Wie steht ihr gegenüber dem Atheismus?

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22 Antworten

Wie stehe ich dazu? Offen und ehrlich.

Er wäre aber in meinem Leben vollkommen unwichtig, würden religiöse Menschen nicht versuchen ihre - aus meiner Sicht echt seltsamen - Ideen Anderen über zu stülpen.

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Ich weiss nicht ob dir der Begriff klar ist. Deshalb würde ich ihn einmal umreißen:

Atheismus ist die Ablehnung der Aussage "Gott existiert", mehr nicht.

Atheismus ist damit NICHT die Aussage "Gott existiert nicht". Er behauptet also nicht, dass es keinen Gott gibt. Es handelt sich nicht um eine Antwort oder Behauptung, sondern um eine neutrale Position, in der man abwartet mit welchen (bis heute) an den Haaren herbeigezogenen Argumenten die Existenz Gottes belegt werden soll und diese dann in ihre inkonsistenten Einzelteile zerlegt. Ein Atheist wartet auf überzeugende Argumente, die bis heute noch nicht erbracht wurden.

Atheismus ist auch keine Philosophie oder Religion aus der sich irgendetwas anderes herleiten lässt. Hitler, Stalin und Mao werden häufig als Beispiele für Atheisten aufgezeigt. Selbst wenn das stimmen würde (was definitiv nicht so ist): Es gibt keinen logischen Argumentationspfad, der von so einer Position zu den immer wieder angeprangerten Greueltaten führt. Die haben nichts mit der Position des Atheismus zu tun, weil aus dem Atheismus nichts folgt.

Atheismus kann aber aus Philosophien entstehen, z.B. aus dem Skeptizismus, der im Kern sagt: glaub nicht alles was man dir erzählt. Ein Atheist verteidigt seine Position z.B. mit dem methodischen Naturalismus, der sagt: Lass uns herausfinden, was da so magisch gewesen sein sollte, aber bitte so, dass ALLE es nachvollziehen können. An dem letzten Punkt scheitert es bei den religiösen Behauptungen meistens.

Ein Atheist macht auch keine Aussage darüber, ob man etwas eine mögliche Existenz eines Gottes wissen könnte. Das ist das Thema Agnostik, was ersteinmal NICHTS mit Atheismus zu tun hat, was sehr viele immer gerne in einen Topf werfen.

So... jetzt mal zu der Frage:

Aus meiner Sicht ist der Atheismus die ehrlichste Position zu der Frage ob Gott existiert: Lasst es uns herausfinden, ohne das wir ein gewünschtes Ergebnis vorwegnehmen.

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Kommentar von matmatmat
04.03.2017, 07:25

Kann ich fast komplett zustimmen. Ich sehe es nur als Zeitverschwendung an, noch danach zu suchen (oder nach dem Yeti oder nach Feen). Das haben Generationen von Forschern getan und keiner ist fündig geworden. Daher gehe ich guten Gewissens davon aus, daß es sowas nicht gibt und ihre Zeit mit Suchen verschwenden dürfen andere, wenn ihnen das Spaß macht...

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Positiv. Ich bin zwar keiner, aber ich lebe weitestgehend genau so.

Meine Sicht auf die Welt oder dass Universum unterscheidet sich kaum von den Ansichten Nicht-Gläubiger Menschen, mit der Ausnahme, dass ich mir Gott als Ursprung hinter allem vorstellen kann.

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Gelassen.

Jeder darf glauben oder nicht glauben, an was auch immer er mag. Ich glaube selbst zwar auch an Gott, bin aber davon überzeugt, dass die meisten Atheisten rational denkende Menschen mit einer gesunden Moralethik sind und damit keinesfalls schlechte, auch nicht "ärmere" Menschen. Wenn man nicht an Gott glauben kann oder mag, ist das okay und ich bin mir sicher, er liebt sie trotzdem. Mangelnder Glaube ist noch nicht einmal eine Sünde und Gott hat es nicht nötig, dass alle an seine Existenz glauben und ihn lieben. Dafür ist er zu groß.

Was ich viel eher glaube: dass jene, die ständig gegen Anders- und Ungläubige hetzen und ihnen mit Hölle und Verdammnis drohen, sich ihr direktes Ticket eben dahin lösen. Denn sie verstoßen gegen das zweite Gebot und missbrauchen auf schäbigste Weise den Namen des Herrn, um zu manipulieren, Zwang und Macht auszuüben oder schlicht aus der Hybris heraus, sich für etwas besseres zu halten. Sie wähnen sich der Liebe des Herrn so sicher, dabei bin ich sicher, dass Gott solche Menschen zutiefst verachtet. Aus ihrer Geisteshaltung, die stets einen Exklusivitätsanspruch beinhaltet, sind die schlimmsten vorstellbaren Verbrechen der Menschheitsgeschichte hervorgegangen. Und jene haben Gott bei vielen Menschen in Verruf gebracht, was ein sehr nachvollziehbarer Grund ist, Atheist zu sein. Wenn ich mich Christ nenne und sehe, was für andere Christen hier auch auf dieser Plattform ihr Unwesen treiben, dann muss ich mich manchmal wirklich schämen, dass ich einer bin.

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Kommentar von juste55
03.03.2017, 23:39

MarkusPK,

ich gehe mit dir konform...

Aber in einem Punkt hast du Gott, Jehova, nicht erkannt.: ER  IST  LIEBE....

Insofern verachtet er Menschen nicht. Er liebt sie, möchte, dass sie ihn erkennen

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Entspannt.

Ich bin Buddhist und somit sowohl religiös, als auch atheistisch.

Meiner Meinung nach sind die weltanschaulichen Überzeugungen der Menschen ihre Privatsache und kein Thema für die Öffentlichkeit.

So lange sie niemanden mit ihren Ansichten belästigen, oder gegen geltendes Recht verstoßen, können sie meinetwegen auch den großen Kürbis anbeten.

Wenn man friedlich bleibt und ein Mindestmaß an Respekt beim Umgang miteinander wahrt, habe ich kein Problem mit Atheismus, Religion o.ä.

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Kommentar von juste55
03.03.2017, 23:43

Mal eine Frage: wenn der Glaube Privatsache ist, wehalb schreibst du dann hier? :-))

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ich finde Atheismus klasse.

Was gibt es Schöneres, als sich der Zukunft zu öffnen und den überholten Glauben an antike Mythen abzulegen? Diese Mythen hatten vor tausenden Jahren mal ihren Sinn, heute sind sie nur noch dem Fortschritt im Weg.

Atheismus ist logisch und somit offen gegenüber allen neuen Erkenntnissen.
Ich sehe keinen Sinn darin an alte Mythen zu glauben, wenn es bessere Erklärungen gibt.

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Der Atheist spricht : "Ich glaube nicht an Gott , deshalb bin ich Atheist" ! Nun gut , wie man sieht , bedarf er den nicht exiestenten Gott wie die Luft zum atmen, um sich selbst zu erweisen, weil er ohne Gott ja selbst nicht wäre !! Nichts für ungut, aber Atheist zu sein bedeutet für mich immer, Gott zuerst anzuerkennen, um ihn danach ablehnen zu können . Darum ist es mir gar nicht möglich, ein Atheist zu sein, weil ich immer von der Exiestenz Gottes ausgehen muß, egal ob ich mich Atheist oder Theist nenne ! Ich hoffe für dich, das du diese Worte verstehst !        Der Metasoph grüßt dich .

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Kommentar von earnest
04.03.2017, 20:19

Ein Atheist erkennt Gott an, um ihn dann abzulehnen?

Was für ein Unfug.

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Kommentar von DarkSepia
04.03.2017, 22:19

Nun gut , wie man sieht , bedarf er den nicht exiestenten Gott wie die Luft zum atmen

Laut Atheisten brauchen Atheisten keinen Gott. Auch wenn du es sehr theatralisch machst, du schreibst hier nur, Atheisten lägen falsch.

Nichts für ungut, aber Atheist zu sein bedeutet für mich immer, Gott zuerst anzuerkennen

Nein, um Atheist zu sein braucht man keine besondere Geschichte gehabt zu haben.

Also kannst du Atheist sein. Es gibt keinen Widerspruch.

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Bin ein Atheist. Muss ich eben mit leben, ob ich es gut oder schlecht finde.

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Kommentar von Linguino
03.03.2017, 21:44

Wieso MÜSSEN Sie damit leben?

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(GA 215:aus dem Vortrag vom 09.12.1922 von Dr. R. Steiner)
Wer ein inneres menschliches Verhältnis zu dem Christus gewinnen kann, wer hinblicken kann in Anerkennung und Bejahung zu dem Mysterium von Golgatha, der muß in sein Bewußtsein etwas hereinnehmen, das ihm keine Sinneswelt geben kann. Gerade der, der am allermeisten in die Konstitution der Sinneswelt hineinschaut, kommt ja aus dieser Konstitution der Sinneswelt nur zu einer Widerlegung des Mysteriums von Golgatha, denn mit keinem Sinnesverständnis kann man das Mysterium von Golgatha verstehen.

Kann man es jedoch in sein Herz aufnehmen, ist man dennoch in der Lage, als Mensch ein im Gemüte wurzelndes Verständnis für dieses einmal im Erdenlaufe sich vollziehende, nur aus dem Geiste heraus verständliche Ereignis zu fassen, so reißt man sich in diesem seinem gewöhnlichen Bewußtsein heraus aus dem bloßen Sinnesverständnis, das gerade das Ich Bewußtsein in seiner besonderen Klarheit und Intensität ausmacht.
Keiner, der nur innerhalb der Sinneswelt stehenbleiben will, kann zu einem Verständnisse des Mysteriums von Golgatha kommen.

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Da Glauben oder auch Nichtglauben völlig private Angelegenheiten sind, ist mir völlig egal, ob jemand Atheist, Agnostiker oder sonst etwas ist. Es ist nur nervend, dass einige Atheisten ihre Überzeugung mit angeblichem Wissen begründen und Gläubige für dumm und rückständig hinstellen. Umgekehrt gibt es aber auch Gläubige, die in jedem Nichtgläubigen  gleich eine verachtenswerte Person sehen. Ich halte es mit dem "Alten Fritz", es möge jeder nach seiner Facon selig werden. 

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Muß ich unbedingt stehen? Ich würde es vorziehen, schön bequem Platz nehmen. Und wieso gegenüber. Nebeneinander geht doch auch...

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Kommentar von Julchenxix
03.03.2017, 19:37

Natürlich könnte man auch im liegen Telefonieren. Das wäre wohl das bequemste. 

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Für mich ist der so natürlich, dass ich nicht jeden Tag darüber nachdenke. Wenn ich es aber mal tue, dann bin ich immer wieder bestätigt darin, wie vernünftig, logisch und humanistisch er ist.

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forumsfrage

die ist nur was für meinungen

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Ich persönlich bin Christ und ich bräuchte mehr glauben, um Atheist zu sein als an Gott zu glauben. Aber ich respektiere Atheisten, weil es schließlich ihr Leben & ihre Entscheidung ist und gegenseitiger Respekt für die Bewahrung von Frieden wichtig ist.

LG

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Kommentar von Ranzino
04.03.2017, 14:53

Glaub mir ( ok, das war jetzt ein Schenkelklopfer), für Atheismus braucht man keinen Glauben. ;)
Ganz im Gegenteil, neugierig sein reicht.  

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Derc Atheismus hat was. Er ist vernünftig, logisch und humanistisch !

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Wie steht ihr gegenüber dem Atheismus?

Gar nicht, schon gar nicht gegenüber.

Ich meine, damit liege ich richtig!

Was soll ich auch machen als Atheistin? Ist halt so, ich kanns nicht ändern.

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Also. Ich sage es offen: Ich glaube dass ein Göttliches Wesen das Universum usw. erschaffen hat, und sehe kein Problem darin, wenn jemand an keinen Gott glaubt! Denn wir sind ein Freies Land, wo jeder Glauben darf was er will! Ein Freund von mir glaubt an das Fliegende Spaghetti Monster, und ich hab kein Problem damit!

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Kommentar von HolgerSchneider
03.03.2017, 22:27

Das glaube ich nicht, daß es auch nur eine einzige Person gibt, die an dieses Nudelungeheuer glaubt. Die Gemeinde um dieses Nudelungeheuer halte ich durchweg für einen Karnevalsverein.

Ich mag solche Faschingsprinzen nicht. Das aber ist freilich Geschmackssache.

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Kommentar von mychrissie
04.03.2017, 22:48

Brav, dass Du nicht an das Fliegende Spaghettimonster glaubst! Die fliegenden Spaghetti stehen für Vielgötterei, sonst hieße es ja Fliegendes Spaghetto-Monster.

"Ich bin Spaghetto, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir, möglicherweise auch noch welche, die nicht al dente sind! Dies ist mein Gebot und soll gelten bis das Nudelwasser kocht. Mein Bruder, der Stadionsprecher vom Eisstadion, ist  der gleichen Meinung – seit Anbeginn allen Seins".

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Verwundert (Ps.53,2), denn wir leben (1.Mose 1,26).

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Ohne weitere Worte:

 - (Religion, Christentum, Islam)
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Ich bin Atheist bzw. Agnostiker.

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Kommentar von Julchenxix
03.03.2017, 16:05

was ist ein Agnostiker?

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