Wie steht ihr zu der Entstehung der Erde/Universum und Gott?

20 Antworten

Gott hat uns meiner Ansicht nach geschaffen. Ich bin Christ.

Ich glaube, dass diese Welt durchdacht und geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Wenn Du mehr wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Man kann sich auch als gläubiger Mensch mit Naturwissenschaften beschäftigen. Glaube und Wissenschaft müssen sich nicht immer widersprechen. So hat zum Beispiel Mendel, ein katholischer Mönch, wichtige Entdeckungen bei der Genetik gemacht. Der Mensch, der die Urknalltheorie aufgestellt hat, war katholischer Priester.

Laut der katholischen Kirche ist die Evolutionstheorie mit dem Glauben vereinbar.

Ich jsehe das auch genau so

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Neulich habe ich ein treffendes Zitat gelesen: Wissenschaft produziert keine Wahrheit, sondern vorläufige Erkenntnis.

Wenn ich die ständig wechselnden Erkenntnisse der Wissenschaft mit den Aussagen der Bibel vergleiche - und die Auswirkung beider Einstellungen bedenke, dann treffe ich meine Entscheidung für die Aussagen Gottes, der Bibel:

Schöpfung contra Evolution

Alles, was wir sehen und anfassen können - die Dinge des täglichen Lebens sind von jemandem gemacht - auch wenn wir die Handwerker nicht kennen. 

Die lebendigen Dinge, die wir ansehen, anfassen und zum Teil essen können; und der Himmel über uns und die Erde unter unseren Füßen - also die großartigen Dinge, unsere Welt - sollen durch Zufall und ohne einen Macher von selbst entstanden sein? 

Das ist unlogisch, das ist unmöglich und unglaubwürdig, UNVORSTELLBAR!

Ich bin davon überzeugt, dass Gott das Universum erschaffen hat (vgl. 1. Mose 1-2 und Johannes 1,1-4).

Biblischer Glaube und Wissenschaft müssen kein Widerspruch sein. Es gibt auch Naturwissenschaftler, die an Gott glauben, wie beispielsweise Prof. John Carson Lennox, Prof. Werner Gitt, Dr. Walter Veit, Dr. Markus Blietz u. a.

Das folgende Interview von Dr. Markus Bechly (Fossilienforscher) ist zur Frage sehr interessant: „Glaube an Schöpfung fand ich primitiv"

Die Studiengemeinschaft Wort und Wissen ist beispielsweise ein wissenschaftlicher gemeinnütziger Verein, in der Wissenschaftler sich austauschen und mitarbeiten. Thematische Schwerpunkte der Arbeit bilden Grundlagenforschung und Bildungsarbeit im Spannungsfeld "Naturwissenschaft und christlicher Glaube": http://www.wort-und-wissen.de

Oder auch das "Institut für Glaube und Wissenschaft": https://www.iguw.de/

Sehr interessant sind folgende Zitate berühmter Naturwissenschaftler (diese Liste könnte man mit Aussagen anderer bekannter Wissenschaftler erweitern):

"Die Naturwissenschaften braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln. Religion und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus, wie heutzutage manche glauben und fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller Überlegungen." Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

"Die moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort. - Keiner der Erfinder des Atheismus war Naturwissenschaftler. Alle waren sie sehr mittelmäßige Philosophen." Sir Arthur Stanley Eddington (1882-1946), englischer Astronom und Physiker

Stephen Hawking war Atheist und Naturwissenschaftler.

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Die Paradiesgeschichte hat weder mit Schöpfung noch mit Evolution irgendwas zu tun. Ab Gen. 2.5 geht es nur noch um Mesopotamien, einen winzigen Ausschnitt innerhalb der seit Gen. 2.4 als gegeben vorausgesetzten Schöpfung. Das gilt auch für die nachfolgenden biblischen Texte inclusive Sintflutbericht.

Mit der ,,christlichen" Bibelinterpretation ist es buchstäblich ein Kreuz. Für die mittelalterlichen Exegeten muss es so ausgesehen haben, als wären die Menschen des ersten Genesistextes quasi ,,aus dem Nichts" erschaffen worden. Auch die Tatsache, dass er keine Namen nennt, schien die Ausleger gestört zu haben. Im zweiten Text glaubten sie hingegen, gleich beides gefunden zu haben, sowohl Ausgangsmaterial (Lehm und Rippe) für die Menschenschöpfung als auch Namen (Adam und Eva). Modell standen hierbei spätbabylonische Mythen mit einem fragwürdigen Schöpfungsverständnis, das natürliche Prozesse völlig ausschließt. Daraufhin lehrten sie, dass das Sechstagewerk nur eine grobe Übersicht über die ,,Schöpfung" darstelle, während die Paradiesgeschichte die Details beleuchtet. Noch heute tischen Theologen ahnungslosen Bibellesern das als ,,typisch hebräischen Erzählstil" auf.

Befreit von Kirchendogmen und Konzilsbeschlüssen vermittelt der biblische Wortlaut aber ein ganz anderes Bild: Nur im ersten Kapitel geht es überhaupt um Schöpfung, auch was den Menschen angeht, dessen Entstehung keineswegs ohne Ausgangsmaterial vonstatten geht (auch wenn das dem religiösen Empfinden vieler Christen zuwiderläuft):

In Gen. 1.26 steht als Verb ,,asah", ein Allerweltswort, welches ganz allgemein die fortlaufende, allmähliche Zubereitung bestehenden Materials ausdrückt. Im Schöpfungsbericht wird es desweiteren bei der Weiterentwicklung der Landtiere verwendet (Gen. 1.25), nachdem diese bereits auf das Festland gekommen waren (1.24). Auch hier haben wir wieder zwei verschiedene Aussagen und Vorgänge. Asah kann sich auch auf die Zubereitung eines Gerichts (aus vorhandenen Zutaten) beziehen und wird sogar für Pflanzen verwendet. Bei der Verheißung für Abraham heißt es: ,,Ich werde eine große Nation aus dir machen." Auch hier wieder kein Schöpfungswunder, sondern allmähliche Werdung. Die vielzitierte ,,Erschaffung" (bara) des Menschen in Gen. 1.27 ist nur der zweite Teil der Menschwerdung und bezieht sich somit nicht auf den menschlichen Körper, welcher ja schon zuvor zubereitet worden war, sondern auf die spezifischen geistigen wie personellen Fähigkeiten des Menschen (Gottebenbildlichkeit), welche wie zuvor die Materie (Gen. 1.1) und die Tier,,seelen" (Gen. 1.21) einzigartige Neuerscheinungen darstellen. Wir reden auch gar nicht von nur einem einzelnen Menschen oder zwei, sondern von einer ganzen Gruppe unbestimmter Stärke. Ādām ist hier kein Personenname, sondern kollektiver Artbegriff für den Menschen schlechthin. Nachdem die fraglichen Begriffe geklärt sind, kann man sich den geschilderten Ablauf wie folgt vorstellen:

Eine Gruppe gewisser Landtiere wird zu einer menschlichen Gestalt modifiziert und mit kognitiven Fähigkeiten in einzigartiger Konzentration ausgestattet, woraufhin sie sich kraft ihres Fortpflanzungstriebes über die ganze Erde ausbreitet. Dies wird bestätigt durch den zusammenfassenden Abschlusssatz (Kolophon) in Gen. 2.4, welcher einer heutigen Überschrift entspricht und das ganze Geschehene rückblickend als ,,Stammesgeschichte" oder auch Familiengeschichte (hebr. Toledot) bezeichnet. In dieser längst bevölkerten Welt erscheinen schließlich Adam und Eva, die ersten namentlich erwähnten Individuen der biblischen Geschichtsschreibung im eigentlichen Sinne. Die Paradiesgeschichte knüpft inhaltlich nahtlos an das generische Sechstagewerk an und setzt es im lokalmesopotamischen Rahmen fort, s. o..

Analog zur paläoanthropologischen Ebene, wo es keine scharfe Grenze gibt zwischen ,,Mensch" und ,,Tier", lässt sich auch auf exegetischer Ebene keine scharfe Grenze ziehen zwischen dem Zubereitungsprozess (Gen. 1.26) und der ,,Erschaffung" (Gen. 1.27). Der österreichische Bibelexperte Paul Hengge versteht Gen. 1.28 als den Wechsel zum aufrechten Gang: ,,Nehmt die Erde unter eure Füße!" - und setzt die Erschaffung somit bereits im frühesten Entwicklungsstadium der Menschheit an. Der belgische Bibelexperte Karel Claeys hingegen lässt die Gottebenbildlichkeit erst mit dem Auftreten des Homo Sapiens (,,wissender" Mensch) gelten. Außerdem ist der Mensch immer ein Tier (hebr. behema) geblieben, wie Pred. 3.18-20 nochmal betont.

Buchtipps: ,,Die Bibel bestätigt das Weltbild der Naturwissenschaft" von Karel Claeys

,,Auch Adam hatte eine Mutter" von Paul Hengge

Woher ich das weiß:Recherche

Wirkt irgendwie so, als würde man diese Texte zurechtschneiden. Ich nahm immer an, dass Genesis 1 und 2 einfach von anderen Autoren ist (schließlich ist es ja ziemlich bekannt, dass das AT nur aus Schnipseln einzelner Texte besteht).

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@Fluffynator660

Der entscheidende Unterschied zwischen Gen. 1 und 2 ist nicht die Form oder der Autor, sondern der Inhalt.

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Das Universum existiert, also muss es entstanden sein. Ob dafür Götter verantwortlich sind oder nicht, kann man nur glauben oder eben nicht. Belege gibt es weder in die eine noch in die andere Richtung.

Mir persönlich ist es schnurzegal, weil die Existenz oder Nichtexistenz von Göttern weder meinen Alltag noch meine Lebensplanung (soweit vorhanden) ändern würde.

Ich könnte mir, ganz abstrakt, ein Götterkonstrukt vorstellen, dass aus irgendwelchen Gründen oder Notwendigkeiten die Voraussetzungen für die Entstehung eines Universums wie unseres geschaffen haben könnte; aber damit bediene ich nur meine naturgemäß auf Kausalitäten genormte menschliche Natur (es gibt Ansätze in der Kosmologie in der Kausalität keine Rolle mehr spielt).

Man kann die Entstehung des Universums recht gut auf einen Ausgangspunkt, eine Singularität, zurückführen für die unsere Naturgesetze (und Kausalitätsbegriffe) bedeutungslos sind.

Göttliches Wirken müsse also in Zusammenhang mit dieser Singularität stehen, aber selbst wenn man das postuliert ergibt sich nicht zwingend das Wirken persönlicher am Individuum interessierter Götter.

Ganz sicher ergeben sich daraus keine Anhaltspunkte für so lächerlich irrationale Konstrukte wie Religionen, ganz besonders nicht die sich gegenseitig widersprechenden und bekämpfenden Spinnereien aus dem abrahamitischen Umfeld (Judentum, Christentum, Islam)

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