Wie steht es um die Menschen in Griechenland?

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5 Antworten


Hungern die Menschen dort wirklich?

Die Armut ist gravierend und viele Menschen müssen sich tagtäglich entscheiden ob sie ihre paar Euros in Lebensmittel oder in lebensnotwendige Medikamente investieren... Auch viele Leute aus dem Mittelstand haben ihre Existenzgrundlage verloren und sind teilweise sogar obdachlos geworden.

Die hohe Anzahl der Flüchtlinge verschärft das Problem natürlich, zumal von der EU keinerlei Unterstützung kommt - der "Flüchtlingskram" ist also alles andere als unbedeutend sondern sowohl für die Griechen wie auch für die Flüchtlinge überlebenswichtig !

http://www.griechenland-blog.gr/2016/04/22-prozent-der-buerger-griechenlands-leben-in-absoluter-armut/2137068/


...Einwanderer Land ( vorallem fuer Albaner ), ist dies immernoch so oder haben die Albaner& andere Auslaender kein Bock mehr auf
Griechenland?

Wegen der hohen Arbeitslosigkeit haben Migranten in Griechenland natürlich auch keine Zukunftsperspektive mehr. Da die Ultra-Rechten seit der Wirtschaftskrise verstärkt Zulauf haben und mit extremer Gewalt gegen Migranten vorgehen, wären die meisten Einwanderer wohl froh wenn sie das Land verlassen könnten.


Und ist Griechenland eigentlich ein hochentwickeltes Land...

Natürlich.


Ist es dort ueberhaupt noch Lebenswert?

Vorausgesetzt, dass man Arbeit hat auf jeden Fall !


Gleicht es einem Staat wie Mauretanien?

Komischer Vergleich ! Mauretanien ist ein Wüstenstaat mit völlig anderen Lebensbedingungen und einer komplett anderen Kultur.

Eher könntest du Griechenland mit Portugal vergleichen wo es ähnliche wirtschaftliche Probleme, klimatische Bedingungen und eine mediterrane Lebensweise gibt.


Denkt ihr die EU oder Griechenland selbst kann Griechenland noch retten oder wird Deutschland das Land komplett zerstoeren?

Das sind drei Fragen in einer:

- Die EU könnte Griechenland mit gezielten Investitionen in Technologien und in mittelständische Betriebe, mit humaneren Kreditbedingungen sowie mit einem Schuldenschnitt "retten". Eine Art Marshallplan ist längst überfällig. Stattdessen wird das Land gnadenlos ausgeplündert, sprich: "privatisiert".

- Griechenland müsste sich von Importen unabhängiger machen, Steuerschulden der Reichen eintreiben und einige Verwaltungsreformen vornehmen welche die Wirtschaft nicht noch mehr in den Keller fahren sondern Arbeitsplätze schaffen. Solange sich die "Institutionen" (also der IWF, die EU und allen voran deutsche Politiker) dem aber widersetzen, tragen sie dazu bei, die griechische Wirtschaft komplett zu zerstören.

- Deutschland könnte endlich mal die Zwangskredite zurückzahlen die spätestens seit der Wiedervereinigung fällig gewesen wären - wenn unser Staat denn seinen ethischen Ansprüchen gerecht werden wollte (im Sinne von: wollen würde...). Leider verstehen sich Schäuble und Konsorten nur auf´s Moralisieren wenn es um die Schulden Anderer geht, nicht aber um die eigenen - deshalb sieht es mit einer Rettung Griechenlands ganz schlecht aus :(.


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Kommentar von pontios94
14.08.2016, 13:43

selbst ohne den schuldenschnitt wäre griechenland eigentlich in der lage mit hilfe der eu ihre kredite schnell abzubauen

griechenland und auch italien besitzen im mittelmeer riesige gas und öl vorkommen die allerdings von den amerikanern und israel abgebaut werden

wieso?

warum baut die eu nicht durch einen eigenen konzern gas und öl ab und hilft damit der wirtschaft und der stärkung des euros?

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Viele Menschen haben zwar kaum Geld mehr, mussten ihr Haus und ihren Laden verkaufen und deswegen steht hier vieles leer, aber es ist ein geringer Anteil der tatsächlich hungern muss.

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Urlaubseindrücke von Freunden von vor ein Paar Wochen. Die Wirtschaftslage ist schlecht. Vieles ist verwahrlost, Müll wird nicht abtransportiert usw. Die Preise hoch. Die Menschen deprimiert.

Überraschende Beobachtung: viele Fans von Russland und Putin. Gut gemacht USA, EU und Deutschland! Macht weiter so.

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Kommentar von pontios94
14.08.2016, 13:41

russland und vorallem putin waren in griechenland eigentlich schon immer recht beliebt

was stimmt das er seit der krise genauso wie die rechte szene immer mehr an anhängern? also zulauf gewinnen

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Meine Erkenntnisse und Eindrücke sind nicht gerade umfangreich, ich bin also nur einer, der bloße Versatzstücke liefern kann. diese sind dann etwa so: Eine immer größere Armut macht sich in Griechenland breit, etliche Mwenschen haben ihre Arbeit verloren und auch die Zahl der Wohnungslosen steigt dramatisch an. Es hat sich im Land zusehens eine Verzweiflung als auch Verbitterung als auch Haß breitgemacht.

Es ist noch nicht lange her, da waren Griechen dafür bekannt, dass sie recht freundlich waren und in etlichen Regionen, allen voran in Kreta eine große Gastfreundschaft gegenüber Fremden vorherrschte. Das scheint nun oftmals nicht mehr der Fall zu sein und es gibt auch allerlei Menschen, die deutschfeindlich drauf sind. die Knwebelung des Landes, auch von Deutschland insbesondere, hat schon Spuren hinterlassen, das alte Mißtrauen diesem Volk gegenüber wieder neu erwacht. Das ist gwiß nicht überall so, doch gibt es eine zunehmende Tendenz.

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Kommentar von veritas55
14.08.2016, 02:54

...eine große Gastfreundschaft gegenüber Fremden vorherrschte. Das scheint nun oftmals nicht mehr der Fall zu sein und es gibt auch allerlei Menschen, die deutschfeindlich drauf sind.

Dem kann ich nicht zustimmen, denn die allermeisten Griechen sind intelligent genug um zu wissen, dass sie ihre Lage ihren und unseren Politikern, nicht aber den Deutschen zu verdanken haben, schon gar nicht den Urlaubern, die ihnen die Treue halten - die werden nach wie vor mit der gewohnten Gastfreundschaft empfangen !

Mit dem ersten Absatz deiner Antwort hast du leider recht.

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Der griechische Staat wurde unter der Schuldenlast erdrückt, nicht aber die Bürger. Es lebt sich in Griechenland ähnlich wie in Spanien, Portugal oder Italien. Bettelarm sind da nicht mehr Menschen, als es hier auch sind!

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Kommentar von veritas55
14.08.2016, 02:37


Bettelarm sind da nicht mehr Menschen, als es hier auch sind

 In Deutschland muss kein Mensch hungern weil Jeder Anspruch auf Grundsicherung hat, also rd. 400€ zum Leben zuzüglich Miete, Nebenkosten und Krankenkassenbeiträge stehen hier Jedem zu !

AlgII, Sozialhilfe, Wohngeld und andere Unterstützungen gibt es in Griechenland aber nicht: nach einem Jahr wird das Arbeitslosengeld ersatzlos gestrichen, d.h., dann gibt es NICHTS mehr !

Wie es in Spanien und Portugal mit Sozialleistungen aussieht weiß ich nicht, aber alle südlichen Länder haben einen einzigen "Vorteil" gemein: der Familienzusammenhalt ist stärker. Deshalb ist die Armut weniger sichtbar, was aber keineswegs heißt, dass sie nicht vorhanden ist - in Griechenland vor allem seitdem die Renten so drastisch gekürzt wurden, dass es für die ganze Familie vorne und hinten nicht mehr reicht. WEr keine Familie hat, bleibt auf der Strecke...

Deine Vergleiche sind also kompletter Unsinn !


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