Wie steht ihr zum Feminismus?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Feminismus ist nötig, auch heute noch und auch in der westlichen Welt. Es gibt immer noch eine Diskriminierung von Frauen, Sexismus und Gewalt gegen Frauen. Solange es das gibt, braucht es auch Feminismus.

Ich halte nichts davon, wenn sich ein Geschlecht in den Vordergrund drängelt, egal ob Männlein oder Weiblein.

Eine Gegenoffensive ist in meinen Augen nur legitim, solange von der Gegenoffensive abgelassen wird, sobald Egalität hergestellt wurde.

Findest du denn nicht, dass Feminismus dringend nötig ist?

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@tedbundy9

Ich mag keine Extreme.

Es gilt, wie fast überall, das richtige Maß zu finden, damit ein Gleichgewicht hergestellt werden kann. Sonst gibt es Eskalationen und das Pendel schlägt sich selbst beschleunigend zu weit aus.

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Gestern Abend habe ich im TV in einem Rückblick einen Sprecher der Lufthansa vom Ende der 60er Jahre gesehen. Damals sträubte sich die Lufthansa mit Händen und Füßen gegen weibliche Verkehrspilotinnen. Dieser Sprecher "begründete" diese Weigerung mit den weiblichen Defiziten. Die seien, sein Königsargument, "einfach nicht geeignet und miit den belastungen überfordert"... :-)

Im Code napoleon, dem ersten bürgerlichen gesetzbuch, bestand die eheliche hauptpflicht des Mannes in der sozial angemessenen versorgung seiner Frau, die der Frau im gehorsam gegenüber ihrem Mann. Das galt damals als bahnbrechend fortschrittlich...

Wahlrecht erhielten die Frauen in Europa zumeist im Anschluss an den 1. Weltkrieg. In der Schweiz 1970.

Als die Französische Revolution die "Erkärung über die Menschen- und Bürgerrechte" in die Weltsetzte, wurden Frauen, die diese Rechte auch für sich forderten, geköpft. Sie waren ja nur Frauen und folglich weder Bürger noch Menschen...

Ja, Feminismus ist gut! Darüber täusct auch nicht de ein oder andere Übertreibung hiweg.

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@atzef

Das sind alles Beispiele aus der Vergangenheit. Der Feminismus war berechtigt, weil starker "Maskulinismus" herrschte. Der Feminismus schloss die Lücke des Gegengewichts.

Die Frage ist, wofür wir Feminismus heute noch brauchen.

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@Suboptimierer

Man könnte ja sagen: zum historischen Ausgleich.
Nach 50.000 Jahren Männerherrschaft sind nun die Frauen 50.000 Jahre lang dran.
:-)

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@Volens

Gut, dass du den Smiley gebracht hast.

Ich halte nichts von Auge für Auge und Zahn für Zahn, selbst wenn man mir unterstellen wird, dass ich davon nur nichts halte, weil ich ein Mann bin.

Auge für Auge und Zahn für Zahn generationsübergreifend? Dann müsste ich eigentlich vergast werden.

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In vielen Ländern dürfen Frauen immernoch nicht zur Schule gehen, werden vergewaltigt/verstümmelt/misshandelt/verkauft und das völlig ohne Konsequenzen. In vielen Ländern werden weibliche Babys geboren und direkt getötet. Um nur ein paar Beispiele mal zu nennen. Und zudem werden Frauen auch hierzulande oftmals nur als reines Sexobjekt betracht und auch so behandelt, dieses unqualifiziertes Verhalten ist nicht zu entschuldigen und daran sollte auch gearbeitet werden.

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@tedbundy9

Feminismus, um ein Gleichgewicht herzustellen, ist in meinen Augen berechtigt. (Ich meine das schon irgendwo geschrieben zu haben).

Feminismus, um sich als besser hinzustellen, ist nicht berechtigt.

Ich glaube, wenn ich noch mehr antworte, wiederhole ich mich nur.

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@Suboptimierer

Feminismus hat eigentlich lediglich das Ziel, Gleichberechtigung und Gleichstellung zwischen mann und Frau herzustellen. Um die ist es in den entwickelten Ländern nodr- und Westeuropas mittlerwele recht gut bestellt. In anderen Ländern und regionen seht das dagegen weiterhin recht trübe aus. Aber auch bei uns gibt es weiterhin Phänomene wie die ungleiche Bezahlung für gleiche Arbeit oder die systematische Benachteiligung der karrierechancen von Frauen durch vorurteilsbeladene männliche kameraderie wie z.B. in den Vorstandsetagen der DAX-Unternehmen.

Feminismus bedeute ja keinesfalls Frauenherrschaft, sondern lediglich die Vollendung des Prinzips der formale rechtsgleichheit aller menschen.

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@atzef

Bevorteilung und Ausgleich sind nicht immer eindeutig zu unterscheiden. 

Ist die Frauenquote eine Bevorteilung oder ein Ausgleich?

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Und im Feminismus geht es um Gleichberechtigung und nicht um dem männlichen Geschlecht in irgendeiner Weise überlegen zu sein!

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@tedbundy9

Dann sind wir uns ja einig, dass wir beide für Gleichberechtigung und Gleichstellung sind.

Dann bin sogar ich Feminist.

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Eindeutig Ausgleich.

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Feminismus ist kein schlechtes Wort. Es wird heutzutage immer noch gebraucht, in der dritten Welt wo Mädchen als wertlos angesehen werden, für Transfrauen, Frauen die queer sind, Frauen die vergewaltigt werden und dann die Schuld dafür bekommen und Frauen die auf der Strasse angemacht werden wegen ihrem Aussehen.

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Zudem kann man doch auch für Gleichberechtigung sein ohne deshalb Feminist zu sein, auch wenn ich oft das Gefühl habe, dass Feminismus das Wort Gleichberechtigung als Synonym für sich gepachtet hat.

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