdem sollte man in der schule richtig über Drogen und ihre Wirkung so wie ihre gefahren aufgeklärt werden nicht so wie es jetzt ist . Ich weiß nich das bei uns im Thema Drogen vom ker er gesagt wurde das man bei einem joint direkt abhängig is und man bei shore mach 2 bis 3 mal stirbt und . Also so behinderten Unterricht abschaffen jnd Leute mit Ahnung unterrichten lassen bei dem Thema . Dann sollte man die Drogen auch fair verkaufen wie 1g werd für 10 und das nicht mit 99% steuern belegen . Und das Mindestalter sollte 18 sein und bei halluzinogenen so 21 . Substanzen die nicht legalisiert werden solten sind Dinge wie Krokodile was einfach nur schlecht gepanschtrs Heroin ist .

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DasFussl
09.01.2016, 06:24

Bei meiner Schule war es genauso, bei meinem letzten Vortrag über Drogen, bekam ich eine 5, weil ich THC verharmlost habe, obwohl ich auch einen Kontra Teil hatte. Ausserdem gab es bei JEDER Droge (egal ob legale oder Illegale) dumme "Berichte"

3
Kommentar von AOMkayyy
09.01.2016, 06:49

Altersbeschränkung, Jugendschutz, gute Prävention und strenge Abgabe ist natürlich logisch, aber bei welchen Drogen wär es schlecht sie zu legalisieren? Drogen wie Krokodil sind nur wegen des Preises in Ländern wie Russland halbwegs populär und auch hauptsächlich aufgrund ihrer unreinen Herstellung so toxisch, deshalb glaube ich kaum das es im falle einer Heroin Legalisierung noch irgendeine Rolle spielen würde.

1
Kommentar von Glueckspilzler
09.01.2016, 10:31

Erstmal sollten meiner Meinung nach nicht alle Drogen legalisiert werden
da immer die Gefahr besteht das z.b. 13 jährige an Drogen wie dmt
gelangen

DMT ist da doch wohl ein sehr unpassendes Beispiel. Auch wenn ich bei egal welchem Beispiel betont hätte, dass die 13Jährigen sowieso an alles rankommen können trotz Illegalität der Substanzen, dmt im Normalfall nichteinmal bleibende Schäden verursachen kann. Die einzigen Gefahren wären dass ein Mensch der sich darauf nicht vorbereitet hätte Angst bekommen könnte & die allgemeine Warnung von der Aktivierung bereits vorhandener latenter Psychosen. Das ist aber bei jedem Halluzinogen so. Würde als Beispiel eher Drogen nennen die Sucht & ernsthaften Schaden anrichten würden, wenn du schon dieses blöde Argument nennen willst :D . Fand dmt da etwas in die leere gegriffen.

Substanzen die nicht legalisiert werden solten sind Dinge wie Krokodile was einfach nur schlecht gepanschtrs Heroin ist .

Diese Substanzen würde doch sowieso keiner freiwillig nehmen dem bessere Alternativen geboten werden, wenn dieser halt auf Downer steht. Krokodil kam ja erst infolge des Verbots von Heroin als Designerdroge auf dem Markt. Genauso die ganzen Legal Highs wie Badesalze etc. . Das wäre dann komplett unnötig zu nehmen da der Konsument mit der Entkriminalisierung garnicht die Notwendigkeit hätte auf sowas zugreifen zu müssen.

"Und das Mindestalter sollte 18 sein und bei halluzinogenen so 21 ."

Ich fänds besser in Bezug für die Halluzinogenen eher Kurse für den sichersten Umgang anzubieten mit der vollsten Ladung an Aufklärung, einem psychologischen Check und einer Abschlussprüfung wobei die Leute die bestanden haben einen Ausweis dafür bekommen bestätigterweise verantwortungsvoll mit Halluzinogenen umgehen zu können. Ähnlich wie dem Führerschein fürs Autofahren.

Nämlich bin ich der Meinung, dass nicht jeder Mensch für Halluzinogene geschaffen ist. Es würde auch einen Anteil an Menschen geben die da wirklich psychische Schwierigkeiten bekommen könnten. Sodass man z.B. alle psychisch labilen davon fernhält, insofern es sich nicht in einem therapeutischen Rahmen befindet.

Das ist so mein bedenken, wieso Konsum ab 21 an sich nicht so sinnvoll wäre, das Thema ist da einfach zu komplex für um das so stumpf zu vereinheitlichen.

1

Gegen eine umfassende Legalisierung auf medizinischer Basis habe ich absolut nichts.
Privat finde ich auf Suchtbasis Drogenkonsum aus Jux aber erbärmlich. Das gilt auch für Alkohol und Zigaretten.
Wir haben nunmal schon genug Dreck, der legal ist, da müssen wir nicht noch mehr Dreck legalisieren.
Wir töten durch Passivrauchen legal genug Menschen (ca. 16 000 jährlich) und Alkohol am Steuer ist ebenfalls tödlich.

Also wieso die Leute noch mehr Gefahren aussetzen? Ich verstehe die Logik nicht.

Wer zu Drogen greifen muss, damit das Leben wieder Spaß macht, hat doch sowieso ein größeres Problem.
Und wer zum glücklichsein keine Drogen braucht, braucht auch ein Gesetz zur Legalisierung nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LinnSarma
09.01.2016, 13:21
Wir haben nunmal schon genug Dreck, der legal ist, da müssen wir nicht noch mehr Dreck legalisieren.

Blöd nur, dass der "Dreck" auch so konsumiert wird

Also wieso die Leute noch mehr Gefahren aussetzen? Ich verstehe die Logik nicht.

und sogar mit gefährlichen Stoffen gestreckt sein kann.

Wer zu Drogen greifen muss, damit das Leben wieder Spaß macht, hat doch sowieso ein größeres Problem.

Die wenigsten konsumieren 24/7.

0
Kommentar von Micromanson
09.01.2016, 13:32

Natürlich wird es auch so konsumiert, aber wenn es jetzt noch legalisiert wird, werden viele noch unverantwortlicher damit umgehen.

0
Kommentar von Micromanson
09.01.2016, 14:00

Besser du hängst dich nicht an einem Einzelbeispiel auf.

0
Kommentar von Micromanson
09.01.2016, 18:34

Die Niederlande ist ein Land des "Drogen-Tourismus", und sowas brauche zumindest ich in Deutschland nicht. Außerdem würden die Preise im Gesundheitssektor bewiesenermaßen erheblich ansteigen, das scheint hier irgendwie auch keiner zu beachten. Wenn es zu einer Legalisierung kommt, ist es für's Beschweren zu spät, also besser jetzt die wirtschaftlichen Aspekte sehen.

0

Was möchtest Du wissen?