Wie steht ihr zum "Internet der Dinge" (IoT)?

7 Antworten

Hallo Kajawizu

Ich sehe das gemischt, manche Dinge sind schon echt interessant, wobei vieles auch nicht mehr als ein eigentlich unnötiges nice to have ist.

Andere Dinge sind schon recht kritisch, insbesondere was die Sicherheit und den Datenschutz betrifft.

Es hat es sicher seine Vorteile, wenn ein Gegenstand dem Benutzer helfen kann, ich sehe hier viel hilfspotential vor allem für ältere Menschen z.b. die Herdplatte die sich abschaltet bevor etwas passiert oder Menschen mit Gesundheitlichen Problemen z.b. die Smartwatch die bei Herzproblemen frühzeitig warnt.

Was mir aber sauer aufstößt ist, dass es immer darauf hinaus läuft diese teils hochsensiblen Daten auf Servern von Firmen oder Regierungen zu lagern und wo es dann richtig gefährlich wird ist wenn medizinische IoT Geräte gehackt werden um den Nutzer zu schaden.

Hier finde ich Smarte Geräte vertretbar, solange sie lokal im Netzwerk arbeiten und nur in Notfällen oder wenn der Benutzer es wünscht nach draußen kommunizieren und auch bitte keine hochkritischen Geräte wie z.b. Herzschrittmacher ans Netz.

Dann gibt es noch die Produkte die eigentlich überhaupt keiner braucht, nehmen wir mal Beispielsweise den Dash Button von Amazon, der einzig und alleine dazu dient per Knopfdruck ein bestimmmtes Produkt zu kaufen.

Da muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich diese IoT Auswüchse für verschwendete Ressourcen halte, am Ende dienen sie eh nur als nice to have mit mäßigem Nutzen.

Auch Netzsicherheit ist ein großes Problem, viele dieser Geräte sind kaum bis garnicht geschützt, es ist nichtmals allzu unrealistisch, dass Kriminelle irgendwann mit einem Botnet aus Zahnbürsten DDOS Angriffen und Erpressungen starten, mit Receivern ist das letztens erst passiert.

LG

Darkmalvet

Es hat es sicher seine Vorteile, wenn ein Gegenstand dem Benutzer helfen kann, ich sehe hier viel hilfspotential vor allem für ältere Menschen z.b. die Herdplatte die sich abschaltet bevor etwas passiert oder Menschen mit Gesundheitlichen Problemen z.b. die Smartwatch die bei Herzproblemen frühzeitig warnt.

Das hat mit IoT nichts zu tun.

  • Herdplatten können mit einer "Herunterregel- Abschaltautomatik" oder einem Totmann-Schalter verbunden werden.
  • Ein Gerät zur Herz-Überwachung könnte mit einem Festnetztelefon verbunden sein.

Was mir aber sauer aufstößt ist, dass es immer darauf hinaus läuft diese teils hochsensiblen Daten auf Servern von Firmen oder Regierungen zu lagern

Cloud-Anwendungen haben auch nichts mit IoT zu tun.

den Dash Button von Amazon, der einzig und alleine dazu dient per Knopfdruck ein bestimmmtes Produkt zu kaufen

Das ist nicht der Punkt. Der Dash-Button ist ein Gerät, das unmittelbar Verbraucherrechte aushebelt und gegen das BDSG (Datensparsamkeit, Datenvermeidung, Datenschutz) verstößt. Ausserdem ist es umwelttechnisch problematisch, weil es weggeworfen wird sobald die Batterie leer ist.

Du scheinst mit dem Thema nicht so ganz vertraut zu sein.

IoT bedeutet zum Beispiel, daß Dein Staubsauger

  • dem Hersteller mitteilt, daß irgendetwas nicht mehr in Ordnung ist. Daraufhin kann Dir der Hersteller ein Angebot über ein neues Gerät machen. Damit wird der freie Markt und Deine Rechte als Verbraucher ausgehebelt.
  • Deinem Lieblings-Supermarkt, der Deine Daten von dem Hersteller gekauft hat, mitteilt, daß Du den letzten Beutel eingesetzt hast. Daraufhin findest Du in dem Supermarkt ein "besonderes Angebot nur für Dich".
  • Deinem Vermieter mitteilt, daß Du nach 20 Uhr staubsaugst. Daraufhin mahnt Dich der Vermieter ab, weil Du gegen die Hausordnung verstossen hast.
  • Dir mitteilt, daß die Nachbarin, die sich im Urlaub um Deine Wohnung kümmert, jetzt gerade staubsaugt. Was ist passiert? Hat sie irgendetwas kaputtgemacht oder verschüttet? Du schaltest die versteckte Überwachungskamera ein, um sie auszuspionieren.
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@SchakKlusoh

Das hat mit IoT nichts zu tun. 

Auch das ist IoT, IoT bedeutet per Definition, dass in vormals nicht computerisierten Gegenständen Microcontroller oder Computer zwecks der Kommunikation gesteckt über den Internet Protokollstack eingebaut werden.

Vielleicht sind meine Beispiele nicht perfekt gewählt aber ist eine Uhr kein vormals nicht computerisierter Gegenstand ?

Herdplatten können mit einer "Herunterregel- Abschaltautomatik" oder einem Totmann-Schalter verbunden werden.

War vielleicht ein schlechtes Beispiel aber man kann trotzdem erkennen worauf ich hinaus wollte, es könnte auch der Schrank sein, der seinem vergesslichen Benutzer mitteilt, dass hier der Zucker ist und "praktischerweise" gleich neuen nachbestellt wenn der leer ist.

Ein Gerät zur Herz-Überwachung könnte mit einem Festnetztelefon verbunden sein.

Davon habe ich aber in meiner Antwort nicht gesprochen, der Staubsauger aus deinen Beispiel könnte "nur" über Festnetz kommunizieren und wäre dann kein IoT (wobei durch Voice Over IP die IoT Definition trotzdem erfüllt wäre), ich rede explizit davon, dass diese Geräte z.b. ein Wearable mit dem Internet kommunizieren und sensible Daten auf Servern von Dienstleistern lager, z.b. bei deiner Krankenkasse.

Sagt dir der Begriff gläserner Patient etwas ?

Cloud-Anwendungen haben auch nichts mit IoT zu tun.

Wo rede ich von Cloud Anwendungen ?

Ich rede explizit von IoT Anwendungen und habe mich hier auf das Einsatzgebiet der Telemedizin beschränkt, lies den Satz genau ich habe geschrieben, "...das diese Daten..." das diese ist explizit eine Referenz auf den vorherigen Abschnitt und besagt, Daten, die aus solchen per df IoT Geräten stammen.

IoT bedeutet auch:

  • Das eine z.b.  Jacke Gesundheitsdaten des Trägers sammelt
  • Dem Benutzer das als "lebensrettend" verkauft wird
  • Diese Daten auf den Servern des Herstellers liegen, ggf illegal weiterverkauft werden
  • Du dich bei einer Firma bewirbst und dein neuer Chef direkt weiß dass er dich z.b. wegen schwerem Asthma lieber nicht einstellt
  • In Ländern wie den USA: Das dich keine neue Krankenversicherung mehr nimmt weil du zu krank bist

Dabei können solche medizinischen Anwendungen tatsächlich sinnvoll sein, deswegen habe ich in den Raum geworfen, dass man solche Geräte statt mit Hersteller oder bei Gesundheitsdaten Regierungsservern z.b. mit einem lokalen Server im Smart Home verbinden kann.

Der Dash-Button ist ein Gerät, das unmittelbar Verbraucherrechte
aushebelt und gegen das BDSG (Datensparsamkeit, Datenvermeidung, Datenschutz) verstößt.

Den Dashbutton hatte ich aufgegriffen, weil er ein Parabeispiel für Sinnlosigkeit und Ressourcenverschwendung abliefert.

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Meine persoenliche Meinung:

IoT durchlaeuft gerade den selben "Werdegang" wie das Thema Cloud vor ein paar Jahren. Alle sind super skeptisch, niemand verstehts auch so richtig, es wird viel kritisiert, aber es kommt auch viel Innovatives von technischer Seite.

Darum denke ich, dass IoT sich in nicht allzu ferner Zukunft - genau wie Cloud Computing - durchsetzen wird. Der technologische Ansatz verspricht definitiv viel Effizienz und Flexibilitaet. Zumindest im Industrie-Sektor.

Gefährlich.

Eine wunderbare Spielwiese für Hacker, Saboteure, Geheimdienste, Arbeitsplatzverlagerung und Industriespionage.

Es gibt die ersten Botnetze, die in internetfähigen Geräten entdeckt wurden. Stell Dir vor, Dein Kühlschrank verschickt Spam-Mails, macht bei DOS-Angriffen mit, oder dient als Zwischenspeicher für Kinderpronografie.

https://de.wikipedia.org/wiki/Denial_of_Service#DDoS_und_Internet_der_Dinge

Das Internet ist von seiner Architektur her nicht sicher. Das heißt, egal wieviel Software man verwendet, um Barrieren (zB. Firewalls) aufzubauen oder Schadsoftware zu finden und unschädlich zu machen, es ist Software, die auch wieder mit Software ausgehebelt werden kann.

Wenn man das ändern möchte, müßte man das Internet komplett neu aufbauen.

Ich empfehle die Bücher von Jaron Lanier zu lesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jaron_Lanier#B.C3.BCcher

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/jaron-lanier-mit-friedenspreis-des-deutschen-buchhandels-ausgezeichnet-a-996724.html

Ich empfehle den Film "Snowden" anzuschauen.

https://youtube.com/watch?v=5ZcGdlBWMH4

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