Wie steht ihr zu der Todesstrafe?

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Das Ergebnis besteht aus 122 Abstimmungen

Ich bin gegen die Todesstrafe 63%
Unter gewissen Umständen bin ich dafür 23%
Ich bin für die Todesstrafe 13%

124 Antworten

Ich bin gegen die Todesstrafe

Die Todesstrafe hat keine abschreckende Wirkung. Sie ist auch nicht billiger als eine Haftstrafe. Außerdem müsste man dann sehr viele Straftäter hinrichten, wenn sich das finanziell lohnen soll – im Vergleich zum Bundeshaushalt.

Es ist nicht auszuschließen, daß Unschuldige hingerichtet werden. In einem Rechtstaat werden immer nur die verurteilt, deren Schuld eindeutig bewiesen ist. Trotzdem kommt es immer wieder zu Fehlurteilen. Was sagt man den Eltern eines unschuldig hingerichteten? Sorry, kann ja mal vorkommen? Muß der Richter, der das Fehlurteil ausgesprochen hat, dann selber hingerichtet werden - oder der Henker - oder beide? Wie will man 100% Sicherheit erreichen? Durch Geständnisse? Und die, die gestehen werden dann hingerichtet, und die nicht gestehen – läßt man laufen? Oder einsperren, obwohl man keine 100% Sicherheit hat?

Nicht der Staat, wie immer wieder gesagt wird, tötet dann, sondern Menschen in seinem Auftrag. Die werden dann selber zu Mördern, denn einen wehrlosen, gefesselten Menschen zu töten ist Mord – egal welche Gesetze das legitimieren! Und das Motiv spielt auch keine Rolle! Auch wenn ein Mensch den Tod verdient hat rechtfertigt das nicht, ihn zu töten.

Oft wird behauptet, Täterschutz gehe vor Opferschutz. Das ist falsch! Die Grundsätze und Prinzipien des freien Rechtstaates sind zum Schutz der Bevölkerung da – gegen Willkür und anderes Unrecht. Diese Grundsätze
sollten wir alle schützen und sie nicht zur Befriedigung blinder Rachegefühle
opfern!

Ob ein Mensch den Tod verdient hat kann man nicht anhand von Blutwerten feststellen oder aus seinem Gesicht lesen. Jeder wird das anders empfinden. Bei einem mehrfachen Kindermörder sind sich die meisten noch einig. Bei einem nicht vorbestraften Totschläger wird es schon schwieriger. Wo ist die
Grenze - wie soll denn das Gesetzt formuliert werden? Ist das dann wirklich
gerecht? Trifft es dann immer nur die „Bestien“?

Die Wiederholungsgefahr wird ausgeschlossen. Gerade bei Kindermördern mit sexuellem Motiv besteht die Angst, „daß irgend ein blöder Psychologe den eines Tages wieder laufen läßt“ und er sich an dem nächsten Kind vergeht. Aber nicht ein Psychologe, sondern ein „blöder“ Richter ließe ihn frei – derselbe, der laut Todesstrafenbefürworter Todesurteile aussprechen soll! Wenn man nicht möchte, daß ein solcher Straftäter wieder frei kommt, dann kann man sich auch für eine Sicherheitsverwahrung einsetzen und muß nicht zwangsläufig die Todesstrafe fordern.

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Das Hauptargument ist einfach, dass man einen Unschuldigen hinrichten könnte. Sperrt man jemanden ein, obwohl er unschuldig ist, dann kann man ihn, wenn sich seine Unschuld herausstellt, wenigstens entschädigen und sich entschuldigen. Wenn man ihn hingerichtet hat, dann hat man einen Unschuldigen getötet und kann es nie wieder auch nur ansatzweise gut machen.

Es wurden auch schon Unschuldige hingerichtet.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/carlos-deluna-in-texas-unschuldig-hingerichtet-a-833250.html

Der Grund warum es nicht viel mehr Fälle gibt, wo ein Fehlurteil aufgedeckt wird ist vermutlich, dass in Amerika kein Fall von der Polizei neu aufgerollt wird, wenn dafür schon jemand hingerichtet wurde.

Dazu kommen dann noch ein paar andere Gründe wie "Zwei mal Unrecht ergibt nicht Recht".

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Hallo KYGO1,

es gibt viele schreckliche Gewalttaten, in denen man vielleicht dem Täter, den Tätern, emotional den Tod wünscht.

Aber einem Menschen jahrelang in der Todeszelle unterzubringen und dann bewusst zu töten, finde ich persönlich nicht den richtigen Weg.

Man muss auch bedenken, dass es verschiedene Gründe gibt, um einen Menschen zu töten, im Affekt, Totschlag, aus Mitleid.

Bei Morden aus niedrigen Beweggründen, sexuell geprägt, besonders bei Kindern, terroristischen Anschlägen usw. würde ich für eine lebenslange Haft/Verschluss plädieren.

Liebe Grüße

.

 

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Ich lehne sie in jeder Form ab, das ist nichts weiter als legitimer Mord!

Inwiefern macht es mich besser wenn ich Mord an einer Person begehe die einen Mord begangen hat? Das ist ein ethnisches Paradoxon.

Jeder Mensch hat das Recht zu leben, wir Menschen können es nicht uns anmaßen über ein Leben entscheiden zu können, ob es weiter bestehen darf oder nicht.

LG

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Die vermutlich einfachste und plakativste Argumentation ist, dass ich niemals wollen würde, dass geliebte Familienangehörige oder Freunde hingerichtet werden. Vor allem nicht vom Staat! Der Staat sollte als Vorbild gelten und nicht die gleichen Fehler, wie die Kriminellen selbst begehen. 

Die Frage ist auch, welchen Nutzen der Staat aus den Hinrichtungen zieht. Dient die Hinrichtung als Genugtuung, als Rache? Oder dient die Hinrichtung dem Staat, indem sie die Überlegenheit und Macht markiert, die der Staat über die zu tötenden Menschen hat? Oder dient die Todesstrafe zur Beseitigung von Kriminellen? Nach dem Motto: Wenn wir nur lange genug hinrichten, gibt irgendwann keine Mörder mehr? 

Zudem fand eine amerikanische Feldstudie heraus, dass nur etwa ein drittel der hingerichteten nach DNA-Analyse tatsächlich schuldig waren, die anderen wurden frei Haus im Namen des Staates getötet.

Des Weiteren schreckt Todesstrafe nachweislich nicht ab. Auch dazu kann man Studien auffinden. Wer jemanden töten will, hat seine Motive und die stehen unangefochten von der Strafe, die der Täter zu erwarten hat.

Die Todesstrafe ist im herkömmlichen Sinne auch keine Strafe. Man kann jemanden nicht mit dem Tod bestrafen, da der Tote die Strafe nicht mehr erfahren kann. Die eigentliche Strafe liegt bei der Hinrichtung nur in der Ermordung, verstanden als Verletzung oder gar Folter. Es ist also, wenn überhaupt, nur eine sehr temporäre und unmittelbare Strafe, die eher als "Mordsstrafe" zu bezeichnen ist.

Zu guter letzt verletzt die Praxis der Todesstrafe die Menschenrechte und die Verfassung einer aufgeklärten, fortschrittlichen Gesellschaft. "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Jemand der im Namen des Staates getötet wird, wurde heftigst seiner Würde verletzt!


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Ich bin gegen die Todesstrafe

Hallo, KYGO1.

Die staatlich sanktionierte Ermordung lässt sich nicht rückgängig machen, selbst, wenn sich, wie schon in etlichen Fällen geschehen, rausstellt, dass der vermeintliche Täter unschuldig, oft gar nicht mal in der Nähe des Tatortes war.

Und manchmal ist die T.S. auch eine rein politische Entscheidung: siehe Julius und Ethel Rosenberg.

Ethel wurde sogar die übliche Begnadigung versagt als sie die erste `Sitzung' auf dem elektrischen Stuhl überlebte, lG.

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Christel5 27.05.2016, 01:02

Dein Thema wühlt auf. Meine Abstimmung gegen die Todesstrafe gemacht.

Mich interessieren dabei keine politischen Dispositionen, sondern wie ein Mensch - sei es ein Justizbeamter - sehenden Auges einen Mitmenschen in den Tod befördern kann.

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ilknau 27.05.2016, 14:08
@Christel5

Du bist nicht der Frager!

Sehenden Auges geschieht es ja nicht. Je nach Art, Elektrischer Stuhl oder Todesspritze, der Hinrichtung, schnallt der Henker den Delinquenten in den Stuhl, setzt ihm den Metallhut, mit einem nassen Schwamm drunter, auf oder legt ihm die Zugänge für die tödlichen Medis.

Aktiviert wird von aussen wobei allerdings ein Publikum aus Angehörigen des Opfers, Politikern, Gerichtspersonen etc. dem Verrecken zusieht.

Selbst beim Genickschuss sieht der Henker sein Opfer nicht sondern nur seinen Hals von hinten... 

Davon ab, gibt es immer auch Leute mit Perversionen, die sie so ausleben, wobei die Mitglieder standrechtlicher Erschiessungskommandos abkommandiert werden, gar keine Möglichkeit habend, abzulehnen und noch Jahre drunter leiden.

Und im Mittelalter war der Henker nicht nur Derjenige, welcher den Tod gab sondern neben den Turmvögten auch Ermittler, der nicht immer unter Folter Geständnisse erpresste sondern oft auch gütlich befragte.

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sntgnaethawnr 03.06.2016, 11:42
@ilknau

"du bist nicht der Frager" erzeugt bei mir irgendwie eine verwunderung über dein "rechtsempfinden". Zum Thema Henker:

vor kurzem gab es eine Reportage auf Arte über die letzten Berufshenker in Europa, mit Interviewsn und Lebensberichten Wenn du diese gesehen hättest, gäbe es deinen  Kommentar wahrscheinlich so nicht. vielleicht ist der noch in der mediathek zu finden, ich denke er hieß auch so.

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ilknau 03.06.2016, 21:04
@sntgnaethawnr

@sntgnaethawnr

Definiere Aussage 1.,

wofür ich dir als Dank noch erkläre, dass Meister Hans im MA. gar oft als Heiler aufgrund seines, in seinem Stand, erworbenen Wissens, auftrat.

Zudem war er gegen ein paar Silberlinge bereit, quälende Körperstrafen mit gezieltem Griff knapp zu beenden bzw. den Tod vorher ohne Leid herbei zu führen.

+ dass er wegen eben seines S. ein Unehrlicher sprich unehrbarer Mensch war, der selbst in einem Gasthaus stets eigenes Geschirr dabei haben musste, denn aus dem für ehrbare Leute durfte er nicht essen.

Gesellschafliche Kontakte, Freundschaften waren aufgrund dessen auch eher rar...

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Die Todesstrafe verstößt gegen die Menschenrechte und sie ist  in einen zivilisiertem Land nicht hinnehmbar. Sie ist ein archaisches Überbleibsel aus einer Zeit, als die Gesellschaft sich nur dur Tötung gegen Verbrecher schützen konnte. Wir haben genug Möglichkeiten, sie sicher zu "verwahren".

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KYGO1 25.05.2016, 20:28

Vielen Dank dass du "vorbeigekommen" bist. :-)

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Die Todesstrafe macht keinen Sinn.

Vielleicht beschafft sie im ersten Moment eine Genugtuung. 
Aber die Person, die umgebracht wurde, wird dadurch nicht mehr lebendig.

Ebenso schreckt die Todesstrafe letztendlich nicht ab.
Wäre das so, würde sie sich selbst überflüssig machen.

Selbige wird auch nicht Zeit nah vollstreckt. Oft sitzen die Verurteilten Jahre lang im Todestrakt ein.

Zudem ist es für mich paradox, einen Menschen durch den Staat umbringen zu lassen, der das Morden unter Strafe stellt.
Das ist in meinen Augen messen mit zweierlei Maß.
Mord halt ich generell für schlecht.

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Ich bin dagegen. Erstens, weil die Gefahr eines Justizirrtums zwar selten, aber leider gegeben ist.

Aber vor allem bin ich dagegen, weil es dann auch einen Henker geben muss. Oder meinetwegen auch mehrere Henker, die alle gleichzeitig auf ein Knöpfchen drücken. Henker waren (und sind vermutlich) immer ausgestoßene Außenseiter der Gesellschaft gewesen, mit denen man nichts zu tun haben will. Verlogen, aber so ist es. Man sollte keinen Menschen dazu "zwingen", einen anderen zu töten.

Es gab mal einen recht lustigen Film aus Spanien, der das gut verdeutlicht. Ein arbeitsloser Tischler ließ sich aus Geldmangel überreden, Henker zu werden. Da aber seit 30 Jahren niemand mehr hingerichtet worden war, hat er sich gedacht: "Das ist leicht verdientes Geld." Und so war es auch. Niemals wurde er für das Töten in Anspruch genommen. Er hat seinen Monatslohn in den Aufbau einer gut florierenden Schreinerei gesteckt und seinen "Beruf" praktisch vergessen.

Aber dann nach Jahren des munteren Dahinlebens musste er doch ran. Einen Serienmörder hinrichten. Oh Schreck...

Die Schlusszene war dann, wie der Mörder recht munter zum Hinrichtungsraum geführt wurde, während der arme Henker von zwei Männern getragen wurde, weil er halb bewusstlos war vor Angst.

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DreiGegengifts 26.05.2016, 16:04

weil die Gefahr eines Justizirrtums zwar selten

Expertenschätzungen gehen von 25-30% Fehlurteilen bei Zivilprozessen und von 25% bei Strafprozessen aus. Das würde ich als enorm viel bezeichnen. Falsche Zeugenaussagen werden zudem auf 30-40% geschätzt. Diese beeinflussen einen Prozess besonders stark.

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Ervo17 26.05.2016, 21:33
@DreiGegengifts

"Experten..."

Welche Experten, wo, wann.. Bin ich auch ein Experte, wenn ich Jura studiere? Wie kommst du auf diese Zahlen überhaupt. Zeugenaussagen waren noch nie ausschlaggebend für eine endgültige Aburteilung. Der Richter weiß auch um die subjektiv bedingte Beweislage einer Aussage, dementsprechend wird auch gehandelt.

Nur weil einer sagt: " Das ist er, das weiß ich", wurde noch nie jemand geköpft, zumindest in unserer nahen Vergangenheit.

Ein Prozess, bei dem nur eine einzelne Aussage die gesamte Beweislage darstellt, ist ein schlecht geführter Prozess. Da haben die Strafverfolgungsbehörden dann sehr schlechte Arbeit geleistet.

Zivilprozess und Todesstrafe passt auch i-wie nicht zusammen.

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Es wurden schon viele gute Gründe gegen die Todesstrafe genannt, sie ist nicht abschreckend, es können versehentlich Unschuldige hingerichtet werden und vorallem ist sie nicht mit den Menschenrechten vereinbar. Dem schließe ich mich an.
Mir ging beim lesen der Kommentare aber noch ein ganz anderer Gedanke durch den Kopf. Kann jemand voll schuldfähig sein, der Kinder vergewaltigt und ermordet, ja sich vielleicht sogar an den Leichen vergeht? Ist es aus Sicht der Befürworter in Ordnung, einen psychisch kranken Serienmörder hinzurichten, der z.B. nicht in der Lage ist, Mitleid zu empfinden, aber der viele Menschenleben zerstört hat?

Ich frage mich halt, wo man im Fall die Grenze zieht zwischen ''noch gesund genug'' oder ''schon zu krank'' um auf diese Weise belangt zu werden. Das erscheint mir in den USA nämlich teilweise sehr willkürlich gewählt. Da werden psychische Erkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen zwar zur Kenntniss genommen, aber manche Täter rettet im zweifelsfall nur ihr Alter, wenn sie noch zu jung sind, um hingerichtet zu werden. Was ein anderes Thema wäre, darf man Jugendliche zum Tode verurteilen?

Manche Leute stellen sich das hier alles viel zu einfach vor, als gäbe es immer nur gut und böse, schwarz und weiß, glasklare Fälle in denen alles eindeutig bewiesen werden kann. So sind Verbrechen aber leider in den wenigstens Fällen. Bei vielen bleiben immer offene Fragen, die der Tod sicher auch nicht beantworten kann.

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Grundsätzlich immer. Es gibt so gut wie nur negative Aspekte daran. Hauptgründe für mich sind: Man stellt sich auf eine Stufe mit einem Mörder, man legitimiert damit Rache als angemesse 'Strafe', Abschreckung funktioniert nicht (wie man an Ländern sieht in denen diese Form der Strafe erlaubt ist), die Todesstrafe kann nicht rückgängig gemacht (und derjenige angemessen entschädigt) werden.

Davon abgesehen ist die Todesstrafe teurer als lebenslange Haft.

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Andreas703 09.06.2016, 13:02

Nanu ?

Die drei Spritzen, die heute verwendet werden, kosten rund 75 Euro.

Eine Pistolenpatrone kostet 99 Cent.

Ein Strafgefangener kostet dem Staat pro Jahr etwa 49000 Euro.

Was ist da billiger ?

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Bei manchen Straftaten wäre es wirklich angebracht. Aber - derjenige verbüßt ja nicht seine Strafe. Der gibt den Löffel ab und hats hinter sich.  Allein aus dem Grund bin ich gegen die Todesstrafe. Trotzdem müssen die Strafen härter werden. Lebenslänglich heißt lebenslänglich und nicht nach 15 Jahren raus. Für Steuerhinterziehung geht man ein paar Jahre in den Knast - für Kindesmißhandlung gibts zwei Jahre auf Bewährung. Da kommt man sich als Geschädigter doch ziemlich verarscht vor.

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Omnivore10 26.05.2016, 15:25


Lebenslänglich heißt lebenslänglich und nicht nach 15 Jahren raus. 

Heißt es auch nicht! Lebenslänglich heißt "auf unbestimmte Zeit". Nach 15 Jahren KANN eine Prüfung erfolgen. Das was du meinst gibt es und nennt sich juristisch "Sicherheitsverwahrung"


Für Steuerhinterziehung geht man ein paar Jahre in den Knast

Falsch! Der BGH hat lediglich festgesetzt, dass bei einer Steuerhinterziehung AB 1mio Euro man keine Strafe mehr auf Bewährung bekommen kann. Die Strafe für Steuerhinterziehung ist bis zu fünf Jahre Haft ODER Geldstrafe!


für Kindesmißhandlung gibts zwei Jahre auf Bewährung.

Nachweislich falsch! Kindesmisshandlung ist es selbst schon, wenn man einem Kind in den Schritt oder Brüste fasst. Das fällt unter sexuellen Missbrauch von Kindern nach §176 und sieht eine Strafe von mindestens 3 Monaten vor.

(Schwerer) Sexueller Missbrauch von Kindern, welche mit dem Eindringen in den Körper (Vergewaltung) verbunden ist, wird NICHT unter 2 Jahren bestraft. 2 Jahre auf Bewährung KANN da NUR stattfinden, wenn das Kind den Geschlechtsverkehr selbst bejaht hat. Strafbar ist es dennoch. Und hier liegen die Höchststrafen bei 15 Jahren. Bei gleichzeitiger Misshandlung sieht das Gesetz sogar eine Mindeststrafe von 5 Jahre vor.

Juristische Pauschalisierungen - wie deine - sind Unsinn und nicht zielführend!

Und das was du geschrieben hast IST Unsinn!

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Kein Mensch hat das Recht, sich als "Herrscher" von Leben und Tod, aufzuspielen. Eine Gesellschaft schon gar nicht.

Mal ganz davon abgesehen, dass es keinerlei positive Effekte auf eine Gesellschaft hat. Siehe USA. 

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Einfache Erklärung.

Niemandem, auch nicht dem Staat, steht es zu über Leben und Tod eines Menschen zu entscheiden. Man stellt sich zudem damit auf die gleiche Stufe wie der Täter.

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Ich bin gegen die Todesstrafe. Sie ist einfach nur grausam und auch sinnlos. Ich bin Atheist, kenne aber auch diesen Bibelspruch: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Sowas mag vielleicht vor 2000 Jahren irgendwie Sinn gemacht haben, heute ganz bestimmt nicht. Selbst wenn ein Mörder getötet wird, sein Opfer wird trotzdem nicht wieder lebendig. Und ausserdem gab es ja sogar schon schlimme Pannen dabei, das irgendwie ein Gift nicht gewirkt hat oder so und sie dann mehrere Anläufe gebraucht haben, jemanden zu töten.

Ich verstehe auch nicht, wieso sie jemanden 20 oder 25 Jahre auf die Hinrichtung warten lassen. Sowas ist zusätzlich noch seelische Grausamkeit, also wenn man jeden Tag denkt: Heute muss ich sterben.

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sntgnaethawnr 03.06.2016, 12:06

auch der bibelspruch dient auch als ansatz zu überlegen, ob es so etwas bringt. genauso wie man sagen würde, "der ist reich, der kann sich nun mal einen besseren anwalt leisten" in manchen fällen stimmt, aber genauso die frage aufwirft, ob das so ok ist.

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Für mich sind die USA ein negatives Beispiel: Immer wieder Fehlurteile, und als Abschreckung nützt sie offensichtlich auch nichts.

Ich bin ausserdem der Meinung dass der Täter die Möglichkeit bekommen soll zur Reue und Verbesserung seines Lebens. Dies wird ihm durch die Todesstrafe genommen.

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Leute die für die Todesstrafe sind, wählen oft das Argument, dass gewisse Straftaten mit der schlimmsten aller Strafen "gerächt" werden soll, die Strafe wäre der Tod. Ich bin derselben Meinung, dass sehr schwere Verbrechen mit einer Strafe belegt werden sollten, die extrem schlimm ist. Für mich ist das aber nicht der Tod. Eine Gefängnisstrafe ist meines Erachtens schlimmer, da du im "Knast" viele Jahre deines Lebens verlierst. Außerdem ist das Leben nach der Gefängnisstrafe einfach befremdlich, da sich viel verändert hat in der Gesellschaft und der Umgebung. Die Jobsuche ist für Ex-Inhaftierte sehr, sehr schwer und so kommt es, dass viele Arbeitslos bleiben und so ein Leben im Elend haben. Für mich ist das schlimmer als der Tod. 

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Hey,
Ich persönlich halte die Todesstrafe für eine schlechte Bestrafung. Denn zum einen richtet man damit über ein Menschenleben wie der Täter vermutlich es selbst getan hat. Zum anderen kann der “Täter“ nicht ins Leben zurückgeholt werden, wenn sich herrausstellt dass er doch unschuldig ist. Natürlich kann es auch Fälle geben wo ich die Todesstrafe nachvollziehen kann, z.B. wenn der Täter eine Geistige Störung hat und ihm wirklich nicht zu helfen ist sodass die andere Möglichkeit Lebenslängliche Haft wäre. Jedoch halte ich es auch da für unmoralisch und man sollte sich fragen wie es mit der Person steht, die bereit ist einen Täter in den Tod zu schicken.
Lg

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Ich bin gegen die Todesstrafe

Ich bin gegen die Todesstrafe. die Todesstrafe hat keine abschreckende Wirkung und beugt daher auch nichts vor. Natürlich gibt es Straftaten die einem nachzudenken geben aber meist bekommen diese Straftäter sowieso lebenslängliche Haft. 

Ich meine es wird nach Statistiken, soweit ich weiss, in Amerika immer noch am meisten gemordet etc. obwohl es dort die Todesstrafe gibt. Meiner Meinung nach ist die Todesstrafe sowieso total überflüssig und überbewertet. Man kann total über dieses Thema Diskutieren. 

Wir haben letztens erst darüber Diskutiert, in der Schule. Dabei haben sich am Anfang viele für die Todesstrafe entschieden aber nachdem wir über die vor und ebenfalls Nachteile der Todesstrafe geredet haben, haben sich viele bei der 2. abschtimmung gegen die Todesstrafe entschieden.

Dieses Thema ist sehr ausgeprägt und die Meinungen gehen total auseinander. Ich wünsche dir viel erfolg bei deiner Hausarbeit.

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KYGO1 25.05.2016, 19:56

Vielen Dank für deine Antwort und deine Beteiligung ;-) 

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Unter gewissen Umständen bin ich dafür

eigentlich bin ich ja absoluter Gegner der Todestrafe, aber :

wenn definitiv zu 100% bewiesen ist, daß es sich bei dem Täter wirklich um den Täter handelt

( es sitzen ja leider immer noch sehr viele Menschen zu Unrecht in der Todeszelle aufgrund falscher Verdächtigungen, Verfahrensfehlern, Rassismus oder weil sich der Täter keinen guten Anwalt leisten kann oder was auch immer und oft stellt sich dann erst viele Jahre später heraus, daß es sich um einen Unschuldigen handelt ) -

dann, aber nur dann wäre ich unter bestimmten Voraussetzungen bei besonders grausamen Taten für die Todesstrafe !

( insbesondere für Mörder, die ihre Opfer z.B. gefoltert haben und diese lange qualvoll leiden mussten )

dafür habe ich ebenso wenig Verständnis für Kinderschänder und/oder Kindermörder

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