Wie steht ihr eigentlich zu den Medien und zu der Politik? Gibt es Leute die den Medien wirklich vollkommen Vertrauen? Wenn ja, was gibt euch die Sicherheit?

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5 Antworten

Seltsame Frageformulierung: Wie ich wohl zu "den" Medien und zu "der" Politik stehe?

Weiter unten schreibst Du ja dann, Du beziehst die Frage auf Nachrichtenmedien und Berichterstattung. In diesem Bereich existiert eine große Bandbreite von klar weltanschaulich wertenden Medien über Trivial- und Boulevardjournalismus bis zu möglichst sachlich und neutral gehaltener Berichterstattung.

Um mich umfassend informiert zu fühlen, halte ich für nötig, möglichst viele Quellen zu nutzen, wofür ich im Alltag einfach nicht die Zeit aufbringe.
Letztendlich macht die Mischung den Unterschied.
Aber im Alltag halte ich die öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen in Verbindung mit Hintergrundreportagen und ab und zu einer Tageszeitung für ausreichend.

Bei der Information ist mir wichtig, dass Kommentare und Meinungsäußerungen klar gekennzeichnet sind, was leider nicht immer der Fall ist.

Unter dem Strich vertraue ich der Berichterstattung soweit, dass ich meine, mich bei entsprechendem Zeitaufwand durchaus gut und sachlich informieren zu können.

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Es gibt viele Medien, Bücher Zeitungen was genau?

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Kommentar von weekndxo
08.06.2016, 00:57

Geht eigentlich alles . Aber ich meine jetzt spezifisch Nachrichten , sei es in Internet ,Fernseher oder Zeitung .

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Kommentar von weekndxo
08.06.2016, 00:57

Im

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Kommentar von Minabella
08.06.2016, 00:59

Ich glaube nicht alles, da die Informationen immer anders dargestellt werden können oder Infos weggelassen werden können. Man kann sich zwar informieren aber ich vertraue nie blind.

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Ich vertraue unseren Medien, weil sie frei sind in der Berichterstattung und weil in unserem politischen System Medien unterschiedliche Standpunkte vertreten können und ein breites Meinungsspektrum unserer Gesellschaft widerspiegeln. 

Eine falsche Berichterstattung einzelner Medien kann und wird von anderen Medien aufgegriffen und entsprechend korrigiert, da sich Journalisten in ihrer Arbeit gegenseitig überwachen und kontrollieren.

Wenn es doch mal zu Versäumnissen kommen sollte, werden diese auch thematisiert und öffentlich diskutiert.

Wer aber in Bezug auf unser Mediensystem von einer "Gleichschaltung" spricht, der hat es offenbar weder verstanden, was eine "Gleichschaltung" eigentlich bedeutet, noch ist er bereit sich etwas differenzierter mit unserem Mediensystem auseinanderzusetzen und zu reflektieren, denn schließlich dürfen sowohl rechtsextreme als auch linksextreme Verlage ungestört publizieren, solange sie nicht gegen bestehende Gesetze verstoßen. Wer hier mit solchen Begriffen operiert, hat offenbar jedes Maß verloren.

Aktuell vergibt Freedom House die BRD in seinem "Freedom of the Press"-Index der BRD 20 von 100 möglichen Punkten, was dem Status "Free" entspricht (wobei 0 Punkte dem besten Wert und 100 Punkte dem schlechtesten Wert entsprechen).

https://freedomhouse.org/report/freedom-press/freedom-press-2016

Reporter ohne Grenzen hat die BRD dieses Jahr auf Rang 16 verwiesen, eine Verschlechterung um vier Ränge im Vergleich zum Vorjahr, die sich durch die zunehmenden Angriffe und Drohungen gegen Journalisten ergeben, wer sich fragt, woran das liegen könnte, kann ja mal bei den "Lügenpresse"-Krakelern anfragen.

https://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste/2016/

Wir liegen also immer im internationalen Vergleich noch immer gut im Rennen und können uns, im Vergleich zu vielen anderen Staaten der Welt, wo Journalisten verfolgt, verhaftet, eingesperrt oder sogar umgebracht werden, nicht beklagen, aber es ist eben eine typisch deutsche Eigenschaft ständig auf allerhöchstem Niveau zu jammern.

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Kommentar von Unsinkable2
08.06.2016, 10:42

Reporter ohne Grenzen hat die BRD dieses Jahr auf Rang 16 verwiesen, eine Verschlechterung um vier Ränge im Vergleich zum Vorjahr, die sich durch die zunehmenden Angriffe und Drohungen gegen Journalisten ergeben, wer sich fragt, woran das liegen könnte, kann ja mal bei den "Lügenpresse"-Krakelern anfragen.

Lügenpresse! ;) Das ist nur die halbe Wahrheit. 

Die RoG kritisieren auch die zunehmende "staatliche Verfolgung" von Journalisten in Deutschland. Und auch der angesägte Quellenschutz, den einige Parteien, vor allem aber CDU, CSU und SPD, gern noch weiter eingeschränkt sehen würden, ruft bei den RoG erhebliches Stirnrunzeln - und die Ankündigung weiterer Herabstufungen - hervor.

Wir liegen also immer im internationalen Vergleich noch immer gut im Rennen

Euphemismen! Für eines der "freiesten und demokratischsten Länder der Welt" ist der Platz 16 (und die Herabstufung um vier Plätze innerhalb eines Jahres) eine Katastrophe.

Wer aber in Bezug auf unser Mediensystem von einer "Gleichschaltung" spricht, der hat es offenbar weder verstanden, was eine "Gleichschaltung" eigentlich bedeutet, noch ist er bereit sich etwas differenzierter mit unserem Mediensystem auseinanderzusetzen und zu reflektieren ... 



... oder der hat genau das gründlicher als du getan.

Die "unabhängigen/freien" deutschen Medien werden zu 97% von 10 Medienhäusern kontrolliert. Von der einfachen Klatsch-Zeitung bis zur Tages- und Wochenzeitung. Über 60% der Medien liegen sogar in der Hand von drei Familien.

Wer hier noch ernsthaft glaubt, es gäbe keine direkte und indirekte Steuerung, der hat offenbar nicht verstanden, was der Begriff "(konkurrierende) Vielfalt" eigentlich bedeutet, noch ist er bereit, sich etwas differenzierter mit dem Begriff "Diskussion" auseinanderzusetzen.

Eine falsche Berichterstattung einzelner Medien kann und wird von anderen Medien aufgegriffen und entsprechend korrigiert, da sich Journalisten in ihrer Arbeit gegenseitig überwachen und kontrollieren.

Soweit zum Ideal-Bild des (deutschen) Journalismus.

In der Realität sieht es etwas anders aus, wie beispielsweise der ehemalige Chef-Redakteur des ZDF zu berichten weiß: Weil er gar zu kritisch war, wurde er der Politik unbequem und dann einfach abgesetzt...

Die von dir behauptete Rezeption in den Medien sehe ich, abgesehen von ein paar Essays und Kommentaren hier und da, bis heute nicht. Aber es ist ja auch erst fünf Jahre her. Vielleicht bin ich nur zu ungeduldig?

Und ein letzter Punkt sei ebenfalls genannt: Journalisten werden immer häufiger in die "Freiberuflichkeit" gezwungen. Sie können also notgedrungen immer weniger recherchieren und müssen sich immer mehr dem Absatzmarkt, der nach reißerischen Headlines giert, beugen. 

Diese sinkende Qualität, und da sind wir dann wieder bei den RoG, wird ebenfalls weltweit mit Sorge beobachtet...

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Kommentar von atzef
08.06.2016, 11:02

Danke Lord! Sehr sachliche, nüchterne und daher wohltuende Beschreibung des Ist-Zustands.

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Deutschlands Massenmedien lenken. Unsere Leitmedien im deutschsprachigen Raum sind jetzt wie gleichgeschaltet. Sie berichten nur noch nach den Regeln der Politischen Korrektheit, betreiben im Interesse der USA Kriegshetze gegen Russland und unterdrücken den freien Informationsfluss. Es gilt als »Verschwörungstheorie«, dass Leitmedien uns Bürger mit Propagandatechniken gezielt manipulieren.

Ganz leicht zum ergoogeln: Atlantik-Brücke, Trilaterale Kommission, German Marshall Fund, American Council on Germany, American Academy, Aspen Institute und Institut für Europäische Politik.

LG Julian

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Ich vertraue den Mainstreammedien seit der Einwanderungskrise überhaupt nicht mehr. 

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