Wie steht ihr eigentlich zur Homoehe?

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18 Antworten

Nun, ich als Homosexueller bin bestimmt nicht ganz objektiv. Aber das hast du ja auch nicht verlangt ^^

Ich bin klar für die Ehe und für das damit verbundene Adoptionsrecht für alle. Warum? Warum nicht? Alle Menschen sollten die gleichen Rechte haben - in diesem Fall geht es um das Recht, die Person, die man liebt zu heiraten.

Ich habe mich schon mit ausnahmslos jedem Gegenargument das es gibt ausführlich auseinander gesetzt. Diese ganze Debatte ist zwar langsam etwas ausgelutscht, weil das Eherecht für Homosexuelle schon lange durch ist (vor ein paar Tagen habe ich die Ergänzungslieferung zur „Ehe für alle“ in meinen Schönfelder eingepflegt), aber ich kann auch hier gerne auf jedes beliebige Gegenargument eingehen, das mir vorgesetzt wird. Dient ja schließlich der Aufklärung ;)

Um das Ganze zusammen zu fassen: Es gibt kein einziges valides Argument gegen die Öffnung der Ehe. Es gibt eine Vielzahl gut nachvollziehbarer Argumente für die Öffnung der Ehe.

Um gleich auf deine offensichtliche Standard-Gegenfrage einzugehen, Ist es nicht gerade auch im Christentun akzeptiert, dass es Lebens- und Verantwortungsgemeinschaften, nur aus Männern oder nur aus Frauen gibt? Ich möchte nicht wissen, wie oft auch eine bestimmte Orientierung der betreffenden ein Grund für den Entschluss war, sich für das Klosterleben zu begeistern.

Ich finde es richtig, den Menschen die Wahl zu lassen, wie auch immer sie eine Lebens- Verantwortungs- und auch Sexualgemeinschaft eingehen wollen. So lange dies freiwillig und einvernehmlich ist, sollte es da eigentlich alles möglich sein, ich würde sogar Dreierverbindungen nicht kategorisch ausschließen.

Gegen eine staatliche Eheschließung gibt es m.E. keine nachvollziehbaren Argumente. Und religiöse Argumente hat der Staat nicht zu berücksichtigen.

Religiöse Argumente haben nur was in der Kirche verloren und einige Kirchen verweigern dementsprechnd ja auch eine kirchliche Heirat.

Diese Bezeichnung gibt es nicht, überleg dir mal den Sinn darin, Im Umkehrschluss müsste es ja dann Hetero-Ehe heissen!

Es ist eine Verbindung von zwei erwachsenen Personen gleichen oder unterschiedlichen Geschlechts und heisst einfach EHE!

Es ist völlig normal und sollte eigentlich selbstverständlich sein!

Meiner Ansicht nach sollte jede/r so glückich werden, wie sie oder er möchte. Wenn allerdings eine Kirche gegen die Homoehe ist, dann muss halt im Zweifelsfall die standesamtliche Eheschließung genügen und eventuell zudem eine Alternative zu einer religionsbezogenen Eheschließung gewählt werden, wo diese möglich und vom angehenden Ehepaar erwünscht ist.

Jeder Mensch kann/ darf einer Glaubensrichtung anhängen und jeder Mensch kann/ darf Homosexuell sein. Die Ehe besiegelt eine Verbundenheit zwischen zwei Menschen. Die Abstimmung ging über die Ehe zwischen zwei Menschen, egal welches Geschlechtes. 

Und da verstehe ich nicht warum in der Politik Glaubensrichtungen eine Rolle spielen und das speziell auf Abstimmungen. Der deutsche Bundestag entscheidet doch über jeden Menschen in Deutschland, egal ob dieser einer Glaubensrichtung angehört oder nicht. Und daher sollte man doch alles einheitlich sehen.

Die Ehe ist ein rein künstlicher Begriff, der heute gerne aus den Aussagen eines Märchenbuches heraus untermauert und seit je her mittels dieser verklärt wird wird.

Im Prinzip jedoch ist es eine Partnerschaft, ind em zwei Menschen sich gegenseitig versprechen, füreiander da zu sein und einzustehen.

Warum sollte das nicht in jeder Hinsicht möglich sein?

Ich verstehe nur nicht, warum damit, mit dieser Partnerschaft dann gleichsam ein angebliches "Recht auf Adoption" gleichgesetzt wird? Es gibt kein Recht auf Adoption. Bei einer Adoption ist die einzige Person, die heirbei ein Recht hat, das Kind, niemand anderes.

Und dieses Kind, es darf niemals vorkommen, dass das hinterher kommen kann und sagen: "Leute, was habt ihr euch dabei gdacht, mich da hinzugeben, obwohl ihr dorch wusstet, dass...."

Und das kann halt vorkommen, dass ein Kind das später sagt, wenn es mittels der bezeichung "Homokind" in der Schule gemobbt wird.

Und um genau das zu vermeiden, wo gibt man ein Kind hin? Eben, in eine Hetero-Ehe.

Und das ist gut so - und zwar aus Sicht des Kindes - wie gesagt, niemand anderes als dieses hat ein Recht hierbei auf völlig egal was - uind es ist auch kein Ausdruck oder Symbol für eine angebliche Gelichberechtigung.

Es geht nur ums Kind, um nichts anderes und genau darum muss es auch immer gehen.


Premados 30.10.2017, 16:09

Unzählige Kinder werden tagtäglich gemobbt. Kinder von reichen Eltern, Kinder von armen Eltern, hässliche Kinder, schöne Kinder, dicke Kinder, dünne Kinder. Wenn ein Kind ein anderes fertig machen will, dann findet es immer einen Grund. Manche Kinder sind eben grausam. Auf einmal anzufangen, Kindern beizubringen „nicht gemobbt zu werden“ anstatt Kindern beizubringen, dass es schlecht ist, andere zu mobben und dass man andere immer respektieren sollte, ist pädagogisch höchst verwerflich. Wer diesen Maßstab nimmt, um Homosexuellen die Adoption von Kindern zu verwehren, der sagt auch zu dicken Kindern, die gemobbt werden: „Dann nimm halt ab, du Fettsack.“

Wenn die Polizei von rassistischen Gewalttaten hört, dann gibt sie auch nicht den glorreichen Tipp, einfach die betroffene Gegend zu meiden. Dann bestraft sie die Straftäter. Das Prinzip der Ursachenbekämpfung ist überall gleich. Du setzt da an, wo der Fehler gemacht wurde. Der Fehler ist im Ausgangsfall, dass ein Kind anfängt zu mobben. Und nicht, dass zwei Erwachsene in einem sicheren und wirtschaftlich stabilen Umfeld ein Kind aufziehen wollen.

Du bist gegen Mobbing, das ist schonmal gut.

Jedoch willst du an der komplett falschen Ecke mit der Bekämpfung beginnen, das ist äußerst fragwürdig.

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feinerle 30.10.2017, 17:54
@Premados

Wenn die Polizei von rassistischen Gewalttaten hört, dann gibt sie auch nicht den glorreichen Tipp, einfach die betroffene Gegend zu meiden.

Nicht offiziell, aber im Einzelgespräch dann doch.

Wenn ein Kind ein anderes fertig machen will, dann findet es immer einen Grund.

Nicht ganz. Im Einzelfall ja, jedoch im kompletten Zusammenhang verhält sich das anders.

Kinder können grausam sein und sind es zuweilen auch, dennoch gibts die, die gemobbt werden und die, denen passiert das so gut wie niemals.

Der schlanke, hochgewachsene, sportliche und vitale Typ, der wird eher selten gemobbt.

Der Dicke, der dunklere, der mit der Brille...... zack und drauf.

Dem ist einfach so.

Ich möchte in diesem Zusammenhang auch daran erinnern, die Gründe sind ehrer verwerflich, nach denen ausgesiúcht wird. Das Opfer ist zumeist dick oder seiht schlecht oder zu klein oder.....

Es wird sich ein Schwacher rausgesucht und auf den eingehauen, um sich selbst besser zu fühlen, Macht auszuüben.

Ich möchte in dem Zusammenhang auch noch daran erinnern, dass jedes 2. Schimpfwort, dass sich diese Altersklientel an den Kopf wirft, was mit "schwul" zu tun hat.

Der Prototyp des Mobbingopfers überhaupt ist der, der mit dem "schwul" dann auch noch was zu tun hat. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, mit welchen Sprüchen man dem dann zu Leibe rückt.

So, und nun wird so einer gemobbt über Jahre und fragt hinterher" sagt mal Leute, was habt Ihr euch dabei eigentlich gedacht, als ihr....".

Schlimmer kann es nicht kommen. Als Sachbearbeiter, wolltest Du Dir das aufhalsen? Wolltest Du den zusammengemobbten Mensch in Jahren vor Dir stehen sehen, der Dich genau das fragt?

Also ich nicht.

Du setzt da an, wo der Fehler gemacht wurde.

Ja, genau das tue ich.

Steht eine horde komisch aussehender Menschen als Gruppe zusammen und ich komme die STraße entlang, latsche ich nicht genau bei denen durch, als Begleitbeispiel.

Ich gehe nicht davon aus, dass sich die Menschen ändern. Ich ändere auch nicht die Menschen. Ich reagiere darauf, wie die Menschen derzeit sind.

Wenn die mal anders sind, dann ok. Bis dahin allerdings gehe ich nicht vom Wunschzustand aus sondern vom Istzustand,a uch wenn der mir nicht gefällt oder ich diesen für Änbderungsbedürftig halte.

Das Problem ist die Istbevölkerung. Ich muss jedoch mit der leben, eine andere hat es halt gerade nicht.

Der Fehler ist im Ausgangsfall, dass ein Kind anfängt zu mobben.

Exakt.

Was willst Du dagegen machen? Willst Du jetzt ein Lehrerverhältnis 2:1 herstellen?

Es wird die dunkle Ecke geben im Schulhof, den Nachhauseweg, den unüberwachten Bereich und genau da findet das Leide einiger statt. Das war so, ist so und leider, es wird auch so bleiben.

Und nicht, dass zwei Erwachsene in einem sicheren und wirtschaftlich stabilen Umfeld ein Kind aufziehen wollen.

Genau. Richtig.

Und weiter? Ändert das was?

Dass die tolle Eltern abgeben würden vielleicht, ändert das was?

Ein Flugzeug kann noch so schön sein, nur ohne Flügel fliegt es sich halt schlecht.

Ich kenne mich ein bisserl damit aus. Ich war selbst einige Jahre lang, man würde heute sagen Mobbingopfer, früher hat man gesagt, der wird halt geärgert.

Ich weiß genau, was da wo und wie stattfindet und nein, Du wirst da nichts ändern. Du kannst nur vermeiden, mehr nicht.

Weißt Du, wie meine Vermeidung ausgesehen hat? Weißt Du, wie ich aus diesem Kreislauf raus gekommen bin? Ich habe nach Jahren endlich den Ratschlag meines Vaters durchgezogen, habe mir einen der A....geigen vorgenommen und vor allen anderen krankenhausreif geprügelt.

Nicht die feine Art, ich weiß, zudem komplett falsch, mag auch sein. Aber weißt Du was? So ist die Reaktion auf die reale Lage, es hat geholfen. Ich wurde niemals mehr auch nur ansatzweise geärgert, von niemandem. Ich musste das auch niemals mehr machen, einmal total brutal hat bereit geholfen für alle Zeit.

Nicht immer ist, was richtig wäre, auch der gangbare Weg und nicht immer ist das, was eigentlich sein sollte, eben nicht das, was man dann real machen sollte.

Wo Wunsch und Wirklichkeit auseinander klaffen, genau da entsteht Leid.

Und dieses Leid wünsche ich niemand.

Ich will niemanden herabsetzen oder behaupten, die könnten das nicht oder sollten nicht, wirklich nicht. Ich setze nur da an, wo ich selbst die Erfahrung gemacht habe, dass angesetzt werden muss im Notfall. Bei der Ursachenvermeidung.

Das ist schon alles. An dem Tag, an dem man eine andere Menschheit hat, kein Problem. Bis dahin jedoch wird, und dafür garantiere ich, dieses angebliche Symbol der Gleichberechtigung auf dem Buckel einiger Kinder ausgetragen werden.

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Dafür, weil ich keinen Grund dagegen sehe. Und wenn all heiraten dürfen, dann kann man die Ehe anschließend abschaffen.

Abrekk 30.10.2017, 09:49

Wieso dürfen keine Jugendliche heiraten die können auch klar denken und handeln.

Auch im Berufsleben haben Jugendliche Verantwortung.

Die machen sogar Führerschein

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Suboptimierer 30.10.2017, 09:58
@Abrekk

Klar denken? Teils teils. Doof sind sie nicht. Viele Jugendliche sind sicherlich schlauer als ich. Das Problem ist die mangelnde Lebenserfahrung, die ihnen Gewissheit geben würde, dass es wirklich das Richtige ist.
Eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht, aber lebenserfahrene Menschen wissen schon einmal sehr viel besser, was sie nicht wollen. ;)

Jugendliche sind in ihren Lebensumständen kaum gefestigt. Die meisten wohnen sogar noch zu Hause.

Desweiteren kostet die Hochzeit viel Geld. Die meisten Jugendlichen haben nicht so viel Geld.

Würden Jugendliche heiraten dürfen, gäbe es sicherlich mehr Zwangsheiraten.

Letztenends sind sie noch nicht geschäftsfähig. Der Ehevertrag ist ein Vertrag.

Auch wenn einige meiner Argumente zugegebener Maßen Spekulation sind, so sehe ich kaum einen Vorteil, Jugendliche U18 heiraten zu lassen.

Was der wahre Grund ist, weswegen sie nicht heiraten dürfen, weiß ich nicht. Bei einer Abstimmung würde ich dagegen stimmen.

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Premados 30.10.2017, 09:59

@Abrekk: Das ist korrekt. Und daher dürfen Jugendliche ab 16 Jahren in Deutschland mit dem Einverständnis ihrer Eltern schon lange heiraten.

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Premados 30.10.2017, 10:02

Dass sie das nicht alleine entscheiden können ist hingegen legitim. Der Gesetzgeber traut einem Jugendlichen nichtmal zu, sich ohne das Einverständnis der Eltern Sachen zu kaufen, die mehr wert sind als ein Monatstaschengeld. Der Gesetzliche Vertreter muss immer irgendwie seine Finger im Spiel haben und das ist moralisch einwandfrei.

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Suboptimierer 30.10.2017, 10:07
@Premados

Ich finde, da müsste man unterscheiden. Ob ein Jugendlicher sich etwas über sein Taschengeld hinaus kauft, ist etwas völlig anderes, als wenn er eine Ehe eingeht.

Ich finde es um ehrlich zu sein sogar gerade nicht in Ordnung, wenn die Eltern mitentscheiden müssen, wen das Kind heiraten darf.

Das sollte meiner Meinung nach nur das Paar selbst entscheiden dürfen - wenn es alt genug ist.

Jetzt könnte man allerhöchstens noch anfangen, zu diskutieren, welchen Unterschied denn zwei Jahre machen. 16 oder 18. 
Wenn ich da gefragt werden würde, würde ich wahrscheinlich sogar für 21 stimmen.

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Spielt keine Rolle ob ich dafür oder dagegen bin. Es ist beschlossene Sache. 

Ich bin gegen eine völlige Gleichstellung mit der klassichen Ehe. Und auch die Ausweitung der Steuerprivilegien (Steuerklasse 3) halte ich vor einen Fehler. Man hätte besser ein modernes Familiensplitting eingeführt für alle Lebensformen, also auch für Alleinerziehende.

"Seid", nicht "Seit".

Wozu so eine Umfrage?

50% sind dafür, 50% sind dagegen. Oder 70% dafür und 30% dagegen.

Es ist beschlossene Sache. Somit ist es unerheblich, ob ich das cool oder falsch finde.

Sollen Schwule und Lesben doch heiraten. Wenn sie sich doch gern haben. 

Thats none of my business. 

Werde nächstes / übernächstes Jahr wohl einer Schwulenhochzeit beiwohnen. Bin gespannt wie ein Flitzebogen. Wird sicher witzig. 

Dagegen. Kinder brauchen Mutter und Vater.  Und nicht zwei Väter. 

LukaUndShiba 30.10.2017, 16:09

Und all die Kinder die nur Mutter oder nur Vater haben? 

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Braucht man nicht unbedingt.

Es gibt für mich keinen plausiblen Grund diese zu verbieten. Alle Menschen sind gleich, also auch Homosexuelle. 

Gerne. Warum sollten sie nicht dürfen. Ich meine, was hätte man davon, sie nicht heiraten zu lassen.

Ich bin dafür. 

Ich bin muslim. Im Islam ist so eine Ehe verboten. Ich verstehe auch, warum. Dafür gibt es ja Erklärungen, warum das verboten ist. Und das ist logisch und dem Stimme ich zu.

Mehr darf man hier dazu ja nicht sagen, sonst wird einem das Wort schon im Munde umgedreht, bevor man sich überhaupt erklären konnte. Und dann wird die Antwort nur gelöscht.
Das ist Meinungsfreiheit.

ThyHer 25.11.2017, 22:09

Meinungsfreiheit heißt, dass du deine Meinung frei äußern darfst. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass jeder deine Meinung ohne Widerspruch hinnehmen muss.

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